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Westfalen-Blatt: Kommentar zum Fall Wilke

Es ist ein Witz, dass die Menschen seit Wochen von Foodwatch
über den Skandal um die mutmaßlich tödliche Wilke-Wurst auf dem Laufenden
gehalten werden, nicht aber von der hessischen Verbraucherministerin Priska
Hinz. Dabei ist sie Mitglied der Grünen, die bisher bei jedem
Lebensmittelskandal aufgeschrien und mehr Transparenz gefordert haben. Bis heute
kann kein Verbraucher nachvollziehen, ob er etwas im Schrank hat, das betroffen
sein könnte. Zwar gibt es eine Liste der von Wilke für Endverbraucher
produzierten Produkte. Aber was ist mit Waren anderer Hersteller, die von Wilke
nur mit Rohstoffen beliefert wurden? Die enorme Fleischnachfrage in Deutschland
– statistisch 60 Kilogramm pro Kopf und Jahr, wobei die geschätzt acht Millionen
Vegetarier nicht herausgerechnet wurden – ruft immer wieder einzelne Kriminelle
auf den Plan. Da bekommen Kälber Hormone, da werden Rinder ohne Betäubung
geschlachtet, da wird bakterienverseuchtes Fleisch verkauft. Wenn dann auch noch
die staatliche Aufsicht versagt, wie im Fall Wilke, ist der Skandal perfekt.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Dominik Rose
Telefon: 0521 585-261
d.rose@westfalen-blatt.de

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 30. Oktober 2019.

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