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Wahlaufruf der deutschen Genossenschaftsbanken zur Europawahl

Am kommenden Sonntag sind die Bürger Europas erneut
zur Europawahl aufgerufen. Es geht um viel: Ohne die Leistung der
europäischen Einigung, ohne den Binnenmarkt mit seinen vier
Freiheiten von Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital wäre
Europa im wahrsten Sinne des Wortes ärmer.

Nach Schätzungen der Europäischen Kommission liegen die
Pro-Kopf-Einkommen der Bevölkerung durch den gemeinsamen Markt rund
8,5 Prozent höher. Der europäische Binnenmarkt hat in den vergangenen
zwei Jahrzehnten europaweit 2,77 Millionen Arbeitsplätze geschaffen
und Umsätze von zusätzlich 233 Milliarden Euro pro Jahr im Handel
gesichert. Der Euro als Gemeinschaftswährung in momentan 19
Mitgliedsstaaten erleichtert das Wirtschaften in der Europäischen
Union (EU). Denn er bringt die für den Handel nötige Stabilität der
Preise und Wechselkurse.

Noch immer weiß eine große Mehrheit der Europäer die Leistung der
europäischen Integration daher zu schätzen. Umso wichtiger ist es,
dass sich alle Unterstützer der europäischen Einigung auch an den
Europawahlen beteiligen. Das Erstarken von europafeindlichen Kräften
innerhalb des Europäischen Parlamentes würde die Errungenschaften der
EU und am Ende ihre Existenz insgesamt in Frage stellen.

Europäische Politik ist genauso wie die Politik im nationalen
Rahmen nie ohne Schwächen. Europa muss es in den nächsten Jahren noch
besser als bisher gelingen, sich auf die wesentlichen Bedürfnisse der
Bürger zu konzentrieren und dabei die Umsetzungskraft deutlich zu
erhöhen. Immer wieder muss es darum gehen, angemessene und
verhältnismäßige Lösungen zu finden. Diese liegen nicht immer in
einem Mehr an Zentralität, sondern müssen stets auch die Vielfalt der
Wirtschaftssysteme der EU-Mitgliedsstaaten berücksichtigen.

Auch nationale Besonderheiten und regionale Identitätsmerkmale
dürfen von den EU-Institutionen in Brüssel nicht vergessen werden,
denn genau sie zeichnen Europa aus. Nicht umsonst heißt das
offizielle Motto der EU \“In Vielfalt geeint\“. Denn die EU ist
vielfältig, dezentral und subsidiär – genau wie die deutschen
Genossenschaftsbanken. Europa bleibt in einem ständigen
Reformprozess, in seiner Grundanlage bleibt es ohne Alternative.

Mit der Europawahl haben die Bürgerinnen und Bürger Europas die
Chance, die EU-Politik der nächsten fünf Jahre mitzugestalten. Genau
wie bei den Genossenschaftsbanken heißt es dabei \“Ein Wähler – Eine
Stimme\“. 2019 ist daher kein \“Schicksalsjahr\“ – es ist eine Chance,
das Schicksal an der Wahlurne in die eigene Hand zu nehmen!

Pressekontakt:
Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR)
Pressesprecherin Melanie Schmergal, Telefon: (030) 20 21-13 00,
presse@bvr.de, www.bvr.de

Original-Content von: BVR Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 24. Mai 2019.

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