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Westeuropa als Spitzenreiter mit anhaltender positiver Prognose für europäischen Markt für Fachmarktzentren

 

London, 13. Juni 2019 – Den neusten Untersuchungen des Immobilienberatungsunternehmes Cushman & Wakefield zufolge ist der Flächenbestand in europäischen Fachmarktzentren im Jahr 2018 um 2,2 Prozent auf insgesamt 50,1 Millionen Quadratmeter gestiegen. Frankreich und Spanien bilden bei den Projektentwicklungen die Spitze.
Der Report „European Retail Parks: What\’\’\’\’s next“ stellt fest, dass im vergangenen Jahr 995.000 Quadratmeter an neuen Flächen in Fachmarktzentren in Europa fertiggestellt wurden – 15 Prozent weniger als 2017. Zukünftig ist von einer stabilen Projektentwicklungstätigkeit auszugehen. In den Jahren 2019 und 2020 sollen 1,4 Millionen Quadratmeter an neuen Flächen in Fachmarktzentren eröffnet werden. Die schnelle und einfache Bauweise sowie eine wachsende Anzahl von Projekten mit weniger als 5.000 Quadratmetern dürften die Zahl der Eröffnungen weiter in die Höhe treiben.
Der Report hebt hervor, dass der stationäre Einzelhandel sehr lebendig ist, sich aber aufgrund des Wachstums im E-Commerce im Umschwung befindet. Dies wird vor allem Auswirkung auf die Einkaufszentren außerhalb der Innenstadt haben. Der Markt für Fachmarktzentren hat sich jedoch bisher als widerstandsfähig erwiesen, da die Erschwinglichkeit, die Flexibilität, die Bequemlichkeit und die Erreichbarkeit für die neuen Mieter der Fachmarktzentren und fdie Kunden einen hohen Stellenwert einnehmen.
Mit zunehmender Marktreife der Fachmarktzentren verlaufen die Entwicklungen in Europa unterschiedlich. In Westeuropa liegt der Schwerpunkt der Projektentwicklungstätigkeit weiterhin auf Großstädten mit kaufkraftstarken Einzugsgebieten und hoher Passantenfrequenz. Einige Einzelhändler entwickeln jedoch auch eigene kleine Fachmarktzentren und bieten die Flächen anderen Marken und für andere Aktivitäten an.
In Mittel- und Osteuropa findet die Projektentwicklungstätigkeit in B- und C-Standorten, aber auch in kleineren Objekten in kleineren Städten und dem Umland statt. In Ländern wie Bulgarien ändern sich derzeit die Rahmenbedingungen. Einzelhändler wollen in B- und C-Städten expandieren. Dies eröffnet die Möglichkeit, kleine bis mittelgroße Fachmarktzentren mit guter Erreichbarkeit, günstigen Mieten und einem attraktiven Mietermix zu entwickeln.
In der Studie wird auch festgestellt, dass sich die Standortstrategien der Fachmarktnutzer in einigen Ländern weiterentwickeln. Kleinere Fachmärkte sollen im Umland integriert und damit näher an potenzielle Kunden herangerückt werden, da die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel in Großstädten Vorrang vor dem Auto hat und einige Käufer zunehmend auf Komfort und Nähe setzen.

Silvia Jodlowski, Autorin des Reports und Senior Research Analyst bei Cushman & Wakefield, sagt: „Bei der Entwicklung von Fachmarktzentren in Europa gibt es zwei unterschiedliche Trends. In Westeuropa gewinnt der Markt langsam an Reife mit einer inzwischen ausreichenden Versorgung in vielen Städten. In Mittel- und Osteuropa steckt der Markt für Fachmarktzentren jedoch noch in der Anfangsphase. Die relative Unterversorgung an Fachmarktzentren in Mittel- und Osteuropa und die Fähigkeit, in kleinen Einzugsgebieten zu operieren, deuten auf ein weiteres Wachstumspotenzial für dieses Format hin.\“
Westeuropa
Der Gesamtflächenbestand in Fachmarktzentren in Westeuropa betrug zum 1. Januar 2019 44,4 Millionen Quadratmeter. Deutschland, Großbritannien und Frankreich zählen hier zu den größten Märkten und verfügen über 74 Prozent der gesamten Fachmarktfläche. Insgesamt werden in den Jahren 2019 und 2020 voraussichtlich 1,3 Millionen Quadratmeter an neuen Flächen auf den Markt kommen. Diesentspricht einem Rückgang von 21 Prozent gegenüber 2018/2019.
In Frankreich hat sich die Entwicklung der Fachmarktzentren gegenüber 2017 um 22 Prozent verlangsamt. Das jährliche Fertigstellungsvolumen von Fachmarktzentren liegt über dem zunehmend rückläufigen Fertigstellungsvolumen in Einkaufszentren (-28 Prozent). Das verbesserte Design der neuen Generation von Fachmarktzentren hat auch dazu beigetragen, dass diese Konzepte sowohl für Mieter als auch Kunden attraktiv sind. Dies spiegelt sich in der Entwicklungspipeline mit 782.000 Quadratmetern neuen, derzeit noch im Bau befindlichen Flächen in Fachmarktzentren wider, die voraussichtlich 2019/2020 eröffnet werden, was wiederum 54 Prozent der gesamten Entwicklungspipeline in Europa entspricht.
Die Entwicklung von Fachmarktzentren in Großbritannien bleibt konstant, wobei die Kunden weiterhin auf die Bequemlichkeit und Erreichbarkeit der Einzelhandelsstandorte außerhalb der Stadt Wert legen.
In Südeuropa gibt es unterschiedliche Entwicklungstendenzen. Spanien erlebte 2018 ein außergewöhnlich starkes Jahr in Bezug auf die Bautätigkeit mit 165.000 Quadratmetern – viermal so viel wie im Jahr 2017. In Portugal war die Bautätigkeit unterdessen begrenzt.
Mittel- und Osteuropa
Im Jahr 2018 wurden 219.000 Quadratmeter an neuen Flächen in Fachmarktzentren in Mittel- und Osteuropa errichtet. Die kommt einer Steigerung von 17 Prozent gegenüber 2017 gleich. Tschechien, Rumänien und Polen bleiben die größten Märkte für Fachmarktzentren und machen 66 Prozent des gesamten Fachmarktflächenbestandes von Mittel- und Osteuropa aus. Laut der Studie verlagert sich der Fokus auf lokale Fachmarktzentren, die nur die Stadt selbst oder das nächstgelegene regionale Einzugsgebiet versorgen.
Die stärkste Projektentwicklungstätigkeit wurde in Rumänien verzeichnet. Hier wurden 76.000 Quadratmeter an neuen Flächen fertiggestellt. Die Marktgröße in Rumänien ist vergleichbar mit der von Tschechien, obwohl die Dichte der Fachmarktzentren mit der doppelten Einwohnerzahl auf einem niedrigeren Niveau bleibt.
In den vergangenen zwei Jahren hat sich die Entwicklung von Fachmarktzentren in Polen beschleunigt. Im Jahr 2018 wurden rund 74.000 Quadratmeter an neuen Flächen in Fachmarktzentren fertiggestellt – dies entspricht einer jährlichen Steigerung von 21 Prozent, was darauf zurückzuführen ist, dass dieses Format bei den Kunden immer beliebter wird. Auch in der Slowakei nimmt die Projektentwicklungstätigkeit zu, da hier das Interesse durch die Nachfrage der Kunden in kleineren Städten und im Umland gestützt wird, die nach bequemeren Einkaufsmöglichkeiten suchen.
Silvia Jodlowski fügt hinzu: „Die schwächere Verbrauchernachfrage und die steigenden Kosten zwingen Einzelhändler, neue Formate und Konzepte auszutesten. Daher stellen Fachmarktzentren für viele Betreiber eine sinnvolle Option dar. Günstigere Mieten, geringere Nebenkosten und flexiblere Flächen sind die Hauptfaktoren, die das Interesse der Einzelhändler wecken.
Obwohl die Entwicklung der Einzelhandelsflächen insgesamt rückläufig ist, hat sich der Anteil der Flächen in Fachmarktzentren an der gesamten Verkaufsfläche erhöht. In ganz Europa beobachten wir jetzt Projektentwickler und Vermieter, die mit verschiedenen Formaten experimentieren, um mit der sich ändernden Verbrauchernachfrage Schritt halten zu können. In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit haben sich Fachmarktzentren als effiziente Alternative zu Einkaufszentren erwiesen. Wenn Vermieter jedoch erfolgreich sein wollen, müssen sie den Kunden gute Gründe für einen Besuch bieten. Dies könnte durch eine Erweiterung des Mietermixes um weitere Lebensmittel- und Getränkemarktmieter sowie durch Freizeitelemente und Modeeinzelhändler erreicht werden.“
„Wirft man einen direkten Blick auf den deutschen Markt, lässt sich zudem erkennen, dass Fachmarktzentren mit Lebensmittelanker besonders attraktiv für Investoren sind. Darüber hinaus werden mehrgeschossige Fachmarktzentren von Investoren kritischer betrachtet als Zentren, die über eine reine Erdgeschossfläche verfügen“, ergänzt Nicole Römer, Head of Retail Capital Markets Germany bei Cushman & Wakefield.

Posted by on 13. Juni 2019.

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Categories: Bilder, Vermischtes

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