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Warburg Bank geht stabil in die Zukunft

– Konsolidierungs- und Fokussierungsprozess erfolgreich
– Deutlicher Anstieg der Kapitalquoten
– Komfortable Erfüllung aller aufsichtsrechtlichen
Kapitalanforderungen
– Verwaltungsaufwand erheblich reduziert
– Assets under Management von EUR 39,3 Mrd. auf 62,2 Mrd.
gestiegen
– Ergebniszahlen durch MiFID II und Niedrigzinsumfeld belastet

Die Warburg Bank hat das Geschäftsjahr 2018 zufriedenstellend
abgeschlossen und den Jahresabschluss in der Hauptversammlung
festgestellt. In einem herausfordernden Marktumfeld ist es gelungen,
die Kapitalquoten deutlich zu verbessern und die Kosten erheblich zu
reduzieren. Alle Kapitalanforderungen erfüllt die Warburg Bank
komfortabel. Hierzu hat wesentlich der vor vier Jahren begonnene
Konsolidierungs- und Fokussierungsprozess beigetragen, der 2018
abgeschlossen wurde.

Joachim Olearius, Sprecher der Partner, betont: \“Mit unserem
Konsolidierungs- und Fokussierungsprozess haben wir die Stabilität
der Warburg Bank weiter gestärkt und ihr für die Zukunft gleichzeitig
eine hohe Flexibilität gegeben. Die Bedürfnisse unserer Kunden können
wir jetzt noch schneller, individueller und bei geringeren Kosten
erfüllen. Außerdem können sich unsere Kunden darauf verlassen, auch
weiterhin ein umfassendes Leistungsangebot von einer unabhängigen
Privatbank zu erhalten, die von einem privaten Gesellschafterkreis
geführt wird.\“

In den vergangenen Jahren hat die Warburg Bank
Unternehmenseinheiten im Ausland veräußert, mehrere
Tochtergesellschaften verschmolzen und interne Prozesse und Systeme
optimiert. 2018 stand die Integration der NORD/LB Asset Management AG
sowie eine noch stärkere Ausrichtung der Kerngeschäftsfelder auf die
Erfüllung von aktuellen und zukünftigen Kundenbedürfnissen im Fokus.

Die Integration der NORD/LB Asset Management AG ist bereits weit
vorangeschritten. Sie firmiert heute unter Warburg Invest AG und wird
schrittweise mit den Aktivitäten der Warburg Invest
Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH zusammengeführt.

2018 wurde unter Leitung des verantwortlichen Partners Dr. Peter
Rentrop-Schmid das Kerngeschäftsfeld Private Banking neu gegliedert.
Ziel war es, möglichst früh den zukünftigen Anforderungen einer
intensiven individuellen Betreuung gerecht zu werden. Hierzu wurde
die Beratung beispielsweise durch die Einrichtung des
Kompetenzzentrums \“Advisory Office\“ gestärkt. Es bündelt die
Expertise von Sektorspezialisten und erfahrenen Beratern aus den
Bereichen Private Banking und Asset Management. Im Bereich Corporate
Banking wurden im vergangenen Geschäftsjahr die Mitarbeiter an allen
Standorten unter einer Leitung in Hamburg zusammengefasst. Firmen-
und Schifffahrtskunden werden so kompetent vor Ort betreut. Im
Segment der Schiffsfinanzierung gelang es der Bank, sich gegen den
Branchentrend zu stellen und eine erfreuliche Anzahl an Transaktionen
mit Kunden umzusetzen. Größere Nachfrage besteht außerdem nach
Beratung und Strukturierung von Finanzierungen. Ein neu aufgelegter
Kreditfonds öffnet den Weg für professionelle Kunden, an dieser
Assetklasse zu partizipieren. Im Bereich des Bestandskreditgeschäftes
konnte ein erheblicher Teil des Schiffskreditportfolios zu guten
Konditionen verkauft werden.

Mit Wirkung zum 1. Dezember 2018 wurde Patrick Tessmann zum
Partner berufen. Er verantwortet das Investment Banking und bringt
mit seiner Expertise sowie seinen über Jahrzehnte gewonnenen
Kontakten insbesondere das Mittelstandsgeschäft der Bank voran. Fast
zeitgleich verstärkte sich die Bank im neuen Bereich Markets and
Institutional Banking, der das bisherige Sales und Trading sowie die
Betreuung institutioneller Kunden umfasst. Für die Leitung des
Bereichs konnte Henry Werkmeister gewonnen werden.

Viele in 2018 durchgeführte Verbesserungen im Bereich der IT
bereiten den Weg für die immer weiter fortschreitende Digitalisierung
der internen Prozesse und Kundenangebote. Zugleich wurde im
vergangenen Geschäftsjahr das digitale Angebot rund um die Digitale
Ver-mögensverwaltung Warburg Navigator sowie die Family-Office-App
OWNLY erweitert und mit Blick auf die Gewohnheiten der Nutzer
optimiert.

Geschäftsentwicklung

Zum Stichtag belief sich die Bilanzsumme des Konzerns M.M.Warburg
& CO Gruppe GmbH auf EUR 5,8 Mrd. nach EUR 7,4 Mrd. im Vorjahr. Die
Reduzierung ist in erster Linie auf die Entkonsolidierung der
M.M.Warburg & CO Hypothekenbank AG zurückzuführen. Die Bilanzsumme
der Warburg Bank hat sich von EUR 5,4 Mrd. auf EUR 5,5 Mrd.
geringfügig erhöht.

Die Gesamtkapitalquote aus Konzernsicht ist deutlich auf 16,6 %
angestiegen (Vorjahr: 13,1 %). Die Kernkapitalquote verbesserte sich
von 10,3 % auf 13,7 %. Auf Ebene der Warburg Bank verbesserte sich
die Kernkapitalquote sogar auf 14,0 % (Vorjahr: 12,7 %). Die
Entkon-solidierung der M.M.Warburg & CO Hypothekenbank AG spiegelt
sich auch in den Eigenmitteln inkl. Ergänzungskapital des Konzerns
wider: Sie reduzierten sich von EUR 469,3 Mio. im Vorjahr auf EUR
390,2 Mio. Alle aufsichtsrechtlich gebotenen Kapitalanforderungen
erfüllen die M.M.Warburg & CO Gruppe sowie die Warburg Bank
komfortabel.

Durch neu gewonnenes Kundenvolumen und die Übernahme der Warburg
Invest AG ist das Volumen der Assets under Management im Konzern von
EUR 39,3 Mrd. im Vorjahr auf EUR 62,2 Mrd. angestiegen. Das von der
Bank als Verwahrstelle treuhänderisch verwahrte Depotbankvolumen
wuchs von EUR 21,2 Mrd. im Vorjahr auf EUR 25,1 Mrd. an.

Die Erträge im Fixed-Income-Geschäft wurden nicht zuletzt durch
die Neuregelungen im Rahmen von MiFID II belastet. Infolgedessen
reduzierten sich die maßgeblich von den Bereichen Private Banking,
Corporate Finance sowie Sales und Trading erzielten Provisionen von
EUR 175,1 Mio. im Vorjahr auf EUR 121,4 Mio.

Der Zinsüberschuss ging aufgrund des anhaltenden
Niedrigzinsumfeldes zurück: Er belief sich auf EUR 45,2 Mio.
(Vorjahr: EUR 49,2 Mio.). Aufgrund des schwierigen Marktumfelds
gerade zum Jahresende reduzierte sich das Handelsergebnis von EUR
10,5 Mio. im Vorjahr auf EUR 3,9 Mio.

Der Verwaltungsaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr mit 25 Prozent
erheblich zurückgegangen. Er sank von EUR 229,8 Mio. auf EUR 173,3
Mio. Hierzu beigetragen haben die Entkonsolidierungen der bereits im
vorangegangenen Jahr veräußerten Auslandsgesellschaften, geringere
Personalkosten sowie ein Rückgang weiterer Verwaltungsaufwendungen –
einschließlich der Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und
Sachanlagen. Gestiegen sind dagegen die Kosten für die Risikovorsorge
von EUR 3,0 Mio. auf EUR 14,5 Mio. – verursacht insbesondere durch
das Schiffskreditgeschäft.

Die insgesamt geringeren Kosten konnten die rückläufigen Erträge
und belastenden Faktoren aber nur unzureichend kompensieren: Im
Konzern entstand ein Ergebnis von EUR -14,6 Mio., nachdem im Vorjahr
ein Ergebnis von EUR 10,0 Mio. erreicht wurde. Das Ergebnis der
Warburg Bank fiel von EUR 27,0 Mio. im Vorjahr auf EUR 7,1 Mio.
zurück.

Operationelles Risiko

In verschiedenen Medien werden weiterhin haltlose Mutmaßungen und
Spekulationen über die Beteiligung von M.M.Warburg & CO an
missbräuchlichen Wertpapiergeschäften um den Dividendenstichtag (sog.
Cum-Ex-Geschäfte) veröffentlicht. Das Bankhaus hat jedoch in keinem
Fall – weder direkt noch indirekt – an einer mehrfachen Erstattung
von Kapitalertragssteuern kollusiv mitgewirkt. Dies belegen Gutachten
von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Anwaltskanzleien. Daher
weist die Warburg Bank die erhobenen Vorwürfe weiter entschieden
zurück.

Tatsächlich hat M.M.Warburg & CO rechtlich zulässige
Aktiengeschäfte vorgenommen, die die Nachteile ausländischer
Aktieninhaber infolge der vom EuGH für europarechtswidrig erkannten
Dividendenbesteuerung in Deutschland zumindest teilweise ausgleichen
sollten. Dabei hat M.M.Warburg & CO stets alle rechtlichen Pflichten
eingehalten. Sollte die inländische Depotbank des Aktienverkäufers
trotz ihrer Verpflichtung dazu die erhaltene Kapitalertragssteuer
nicht abgeführt haben, hätte sie pflichtwidrig gehandelt. Da dies für
M.M.Warburg & CO nicht zu erkennen war, hat die Warburg Bank im
Dezember 2018 Klage gegen die Depotbank erhoben.

Obwohl die in diesem Zusammenhang von den Finanzbehörden erhobenen
Steuerforderungen als nicht gerechtfertigt angesehen werden, wurde
2017 eine Rückstellung gebildet, die etwaige finanzielle Risiken
vollständig abdeckt. In jedem Fall stehen die Gesellschafter voll
hinter der Bank.

Ausblick

Auch das Geschäftsjahr 2019 wird für die deutsche Kreditwirtschaft
ein herausforderndes Jahr. Die politischen Ereignisse weltweit bergen
zahlreiche Unsicherheiten und bremsen einen Aufwärtstrend. Der
weltweite Wirtschaftsmotor ist jüngst ins Stottern geraten.
Insbesondere politische Faktoren wie drohende Handelskriege oder die
Möglichkeit eines ungeordneten EU-Austritts Großbritanniens
verunsichern die Märkte. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat
seine Prognose für das Wachstum der weltweiten Wirtschaftsleistung
auf 3,5 % gesenkt. Für Deutschland erwarten die Ökonomen nur circa
ein Prozent Wachstum. Eine Veränderung der Leitzinsen im europäischen
Wirtschaftsraum ist nicht abzusehen, so dass sich Banken und Anleger
weiterhin auf minimale Zinserträge einstellen müssen.

Joachim Olearius: \“Die verschärften Wettbewerbsbedingungen, das
überregulierte Geschäftsumfeld oder die fortschreitende Technisierung
des Bankgeschäfts werden unseren Arbeitsalltag auch in den kommenden
zwölf Monaten prägen. Gesellschaft und Politik stecken mitten im
Wandel. Diese Situation erfordert eine besondere Anpassungsfähigkeit,
zugleich aber auch Stabilität und Unabhängigkeit. Wir haben bewiesen,
dass wir diese Eigenschaften haben.\“

Zahlenübersicht Geschäftsjahre 2018 und 2017

Warburg Konzern 2018 2017
Konzernergebnis -14,6 Mio. EUR 10,0 Mio. EUR
Zinsüberschuss 45,2 Mio. EUR 49,2 Mio. EUR
Provisionsüberschuss 121,4 Mio. EUR 175,1 Mio. EUR
Eigenmittel 390,2 Mio. EUR 469,3 Mio. EUR
Bilanzsumme 5,8 Mrd. EUR 7,4 Mrd. EUR
Assets under Management 62,2 Mrd. EUR 39,3 Mrd. EUR
Cost Income Ratio 101,6% 97,9%

Pressekontakt:
Martin Wehrle, Leiter Kommunikation
Tel.: +49 40 3282-2235

Thies Jonas, Referent Kommunikation
Tel.: +49 40 3282-2165

E-Mail: presse@mmwarburg.com

Original-Content von: M.M.Warburg & CO (AG & Co.) Kommanditgesellschaft auf Aktien, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 24. April 2019.

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Categories: Finanzen, Vermischtes

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