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Westfalen-Blatt: ein Kommentar zu Minijobs

Gewerkschaften und Sozialpolitiker sind dagegen,
Arbeitgeber und Betroffene selbst dafür. Beim Thema Minijob stehen
die Fronten wie eh und je. Wirklich? Zumindest auf der
Arbeitgeberseite gibt es mit den Gebäudereinigern eine Gruppe, die
zunehmend auch die Nachteile der großen Zahl atypischer
Beschäftigungsverhältnisse in ihrer Branche spürt – und darunter
leidet. Denn so komfortabel und günstig es auf den ersten Blick
erscheint, die Beiträge zu Sozialversicherungen und ans Finanzamt
pauschal abführen zu können, so setzen dann doch die Probleme ein,
wenn die eigenen Minijobber in einem weitgehend leergefegten
Arbeitsmarkt die gewünschte Mehrarbeit verweigern. Gründe dafür gibt
es viele: zum Beispiel, weil dann andere Zuwendungen geringer
ausfallen. Vielleicht aber auch, weil die Familie – die Kinder,
pflegebedürftige Eltern – mehr Abwesenheit nicht zulassen. Für die
Betroffenen – meistens Frauen – rächt sich der Minijob im Alter, wenn
die kleine Rente kaum zum Leben reicht. Schon deshalb gehören die
Fronten abgebaut – und die Minijobs abgeschafft.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Scholz Stephan
Telefon: 0521 585-261
st_scholz@westfalen-blatt.de

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 24. Juni 2019.

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Categories: Vermischtes

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