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Weniger Arbeitslose und mehr freie Stellen

Die gute Auftragslage der sächsischen Wirtschaft führt zu einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit im Mai 2017. Mit einer Arbeitslosenquote von 6,6 Prozent waren in Sachsen insgesamt 138.300 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 6.800 weniger Menschen als im April und 18.600 weniger als vor einem Jahr. Damit erreicht die Arbeitslosigkeit in Sachsen erneut ihr geringstes Niveau.
?Die gute Entwicklung auf dem sächsischen Arbeitsmarkt hält weiter an. Die Beschäftigung steigt und in der Folge sind weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Das liegt an der auslaufenden Frühjahrsbelebung und an der anhaltend guten konjunkturellen Situation. Die Unternehmen suchen auch weiter Mitarbeiter. Aktuell sind uns fast 35.000 freie Stellen zur Besetzung gemeldet – die meisten ab sofort, in Vollzeit und unbefristet. Das zeigt die guten Jobchancen in Sachsen. Es wird zunehmend schwieriger freie Stellen zu besetzen. Denn die meisten Betriebe suchen gut ausgebildete Fachkräfte. Bei Fachkräften und Akademikern stehen rechnerisch jeder freien Stelle nur noch zwei Bewerber gegenüber ? im Helferbereich gibt es hingegen zwölf Bewerber für jede freie Stelle. Die Arbeitsagenturen und Jobcenter helfen dabei, Angebot und Nachfrage zusammenzubekommen. Wir investieren in die Bildung der arbeitslosen Frauen und Männer, damit sie die Anforderungen der Betriebe erfüllen. Bis zum Jahresende stehen für die Qualifizierung von Menschen noch 28 Millionen Euro zur Verfügung?, sagte Reinhilde Willems, Geschäftsführerin für das operative Geschäft und Vizechefin der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit (BA).
Arbeitslosenzahl im Mai: 138.319
Arbeitslosenzahl im Vormonatsvergleich (145.127): -6.808 oder -4,7 Prozent
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich (156.945): -18.626 oder -11,9 Prozent
Arbeitslosenquote im Mai: 6,6 Prozent
Arbeitslosigkeit
Insgesamt waren im Mai in Sachsen 138.319 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat waren 6.808 (minus 4,7 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahresmonat 18.626 Menschen weniger arbeitslos (minus 11,9 Prozent).
Im Mai wurden 28,7 Prozent aller Arbeitslosen (39.757) im Rechtskreis SGB III von einer Agentur für Arbeit und 71,3 Prozent (98.562) im Rechtskreis SGB II von einem Träger der Grundsicherung betreut. Im Vergleich zum Vormonat sind in den Arbeitsagenturen 4.192 weniger Frauen und Männer arbeitslos gemeldet und im Vergleich zum Vorjahr sind es 363 mehr Menschen. In den Jobcentern ist die Arbeitslosigkeit sowohl zum Vormonat (minus 2.616) als auch zum Vorjahresmonat (minus 18.989) gesunken. Das liegt vor allem an zwei Gründen: Saisonale Faktoren führen im Bereich der Arbeitsagenturen zu einem kräftigeren Rückgang der Arbeitslosigkeit im Monatsverlauf. Zusätzlich werden seit Jahresbeginn Menschen von den Arbeitsagenturen unterstützt, die zum normalen Arbeitslosengeld auch Arbeitslosengeld II erhalten. Diese Frauen und Männer wurden im vergangenen Jahr statistisch den Jobcentern zugeordnet. Deshalb sind in den Arbeitsagenturen mehr Menschen arbeitslos gemeldet, als im Mai 2016.
Die Arbeitslosenquote belief sich im Mai auf 6,6 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr sank sie um 0,8 Prozentpunkte. Im Bereich der Arbeitslosenversicherung lag die Arbeitslosenquote bei 1,9 Prozent und im Bereich der Grundsicherung bei 4,7 Prozent. Die Arbeitslosenquote ausländischer Staatsbürger lag bei 21,5 Prozent.
Der Anteil der arbeitslosen Menschen mit Migrationshintergrund im Kontext Flucht/Asyl, gemessen an allen arbeitslosen Menschen, beträgt 4,6 Prozent.
Von April auf Mai ist die Zahl der arbeitslosen Menschen mit Migrationshintergrund im Kontext Flucht/Asyl um acht Personen auf 6.297 gesunken. Davon waren 5.352 anerkannte Schutzberechtigte (85 Prozent), die durch die Jobcenter betreut werden. Weitere 783 Asylbewerber (12,4 Prozent) sowie 162 geduldete Menschen (2,6 Prozent) wurden durch die Arbeitsagenturen betreut. Die meisten kommen unter anderem aus Syrien (2.992), aus Afghanistan (732), aus dem Irak (715) und aus Eritrea (345).
Beschäftigung
Im März 2017 waren in Sachsen nach ersten Hochrechnungen rund 1,57 Millionen Frauen und Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Mit einem Zuwachs von 26.400 Menschen hält der Beschäftigungsanstieg gegenüber dem Vorjahr an und liegt bei aktuell 1,7 Prozent.
Den kräftigsten Beschäftigungsaufbau gab es im Sozialwesen (plus 5.100). Auch im Verarbeitenden Gewerbe (plus 3.000), im Logistikbereich (plus 2.600), im Bereich Erziehung und Unterricht (plus 2.500), im Bereich der wirtschaftlichen Dienstleistungen (plus 2.200) und im Gesundheitswesen (plus 2.100) sind deutlich mehr Menschen beschäftigt als vor einem Jahr. Einen kräftigen Beschäftigungsaufbau gab es weiterhin im Baugewerbe, im Bereich Information und Kommunikation sowie im Handel / Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen.
Arbeitskräftenachfrage
Im Mai haben sächsische Betriebe insgesamt 9.757 freie Stellen gemeldet. Das waren 551 weniger Stellen als im Vormonat und 71 weniger als im Mai 2016.
Aktuell sind in den sächsischen Arbeitsagenturen und Jobcentern insgesamt 34.935 freie Stellen gemeldet. Damit liegt die Arbeitskräftenachfrage um 822 Stellen über dem Niveau des Vormonats und um 2.903 Stellen über der des Vorjahres.
Die meisten freien Stellen sind im Bereich der Zeitarbeit (11.391) zu besetzen. Einen hohen Bedarf haben daneben Betriebe aus dem Verarbeitenden Gewerbe (4.402), dem Gesundheits- und Sozialwesen (3.362), dem Bereich Handel / Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (2.841), dem Baugewerbe (2.723) und dem Bereich Information und Kommunikation (1.688).
Diese und viele andere freie Stellen sind in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht und können mit der kostenfreien Smartphone-App (jobboerse) zu jeder Zeit, an jedem Ort abgerufen werden. In der Jobbörse sind aktuell über 64.000 freie Stellen von sächsischen Unternehmen veröffentlicht.
Unterbeschäftigung
Im Mai 2017 haben rund 54.000 Menschen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilgenommen. Viele wurden mit Weiterbildungen (10.646) gefördert, haben an Arbeitsgelegenheiten in der Grundsicherung (7.437) und an Aktivierungsmaßnahmen (7.657) teilgenommen oder wurden durch andere Institutionen unterstützt (12.246). Ein kleinerer Teil dieser Frauen und Männer stand aus anderen Gründen der Vermittlung nicht zur Verfügung und war deshalb nicht arbeitslos (zum Beispiel wegen Krankheit: 3.869). Damit lag die Zahl der Menschen, die dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung standen um 610 über dem Niveau des Vormonats und um 2.668 über dem des Vorjahresmonats.
Die Unterbeschäftigung ? die Summe aus Arbeitslosen und Teilnehmern an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen ? belief sich im Mai 2017 auf insgesamt 192.299 Personen. Das ist ein Rückgang im Vergleich zum Mai 2016 um 15.958 oder 7,7 Prozent. Aktuell liegt der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung bei 71,9 Prozent. Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag die Unterbeschäftigungsquote im Mai bei neun Prozent.

Posted by on 31. Mai 2017.

Categories: Bildung & Beruf

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