Weltfrauentag bei medi am 8. März 2026: Thema Wechseljahre am Arbeitsplatz offen ansprechen

medi produziert unter anderem Kompressionsstrümpfe und Bandagen für den medizinischen Bereich, Sport und Fashion. Das Unternehmen hat einen hohen Frauenanteil in der Produktion und auch im kaufmännischen Bereich. Klassisch arbeiten in der Konfektion überwiegend Frauen an der Nähmaschine.
Thema im BGM bei medi: Wechseljahre im Beruf
Das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) unterstützt die Beschäftigten bei medi, körperlich aktiv und fit zu sein, die Gesundheit zu fördern, Beschwerden vorzubeugen und das Wohlbefinden im Arbeitsalltag zu stärken. Das spiegelt sich auch im Claim des Unternehmens:\“medi. ich fühl mich besser.\“Dazu zählen Yoga und Pilates im eigenen Sportstudio, Gerätetraining, Lauftreffs, Entspannungsimpulse, bewegte Pausen, Ergonomieberatung, Physiotherapie, Psychosoziale Beratung und vieles mehr.
Jetzt hat medi HR Managerin Silke Conrad das Thema\“Wechseljahre am Arbeitsplatz\“in den Mittelpunkt gerückt. Mit Impulsvorträgen schafft sie Raum für Wissen, Austausch und Offenheit. Das Ziel: Bei medi wird das Thema aus der Tabu-Ecke geholt, Gesundheit, Leistungsfähigkeit und gegenseitiges Verständnis werden gestärkt. Im Interview spricht Silke Conrad darüber, warum Aufklärung so wichtig ist.
Warum spricht das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) bei mediüber dieses Thema? Silke Conrad:\“Weil es mitten ins Berufsleben fällt und viele Frauen betrifft: In unserem Unternehmen sind fast 70 Prozent der 1.800 Mitarbeitenden weiblich mit einem Altersdurchschnitt von 44 Jahren. Die Wechseljahre können verschiedene körperliche und emotionale Veränderungen mit sich bringen, die den Arbeitsalltag spürbar beeinflussen wie Schlafprobleme, Erschöpfung, Konzentrationsschwierigkeiten oder ein verändertes Stressempfinden. Genau deshalb gehört das Thema ins BGM. Es geht darum, Frauen in allen Lebensphasen gut zu begleiten – mit Aufklärung, Angeboten und einem offenen Ohr.\“
Wie können sich die Wechseljahre auf die Mitarbeiterinnen auswirken? Silke Conrad:\“Wechseljahre zeigen sich bei jeder Frau anders. Hitzewallungen gelten als typisches Symptom, doch psychische Belastungen wie Stimmungsschwankungen, ein erhöhtes Stressniveau, Energielosigkeit und Erschöpfung stehen oft im Vordergrund. Viele Frauen berichten auch von Konzentrationsstörungen sowie Muskel- und Gelenkschmerzen. Diese Veränderungen können die Leistungsfähigkeit und das Miteinander im Team beeinflussen und sollten nicht ignoriert werden. Wer die eigene Situation versteht und sich zudem in seinem Arbeitsumfeld verstanden und unterstützt fühlt, kann besser mit der Situation umgehen.\“
Wie offen sprechen die Frauen bei mediüber dieses Thema – oder ist es ein Tabu? Silke Conrad:\“Beides. Es bewegt sich etwas. Viele sprechen in einem vertrauenswürdigen Umfeld darüber oder wenn der Leidensdruck zu groß wird. Immer mehr Kolleginnen – und auch Kollegen – wünschen sich Offenheit und Austausch. Je mehr wir darüber sprechen, desto selbstverständlicher wird es. Das Feedback nach den Vorträgen zeigte, wie gut das Thema ankommt.\“
Welche Rolle spielen Führungskräfte im Umgang mit betroffenen Mitarbeiterinnen? Braucht es mehr Sensibilisierung? Silke Conrad:\“Auf jeden Fall. Führungskräfte müssen keine Hormonexpert:innen sein – aber sie sollten aufmerksam und offen für Gespräche sein. Oft reicht ein bisschen mehr Verständnis, um viel zu bewirken. Schulungen oder kurze Impulse können helfen, das Thema besser einzuordnen. Und auch mit Blick auf Krankenstände ist dies ein wichtiges Thema.\“
Gibt es besondere Herausforderungen für Frauen bei Schichtarbeit oder körperlicher Arbeit? Silke Conrad:\“Ja, ganz klar. Wer ohnehin schon mit Schlafproblemen kämpft, hat bei Schichtarbeit eine doppelte Belastung. Auch körperliche Beschwerden wie Gelenkschmerzen oder Hitzewallungen können den Arbeitsalltag erschweren. Hier braucht es gezielte Gespräche über Lösungen.\“
Wie kann das Thema im Unternehmen enttabuisiert und sichtbar gemacht werden? Silke Conrad:\“Indem wir offen darüber sprechen, im Intranet und der Mitarbeiterzeitung berichten, Workshops und Vorträge anbieten und Führungskräfte sensibilisieren. In den Vorträgen bringe ich auch meine eigenen Erfahrungen mit den Wechseljahren ein, um das Thema aus der Tabuzone zu holen. Es ist aktueller denn je -nicht, weil Frauen empfindlicher geworden sind, sondern weil die Anforderungen gestiegen sind. Viele stehen mitten im Berufsleben, tragen Verantwortung, leisten Care-Arbeit – und kämpfen gleichzeitig mit hormonellen Veränderungen. Das ist kein Luxusproblem, sondern eine Frage von Gesundheit,Respekt und guten Arbeitsbedingungen.\“
Wie sollte die Arbeitswelt beim Thema Wechseljahre aussehen? Silke Conrad:\“Ich wünsche mir eine Arbeitswelt, in der die Wechseljahre genauso selbstverständlich thematisiert werden wie andere Lebensphasen. Mit Angeboten, die stärken, anstatt zu stigmatisieren. Und mit einer Kultur, die Frauen in ihrer Vielfalt und Veränderung wertschätzt – ohne Scham, ohne Druck und mit echtem Interesse. Da sind wir im Unternehmen medi auf einem sehr guten Weg!\“
Vielen Dank an Silke Conrad für das Interview.
Feedback der Teilnehmerinnen nach der Vortragsreihe auf die Frage zu den wichtigsten Erkenntnissen
-\“Frauen erkennen erst durch die Aufklärung, dass viele Beschwerden hormonell bedingt sind und nichts mit Alter oder Schwäche zu tun haben.\“
-\“Das Thema gehört unbedingt in Führungskräfte- und HR-Schulungen – als Teil moderner Diversity-Arbeit.\“
-\“Der wichtigste Aha-Moment: Ich bin nicht allein – und ich kann etwas tun.\“
-\“Die Vielzahl der Symptome war mir nicht bekannt und hat michüberrascht.\“
-\“Niemand muss allein durch die Wechseljahre gehen – es gibt heute gute Unterstützungsmöglichkeiten.\“
-\“Endlich verstehe ich, warum ich so reagiere – ich kann mich selbst besser einordnen.\“
Wie das Unternehmen medi Frauen am Arbeitsplatz in den Wechseljahren unterstützt
– Informationsveranstaltungen zum Thema Wechseljahre: Was passiert im Körper, häufige Symptome, Auswirkungen im Alltag und im Beruf? Was tun bei Beschwerden?
– Bewegung und Fitness für Körper und Geist: Sportkurse (Yoga, Pilates, Laufgruppe, Gerätetraining im medi Sportstudio), bewegte Pause, Physiotherapie, Psychosoziale Beratung, Entspannung (\“mediTation\“)
– Das mediFit Programm mit den Bausteinen Training, Gesundheits-Coaching und Entspannung. Sie sind auf die persönlichen Bedürfnisse der Beschäftigten abgestimmt, um gesunde Lebens- und Ernährungsgewohnheiten zu entwickeln oder Stress abzubauen für mehr Ruhe und inneres Gleichgewicht.
Silke Conrad – HR Managerin bei medi:\“Hormonelle Veränderungen sind keine Frage von Leistungsfähigkeit oder Stärke\“
Silke Conrad arbeitet seit dem Jahr 2019 im Unternehmen als Senior HR Manager – Leadership Development, der Entwicklung von Führungskräften. Davor sammelte sie umfangreiche Erfahrungen zu allgemeiner Personalentwicklung und im Change-Management. Silke Conrad profitiert von ihren Kompetenzen als zertifizierter Coach, Heilpraktikerin für Psychotherapie und zertifizierte Yoga-, Mediations- und Atemtrainerin. Seit dem Jahr 2025 hat sie im Unternehmen das zukunftsweisende HR-Thema\“Wechseljahre am Arbeitsplatz\“initiiert und macht sich stark für mehr Sichtbarkeit, Verständnis und Unterstützung. Ihre Vision: Silke Conrad will Frauen in jeder Phase ihres Lebens sichtbar und stark machen – und eine Arbeitswelt schaffen, die das Thema Wechseljahre mit Kompetenz, Offenheit und Wertschätzung begleitet. Dazu vermittelt sie Wissen, um Tabus abzubauen und Frauen im Unternehmen zu befähigen, die Wechseljahre aktiv, gesund und selbstbewusst zu gestalten.
Informationenüber das Unternehmen medi, Produkte, Karrieremöglichkeiten und Benefits gibt es im Internet unter www.medi.de
medi – ich fühl mich besser. Für das Unternehmen medi leisten am Standort Bayreuth rund 1.800 Mitarbeiter:innen (weltweit rund 3.000) einen maßgeblichen Beitrag, dass Menschen sich besser fühlen. Das Ziel ist es, Anwender:innen und Patient:innen maximale Therapieerfolge im medizinischen Bereich (medi Medical) und darüber hinaus ein einzigartiges Körpergefühl im Sport- und Fashion-Segment (CEP und ITEM m6) zu ermöglichen. Die Leistungspalette von medi Medical umfasst medizinische Kompressionsstrümpfe, adaptive Kompressionsversorgungen, Bandagen, Orthesen, Thromboseprophylaxestrümpfe, Kompressionsbekleidung, orthopädische Einlagen und digitale Gesundheitslösungen. Zudem fließt die langjährige Erfahrung im Bereich der Kompressionstechnologie auch in die Entwicklung von Sport- und Fashion-Produkten mit ein. Der Grundstein für das international erfolgreiche Unternehmen wurde 1951 in Bayreuth gelegt. Heute liefert medi mit einem Netzwerk aus Distributoren sowie eigenen Niederlassungen in über 90 Länder der Welt. www.medi.de, www.item-m6.com, www.cepsports.com
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