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Westfalen-Blatt: Kommentar zum DFB und Clemens Tönnies

Mit erhobenem Zeigefinger und einer gleichzeitig
ausgestreckten Hand hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) den Fall
Tönnies zu den Akten gelegt. Die DFB-Ethikkommission hat die
Bemerkungen des Schalke-Bosses beim »Tag des Handwerks« in Paderborn
zwar einerseits als rassistisch deklariert, andererseits aber so
viele mildernde Umstände ausgemacht, dass von einer Anklage vor der
Sportjustiz abgesehen wird. Dieser »Ja, aber«-Beschluss durch das
Gremium des guten Gewissens im deutschen Fußball sendet jedoch die
falsche Botschaft. Wie will der DFB denn künftig noch glaubwürdig
gegen den offenen oder verdeckten Rassismus in den Stadien und auf
den Fußballplätzen einschreiten, wenn er bei einem seiner
prominentesten Vertreter eine Ausnahme zulässt? Das glaubwürdigste
Signal wäre es ohnehin gewesen, wenn Clemens Tönnies nach den
unsäglichen Äußerungen seinen Posten als Aufsichtsratsvorsitzender
auf Schalke freiwillig zur Verfügung gestellt hätte – und zwar nicht
nur für drei Monate, wie mit dem Schalke-Ehrenrat vereinbart, sondern
komplett.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Dominik Rose
Telefon: 0521 585-261
d.rose@westfalen-blatt.de

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 29. August 2019.

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Categories: Kunst & Kultur

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