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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT zum Verbot der Sonntagsöffnung

Alle Achtung! Wirtschaftsminister Andreas
Pinkwart hat starke Nerven. Obwohl Gerichte in NRW schon sieben
Sonntagsöffnungen abgesagt haben, bezeichnet er das neue
Ladenschlussgesetz als »rechtssicher«. Man solle die »Kirche im Dorf
lassen«, empfiehlt der FDP-Politiker selbst nach dem jüngsten Urteil
gegen eine Ladenöffnung zu Libori am 5. August im gesamten
Paderborner Stadtbezirk. Die »Kirche im Dorf lassen«, davon verstehen
sowohl die Paderborner als auch der bodenständige Einzelhandel in der
Region viel. »Nur« sieben verkaufsoffene Sonntage seien nach der
Gesetzesnovelle abgesagt worden, sagt Pinkwart. Für die Unternehmer
heißt das: Sie haben viel in die Vorbereitung und Werbung investiert,
bekommen aber in diesen schwierigen Zeiten nichts zurück. Nicht
besser trifft es die Mitarbeiter: Sie haben sich nicht nur auf
Arbeit, sondern auch auf einen ordentlichen Zusatzverdienst
eingestellt. »Nur« sieben erzwungene Absagen bedeuten, dass alle
Händler weiter mit Klagen der Gewerkschaft rechnen müssen. Übrigens:
Pinkwart wird trotzdem an diesem Sonntag zu Libori nach Paderborn
kommen. Nerven hat er.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 27. Juli 2018.

Tags:

Categories: Politik & Gesellschaft

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