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WAZ: Theaterregisseur Roberto Ciulli: \“Der Mensch hat die Scham verloren\“

Theaterregisseur Roberto Ciulli, der das Mülheimer
Theater an der Ruhr leitet und am 1. April 85 Jahre alt wird, hat das
Vertrauen in die Menschheit verloren. \“Wohin geht es mit diesem Homo
sapiens?\“, fragt Ciulli im Interview mit der \“Westdeutschen
Allgemeinen Zeitung\“ (WAZ, Samstagsausgabe) und gibt selbst die
Antwort: \“Er treibt dem Ende seiner Spezies zu.\“ Gründe seien die
\“Masse von Hass, die aktuell unter den Menschen herrscht, die
Wohlstands-Schere durch die Gier der wenigen Reichen und das
unmenschliche Verhalten gegenüber der Migration.\“ In diesem
Zusammenhang beobachtet Ciulli, \“dass die Menschen heute einen
zentralen Wert verloren haben: Scham. Es muss wieder gelingen, dass
Menschen sich schämen.\“ Ciulli nannte als Beispiel, dass \“seit Jahren
im Mittelmeer Tausende von Menschen sterben. Heute denkt man, dieses
Problem zu lösen, indem man die Rettung dieser Menschen an die
Küstenwache Libyens delegiert hat, obwohl es von der Uno dokumentiert
und bewiesen ist, dass die libysche Küstenwache die Menschen
ertrinken lässt oder sie in Gefängnisse zurückbringt, wo sie wieder
versklavt und gefoltert werden.\“ Eines Tages, so Ciulli, würden die
europäischen Staaten sich für dieses Verhalten verantworten müssen.
\“Und es wird schwierig sein für uns Europäer zu behaupten: ,Ich habe
es nicht gewusst.\’\’\’\’\“

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 30. März 2019.

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Categories: Kunst & Kultur

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