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Westfalen-Blatt: zu fehlerhaften Arztbriefen

Als Patient ist man es gewohnt, ärztliche
Notizen nicht entziffern zu können. Bei handgeschriebenen Rezepten
blieb früher oft nur zu hoffen, dass der pfiffige Apotheker wusste,
welches Medikament gemeint war. Aber dass offenbar auch die
Kommunikation zwischen Ärzten nicht funktioniert, ist ein
Alarmsignal. Neun von zehn Hausärzten fürchten, dass aus
missverständlichen oder gar fehlerhaften Arztbriefen
Behandlungsfehler folgen können. Welchen Eindruck soll das bei den
Patienten hinterlassen? Wer krank ist, ist auf der Suche nach Hilfe.
Wer krank ist, will sich nicht noch Sorgen darum machen müssen, ob
der Hausarzt womöglich das falsche Medikament aufschreibt, nur weil
beim Entlassungsbrief im Krankenhaus geschludert wurde. Wie wäre es
mit folgendem Ansatz: Ein Arztbrief sollte künftig so formuliert
sein, dass selbst ein Patient ohne medizinische Vorkenntnisse ihn mit
ein bisschen Hilfe verstehen kann. Statt »obere linke Extremität«
darf es gerne »der linke Arm« sein. Denn, liebe Ärzte: Wir
Sterblichen haben auch ohne die hochtragenden Fachbegriffe großen
Respekt vor Ihrer Arbeit.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Scholz Stephan
Telefon: 0521 585-261
st_scholz@westfalen-blatt.de

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 23. April 2019.

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Categories: Politik & Gesellschaft

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