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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur AfD und der NRW-Landtagswahl

Man muss die AfD nicht mögen, aber das ändert
nichts daran, dass 7,4 Prozent der Wähler ihr bei der Landtagswahl am
14. Mai die Stimme gegeben haben – das sind 626756 Menschen. Wenn
CDU, SPD, FDP und Grüne jetzt mit einer Änderung der Geschäftsordnung
versuchen, die AfD um ihren Sitz im Landtagspräsidium zu bringen, ist
das nicht nur schlechter Stil. Es zeugt von fragwürdigem
Demokratieverständnis und ist der denkbar schlechteste Auftakt für
die neue Legislaturperiode. Der geplante Taschenspielertrick, nur
noch drei Stellvertreter des Landtagspräsidenten zu wählen, sollte
besonders den Grünen peinlich sein. Denn sie haben 87694
Wählerstimmen weniger bekommen als die AfD. Die AfD ist eine
demokratisch gewählte Partei, mit der sich andere Parteien
auseinandersetzen müssen, und zwar im Parlament. Der Versuch, die AfD
bei der Auszählung der NRW-Wahl auch durch Betrug um 2000 Stimmen zu
bringen, war ebenso verwerflich wie es das jüngste Ansinnen der
Etablierten ist. Sie drängen die AfD in die Opferrolle, die sie so
sehr liebt.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 30. Mai 2017.

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Categories: Politik & Gesellschaft

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