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Weltflüchtlingstag 20. Juni / Geflüchtete mit Behinderung haben es besonders schwer – ComIn hilft erfolgreich bei der Integration

Knapp 70 Millionen Menschen sind auf der Flucht.
Das sind im Durchschnitt täglich 44.400 Menschen, die aufgrund von
Konflikten und Verfolgung fliehen müssen. Jedes Jahr am 20. Juni
würdigt das UN-Flüchtlingshilfswerk all diese Millionen Menschen, die
gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen. Besonders schwierig ist die
Situation für Menschen mit Behinderung. So wie beispielsweise für
Mohamad Jolo. Der blinde Musiker aus Rakka in Syrien kam 2015 mit der
Hilfe eines Freundes aus Aleppo nach Deutschland. Der Anfang war
voller Barrieren. Inzwischen ist er gut integriert. In München
unterstützt die gemeinnützige Hilfsorganisation Handicap
International (HI) im Rahmen des Projekts \“ComIn\“ Geflüchtete und
Migrant/-innen mit Behinderung durch Beratung und spezielle Kurse.

Mohamad Jolo, 34, ist seit seiner Kindheit blind. Die Flucht
gelang ihm nur, weil ihn ein Freund aus Aleppo begleitete. Von der
Türkei aus ging es mit dem Schlauchboot zuerst nach Griechenland,
dann nach Mazedonien und Serbien. 2018 konnte er seine Frau und
Kinder nachholen. Geflüchtete mit Behinderung oder chronischen
Erkrankungen brauchen oftmals spezielle Hilfe, um sich integrieren zu
können. Viele leiden an den Folgen von Verletzungen in Kriegs- und
Krisengebieten. \“Am Anfang war es sehr schwer. Inzwischen engagiere
ich mich in meiner neuen Heimat Köln sowie bei Handicap
International. Ich möchte auch anderen Menschen Mut machen\“, sagt
Mohamad Jolo.

Ziel: Selbstständigkeit – ComIn hilft bei Integration und
Partizipation

ComIn, ein Projekt von Handicap International, kümmert sich in
München um diese Menschen. Viele der Betroffenen kommen regelmäßig
und nehmen an verschiedenen Kursen teil oder werden beraten. Im
Idealfall werden sie so lange unterstützt, bis sie mobil und
selbstständig eigene Ziele in die Hand nehmen können. ComIn hilft mit
Rollstühlen, Blindenstöcken, Computer- und Deutschkursen, mit
Brailleschrift oder Excelkursen. Außerdem bietet ComIn Beratungen zu
behinderungsspezifischen Themen wie auch für die Betreuer/-innen und
Angehörigen an.

Projektleiterin Ricarda Wank:

\“Für Flüchtlinge mit Behinderung oder chronischer Erkrankung
stellt die Flucht in ein unbekanntes Land eine außergewöhnlich hohe
Belastung dar. Die Erwartungen und Hoffnungen auf Eingliederung und
Partizipation werden oft nur sehr langsam oder unzureichend erfüllt.
Beratung und Kurse helfen nicht nur ganz konkret, sondern schaffen
auch soziale Netzwerke, denn viele hier möchten richtig in
Deutschland ankommen und sich ein Leben aufbauen – wir versuchen
ihnen dabei zu helfen.\“

Interviewpartner:

Gerne organisieren wir für Sie Interviews mit Mohamad Jolo und
Ricarda Wank.

Pressekontakt:
Huberta von Roedern
Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mail: h.vonroedern@hi.org
Tel.: +49 89/54 76 06 34
Mobil: +49 151 73 02 32 06
www.handicap-international.de

Original-Content von: Handicap International, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 18. Juni 2019.

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