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WAZ: Ja zum Fach Wirtschaft – Kommentar von Tobias Blasius zu Schwarz-Gelb in NRW

Ein neues Schulfach „Wirtschaft“ wirkt auf den
ersten Blick schwer vereinbar mit dem vielbeschworenen Ziel, die
Stundenpläne zu entrümpeln. Doch bei näherer Betrachtung scheint es
jede Mühe wert, im Zweifel lieber bei weniger lebensnahen
Unterrichtsstoffen Platz zu schaffen für eine ökonomische
Grundbildung.

Bislang zerfasert „Wirtschaft“ in Erdkunde, Sozialkunde oder
Politik. Ein eigenständiges Fach böte die Chance, frühzeitig in
betriebliche Zusammenhänge einzutauchen. Am besten im praxisnahen
Austausch mit Managern, die von Chance und Scheitern berichten
können. Ob von der Schulbank aus damit gleich Unternehmer-Biografien
kreiert werden, wie es sich künftigen Koalitionäre von CDU und FDP
für einen neuen nordrhein-westfälischen „Gründergeist“ wünschen, kann
man bezweifeln.

Die Rahmenbedingungen von Angebot, Nachfrage oder Geldkreisläufen
systematisch zu erlernen, macht jedoch in keinem Fall dümmer. Und sei
es nur aus der Verbraucher-Perspektive: Wer Handy-Verträge abschließt
oder Verbraucherkredite gegenzeichnet, sollte die Schule mit einer
grundlegenden ökonomischen Orientierung verlassen haben.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 31. Mai 2017.

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