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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur NRW-Hauptschule

Geht das Hauptschulsterben in NRW ungebremst
weiter, schließt in 15 Jahren die letzte ihre Tore. Manche
freut das. Und von denen, die öffentlich trauern, weinen viele
Krokodilstränen. Der Ruf der Hauptschule, Nachwuchs für praktische
Berufe heranzubilden, ist ruiniert. Erst wenn es keine Hauptschule
mehr gibt, werden die Bildungspolitiker, aber auch viele Unternehmer
merken, welche Chance sie verspielt haben. Denn mit mehr und besser
ausgebildeten Lehrern und mit einem anderen, auf die Kernfächer
konzentrierten Konzept können die Hauptschüler auch bessere
Ergebnisse erzielen. Kommen dann noch Unternehmer hinzu, die
Abiturienten nicht per se für die besseren Arbeitnehmer halten,
schrumpft nicht nur ein Bildungs-, sondern ein gesellschaftliches
Problem gegen Null. Klar kann man Kinder aus sogenannten
bildungsfernen Schichten auch in der Gesamtschule fördern. Diese hat
zudem den Vorteil größerer Durchlässigkeit zu höheren
Schulabschlüssen. Dennoch: Hauptschulen sind kleiner und
persönlicher. Und das ist – das war wohl – ein Vorteil.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 21. November 2017.

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Categories: Politik & Gesellschaft

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