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Von 5G bis Verbraucher- und Klimaschutz: Die Top 5 Trends für Unternehmen im Jahr 2020

Trend 1: 5G als Schlüsselfaktor in der Fertigungsindustrie

Die Versteigerung der 5G-Lizenzen war eines der großen Themen 2019. 2020 dreht sich alles um die Umsetzung der neuen Technologie. In den Innenstädten und auf Messen werden erste flächendeckende 5G-Netze entstehen. „Davon profitieren zunächst große Produktions- und Fertigungsbetriebe, die mittelfristig auf vollständig maschinelle Fertigung umsteigen“, so Sören Karnstädt von Iskander Business Partner. „Vor allem in der Fertigung, aber auch in der Kommunikation zwischen Autopiloten werden die geringen Latenzzeiten von 5G benötigt und daher ein Schlüsselelement sein. Für den Privatkunden wird dies ohne passendes Gerät aber kaum eine Änderung bedeuten.“

Trend 2: Apple Pay wird mobiles Zahlungsmittel Nr.1

2020 wird das Durchbruchsjahr für Apple Pay. „Apple Pay wird sich 2020 als mobiler Zahlungsdienst Nummer eins etablieren. Das Bezahlen mit dem Smartphone wird selbstverständlich“, erklärt Berater und Zukunftsforscher Dr. Reinhold Rapp. Im letzten Halbjahr 2019 hat Apple die Anzahl der Pay-Länder auf 47 verdoppelt und ist erstmalig in der gesamten EU vertreten. Im Stammland USA hat der Dienst mit 30 Millionen Nutzern schon die Hälfte des Marktes erreicht. Es wird erwartet, dass das Transaktionsvolumen in diesem Markt die 100 Milliarden-Dollar Grenze überschreiten wird. „Alle diese Faktoren werden 2020 mit Zeitverzug auch in Europa einsetzen. Hier wird sich die Zahl der Transaktionen mindestens verdreifachen.“

Trend 3: Klimaschutz als Treiber für Produkt und Service Innovationen

Wer innovativ ist, setzt sich im Wettbewerb durch – das ist nichts Neues. Wer dabei allerdings nur die Effizienz im Blick hat, gerät gegenüber anderen Unternehmen ins Hintertreffen. „Produkt und Service Innovationen sind besonders erfolgreich, wenn neben der Gewinnmaximierung auch ein gesellschaftlich erstrebenswertes Handlungsmotiv damit in Verbindung steht. Bewerber und auch Kunden fühlen sich zu Unternehmen hingezogen, die ‚sinnvoll‘ arbeiten“, erklärt Berater Carsten Schüerhoff. Ein Thema, das in diesem Zusammenhang 2020 zu einem Mindshift führen wird, ist der Klimaschutz. Greta Thunberg, Fridays for Future und Millionen Demonstranten weltweit zeigen: Der Klimaschutz ist ein Thema, das sich weltweit durchsetzt und nicht mehr verschwindet. Nur Unternehmen, die sich diesen Wandel zu Eigen machen, haben eine Chance, bei der neuen Generation zu bestehen. „Wichtig: Echter Klimaschutz sollte tief in der Unternehmenskultur verwurzelt werden und keine ‚Aktion‘ sein. Daher ist jetzt der Moment, in dem nachhaltige Konzepte für ‚Climate positive‘ Leadership entwickelt und umgesetzt werden sollten“, so Schüerhoff weiter.

Trend 4: Servitization und KI boosten das CRM

Im CRM-Bereich eröffnen KI und Servitization 2020 neue Möglichkeiten. Ein gutes Produkt allein reicht längst nicht mehr aus, um Umsätze zu erzielen. Der langfristige Aufbau von Kundenbeziehungen ist mindestens genauso wichtig. „Vor allem der Einsatz Künstlicher Intelligenz im CRM wird sich daher vom ‚Nice-to-have‘ zum ‚Must-have‘ entwickeln. Denn die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: Bots, datengetriebene Empfehlungen oder als natürlich empfundene Interaktionen mit Software – all das sind wichtige Tools, um die Prozesse kundenorientierter zu gestalten“, so Michael Strelow, Berater bei Iskander Business Partner. Für produzierende Unternehmen wird zudem „Servitization“ ein entscheidender Erfolgsfaktor – also das Anbieten von ergänzenden Services zu Produkten. Es ist absehbar, dass Hersteller einen großen Teil ihres Umsatzes durch zusätzliche Dienstleistungen, z.B. in Form von Schulungen, generieren werden. „Insbesondere Produzenten von Sachgütern müssen daher ihre bestehenden Geschäftsmodelle überdenken und erweitern“, so Strelow weiter.

Trend 5: Umdenken in abogetriebenen Branchen

Für Unternehmen, die auf abogetriebene Geschäftsmodelle setzen, etwa Fitnessstudios, Telekommunikationsanbieter oder Streamingdienste, bringt das Jahr 2020 besondere Herausforderungen, aber auch Chancen. Grund sind die bevorstehenden Änderungen des Verbraucherschutzes. Die EU plant, die gängige Praxis zu kippen, dass sich Laufzeit Verträge bei Nichtkündigung automatisch um 12 Monate verlängern. Sogenannte „Schläferkunden“, also Kunden, die die Kündigungsfrist verstreichen lassen und automatisch in die Verlängerung laufen, sind nun nach Vertragsende nicht mehr langfristig gebunden. Sie können jederzeit zum Wettbewerber wechseln. „Unternehmen, denen es gelingt, eine exzellente Customer Experience zu erzeugen und Kunden emotional zu binden, können sich hier Wettbewerbsvorteile sichern“, so Nora Dohm, Beraterin bei Iskander Business Partner. „Geschäftsführung, Vertrieb und Marketeers sollten unbedingt prüfen, inwieweit ihre Abteilung und der Kundenkontakt neu aufgestellt werden müssen, damit eine emotionale Markenbindung entstehen kann.“

Herausforderung: Innovation und Digitalisierung trotz Sparkurs

Wenn es an die Umsetzung der Trends geht, sieht der Gründer und Geschäftsführer von Iskander Business Partner, Armin Iskander, die größte Herausforderung im Konflikt zwischen Sparmaßnahmen und Investitionsbedarf. „Der drohende Brexit, Handelsstreitigkeiten und eine abflauende Konjunktur sorgen für Unsicherheiten. Das führt dazu, dass Betriebe auf der einen Seite strikt sparen, auf der anderen Seite massiv investieren müssen, um mit den Trends mitzuhalten. Hier die Balance zu finden, ist sicher eine der Kernherausforderungen für 2020“, so sein Resümee. Unternehmen sollten sich daher auf die wichtigsten Trends fokussieren und entsprechende Maßnahmen für das Geschäftsjahr 2020 angehen. So können sie sich 2020 einen Wettbewerbsvorteil sichern.

Posted by on 4. Dezember 2019.

Categories: Vermischtes

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