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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Kommunionsstreit

Cuius regio, eius religio« (»Wessen Gebiet,
dessen Religion«) hieß in der Zeit der Reformation ein Grundsatz,
nach dem der Herrscher eines Landes die Konfessionszugehörigkeit
seiner Untertanen bestimmte. So dramatisch ist es nicht, was jetzt in
der katholischen Kirche passiert. Künftig kann aber jede Diözese für
sich bestimmen, ob sie evangelische Ehepartner zur Kommunion zulässt,
gerade so, wie es das jeweilige geistliche Oberhaupt für richtig
hält. Das dürfte zu einem kuriosen Flickenteppich auf der Landkarte
des deutschen Katholizismus führen, der die Glaubwürdigkeit der
Kirche nicht gerade befördert. Es wäre besser, wenn sich die Bischöfe
auf eine einheitliche Linie verständigt hätten. Zumal in vielen
Gemeinden die Teilnahme evangelischer Ehepartner an der Eucharistie
bereits Praxis ist. Gutes hat der jetzt gefundene Kompromiss
dennoch: Niemand geht aus dem Streit als Verlierer hervor. Und die
Evangelische Kirche sieht darin ein Signal für die Ökumene. »Man
ist geneigt, von einem kleinen Schritt in der Ökumene, aber einem
großen Schritt für die katholische Kirche zu sprechen«, kommentierte
die EKD gestern in einer Stellungnahme. Wie wahr.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 27. Juni 2018.

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Categories: Politik & Gesellschaft

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