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Vier Master-Absolventen berichten freimütig über ihre Erfahrungen im Studium – Fragen und Antworten zu abgeschlossenem Studium und Berufseinstieg

 

MANNHEIM. Seit zwei Jahren können an der Hochschule der Wirtschaft für Management (HdWM) diverse Master-Studiengänge belegt werden. Nach Abschluss ihres Studiums berichten die vier Master-Studenten Julian Rupp, Martin Franke, Julian Hochscheid und Marco Yurtseven über ihre Erfahrungen aus dem Studium und dem Einstieg ins Berufsleben. Wir stellten den vier Absolventen einige relevanten Fragen, die sie uns recht freimütig beantworteten. Beginnen wollen wir mit Julian Rupp.

Worüber haben Sie Ihre Masterarbeit geschrieben?
Meine Masterarbeit trägt den Titel: \“Der Einfluss des Bildungsgrads auf die Motivationsfaktoren der Generation Y in der Arbeitswelt\“. Ziel der Arbeit war es zu untersuchen, ob innerhalb der Generation Y, die in der Literatur als sehr homogene Gruppe beschrieben wird, der Bildungsgrad einen Einfluss auf die Motivationsfaktoren dieser Generation nimmt. Also ob beispielsweise Menschen mit geringerem Bildungsgrad im Berufsleben anders motiviert werden müssen, als Menschen mit höherem Bildungsgrad. Für die Untersuchung wurden die Teilenehmer der quantitativen Befragung in drei Bildungsgruppen untergliedert und die Einordnung der Motivationsfaktoren verglichen.

War die Masterarbeit bei Ihrem zukünftigen Arbeitgeber oder sogar bei einem Partnerunternehmen?
Nein, das Thema konnte ich frei wählen.

Hat Ihnen die Masterarbeit beim Einstieg bei Ihrem Arbeitgeber geholfen?
Nicht direkt, jedoch ist das Thema Generation Y und deren Motivationsfaktoren bei den Unternehmen sehr aktuell, da die Generation Y momentan verstärkt in das Berufsleben eintritt und die Unternehmen sich mit dieser Generation auseinandersetzen müssen.

Hatten Sie das Gefühl, dass der Master Business Management Ihnen bei der Bewerbung oder in Vorstellungsgesprächen einen Vorteil gegeben hat? Wie war das Feedback von Unternehmen?
Durch den inhaltlichen Aufbau um das St. Gallener Management Modell konnte ich immer einen schnellen Gesprächseinstieg im Vorstellungsgespräch finden. Ich empfand diese Inhalte als Alleinstellungsmerkmal, das bei den Unternehmen, bei denen ich mich vorgestellt habe, gut angekommen ist.

Fühlen Sie sich auf den Karriereeinstieg durch das Studium gut vorbereitet?
Durch meine gewählte Vertiefung international HR Management habe ich gute Kenntnisse im Bereich der Personalarbeit und bin so gut auf die Stelle im Recruiting vorbereitet. Aber auch für Aufgaben in anderen Bereichen fühle mich mich gut vorbereitet, da der Master beispielsweise durch das integrierte Managementsystem nach Malik sehr ganzheitlich aufgebaut ist und die relevanten Themen gut abgedeckt sind. Die zu wählenden Vertiefungen bieten die Möglichkeit sich auf gewünschte Bereiche noch expliziter vorzubereiten.

In welchem Unternehmen werden Sie jetzt einsteigen? Wie lautet Ihre Stellenbezeichnung und was werden Ihre Aufgaben sein?
Ich bin bei Ashfield am 1. April eingestiegen, als Recruitment Specialist. Zu meinen Aufgaben zählen die Recruitierung und Vermittlung von passenden Spezialisten aus den verschiedensten Bereichen (vorwiegend jedoch Vertrieb) an Kunden aus der Pharma- und Healthcare-Branche. Zusätzlich werden auch (falls vom Kunden gewünscht) Assessment-Center beim Kunden vor Ort begleitet. Für den Kunden bin ich der erste Ansprechpartner für alle Fragen rund um den Recruiting-Prozess.

Was hat Ihnen rückblickend am besten am Master-Studium gefallen, was glauben Sie macht den Studiengang besonders?
Die kleinen Gruppen von maximal 25 Studenten, der persönliche Kontakt und die Betreuung durch die Dozenten bieten eine hervorragendes Lernumfeld. Die inhaltliche Ausrichtung mit dem St. Gallener Managementmodell als roten Faden wirkt in sich sehr geschlossen und lässt sich gut auf die Praxis übertragen. Auch die vielseitigen Vorlesungsformen, die nicht nur aus Frontalunterricht bestehen haben mir gut gefallen. Die Dozenten, die alle Erfahrungen in der Wirtschaft haben können die Lerninhalte mit Beispielen aus der Praxis anschaulich und gut verständlich vermitteln.

Unsere Fragen an Martin Franke

Worüber haben Sie Ihre Masterarbeit geschrieben?
Meine Masterthesis mit dem Titel „Analyse und Optimierung der Auftragsabwicklung hinsichtlich des Lean-Management-Ansatzes am Beispiel eines mittelständischen Automationsanlagenherstellers“ wurde in Zusammenarbeit mit der FIBRO LÄPPLE TECHNOLOGY GmbH verfasst. Durch den zunehmenden Anstieg an Anfragen für kundenspezifische Sonderlösungen sind produzierende Unternehmen aufgefordert, ihre Priorisierung bezüglich der zu erreichenden Ziele zu verändern. Um diesen neuen Kundenanforderungen gerecht zu werden, wird auch bei mittelständischen Automationsanlagenherstellern eine effiziente Auftragsabwicklung benötigt. Die qualitative Studie, die mithilfe von sieben teilstrukturierten Experteninterviews durchgeführt wurde, hat als Erkenntnis hervorgebracht, dass der Lean-Management-Ansatz in der Auftragsabwicklung eines mittelständischen Automationsanlagenherstellers angewandt werden kann. Sofern die notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden, können durch die Anwendung passender methodischer Ansätze Erfolge und Optimierungen im Sinne des Lean Managements geschaffen werden.

War die Masterarbeit bei Ihrem zukünftigen Arbeitgeber oder sogar bei einem Partnerunternehmen?
Nein, denn wie bereits bei der ersten Frage erläutert, wurde die Masterthesis in Kooperation mit der FIBRO LÄPPLE TECHNOLOGY GmbH geschrieben. Nichtsdestotrotz ist mein Karriereeinstieg bei dem Partnerunternehmen AUTKOM Holding GmbH.

Hat Ihnen die Masterarbeit beim Einstieg bei Ihrem Arbeitgeber geholfen?
Die Masterarbeit hatte aus zweierlei Gründen eine außerordentlich positive Auswirkung auf meinen erfolgreichen Karriereeinstieg bei meinem neuen Arbeitgeber, namentlich der AUTKOM Holding GmbH. Einerseits hat mich meine immense Auseinandersetzung mit der umfangreichen Lean-Management-Thematik und der Bezugnahme zum Mittelstand im Sinne dieser Philosophie geprägt, wodurch ich bei dem genannten mittelständischen Unternehmen das Interesse an meiner Person wecken konnte. Ich besitze von vorneherein sowohl das notwendige Wissen als auch das erforderliche Bestreben, um komplexe Prozessabläufe und Organisationen kundenorientiert, effektiv und effizient, kurzgesagt lean, zu gestalten. Andererseits war der Umstand ausschlaggebend, dass ich keine theoretische Arbeit, sondern eine Praxisarbeit bei einem mittelständischen Automationsanlagenhersteller geschrieben habe. Hierdurch habe ich mithilfe meiner erarbeiteten Ergebnisse einen wertvollen Beitrag für ein reales Unternehmen leisten können, welches in teilweise denselben Branchen wie mein jetziger Arbeitgeber operiert. Trotz Einhaltung der Verschwiegenheitspflicht gegenüber der FIBRO LÄPPLE TECHNOLOGY GmbH bin ich daher in der Lage, aus meinen gewonnenen Erkenntnissen zu lernen und bei meinem neuen Arbeitgeber die Weichen in die richtige Richtung zu stellen.

Hatten Sie das Gefühl, dass der Master Business Management Ihnen bei der Bewerbung oder in Vorstellungsgesprächen einen Vorteil gegeben hat? Wie war das Feedback von Unternehmen?
Ich bin der festen Überzeugung, dass mein Masterstudium in Business Management sowohl bei meiner Bewerbung, bei meinem daraufhin folgenden Vorstellungsgespräch als auch bei meinen Probetagen eine außerordentlich positive Auswirkung hatte. In Bezug auf meinen Master of Arts war seitens der AUTKOM Holding GmbH die Rückmeldung, dass das Unternehmen meine umfassenden Kenntnisse im Bereich der wirksamen Führung von Personen und Organisationen, mein systemisches Denken sowie mein Verständnis von komplexen Sachverhalten erkennen konnte und diese sehr wertzuschätzen wusste.

Fühlen Sie sich auf den Karriereeinstieg durch das Studium gut vorbereitet?
Ich fühle mich durch mein erfolgreich abgeschlossenes Masterstudium sehr gut auf den Karriereeinstieg vorbereitet. Dies liegt darin begründet, dass der Masterstudiengang meine international ausgerichteten betriebswirtschaftlichen Vorkenntnisse aus meinem Bachelorstudiengang in Management in International Business um unter anderem die Kerngedanken der Kybernetik, den eng mit ihr zusammenhängenden Systemwissenschaften und dem wirksamen Führen von Personen und komplexen Organisationen erweitert hat.

In welchem Unternehmen werden Sie jetzt einsteigen? Wie lautet Ihre Stellenbezeichnung und was werden Ihre Aufgaben sein?
Ich werde zukünftig bei dem Partnerunternehmen AUTKOM Holding GmbH als Sales Manager Automatisierungstechnik / Informationstechnologie mit zunehmendem Aufgabenbereich „Assistenz der Geschäftsleitung“ tätig sein. Zu meinen fachlichen Aufgaben zählen unter anderem das Besuchen von Messen und Partnerveranstaltungen, die Akquisition von Neukunden sowie die intensive Betreuung von Bestandskunden. Darüber hinaus bin ich mitverantwortlich für die Bewertung der Anfragen bezüglich der Realisierungswahrscheinlichkeit, der Terminsituation und der technischen Machbarkeit in Abstimmung mit den Projektingenieuren und der Geschäftsleitung. Weiterhin gehören ebenfalls die Ausarbeitung und erfolgreiche Umsetzung von Vertriebs- und Marketingstrategien sowie die Planung und Durchführung von Vertriebskampagnen zu meinem Verantwortungsbereich. Die Leitung und Durchführung interner Projekte sowie übergreifende organisatorische Tätigkeiten, wie die Entwicklung und Umsetzung von Unternehmensstrategien, vollenden mein Stellenprofil.

Was hat Ihnen rückblickend am besten am Master-Studium gefallen, was glauben Sie macht den Studiengang besonders?
Meiner Ansicht nach besticht das Masterstudium rückblickend durch die konsequente Verbindung theoretischer Inhalte mit realen, komplexen Fallbeispielen. Dieser Umstand macht diesen konsekutiven Studiengang besonders attraktiv, denn aufgrund dieser interaktiven und zugleich praxisnahen Vorlesungsgestaltung werden sowohl Vorkenntnisse als auch neu erlernte theoretische Ansätze optimal in einen wirklichkeitsgetreuen Kontext gebracht. Dies hat zur Folge, dass die Studenten aus Informationen, sprich den Kenntnissen über verschiedene Sachverhalte, tatsächliches Wissen generieren können, welches Sie zum Treffen fundierter und problemlösender Entscheidungen befähigt.

Julian Hochscheid mit seinen Antworten

Worüber haben Sie Ihre Masterarbeit geschrieben?
Mein Thema lautete: Digitalisierung und Omnichannel in der Finanzdienstleistung. Untertitel: Entwicklung einer Strategie zur motivierenden Vertriebsvergütung im Finanzsektor. Ziel war es herauszufinden, wie sich der Finanzvertrieb durch Digitalisierung und verändertes Kundenverhalten gewandelt hat und wie hierzu die Vergütungsstruktur angepasst werden muss.

War die Masterarbeit bei Ihrem zukünftigen Arbeitgeber oder sogar bei einem Partnerunternehmen?
Die Masterarbeit war in Kooperation mit der ConVista Consulting AG abgesprochen.

Hat Ihnen die Masterarbeit beim Einstieg bei Ihrem Arbeitgeber geholfen?
Ja, war Thema im Bewerbungsgespräch. Besonders positiv ist aufgefallen, dass die Arbeit sehr praxisnah war und konkrete Empfehlungen ausgesprochen worden könnten.

Hatten Sie das Gefühl, dass der Master Business Management Ihnen bei der Bewerbung oder in Vorstellungsgesprächen einen Vorteil gegeben hat? Wie war das Feedback von Unternehmen?
Besonders in Branchen und Positionen bei denen man viel im Austausch mit Kunden und Kollegen zu tun hat zeigt sich die Stärke des Masters.

Fühlen Sie sich auf den Karriereeinstieg durch das Studium gut vorbereitet? In welchem Unternehmen werden Sie jetzt einsteigen?
Ich fühle mich prima vorbereitet und werde bei KPMG AG einen interessanten Job erhalten.

Wie lautet Ihre Stellenbezeichnung und was werden Ihre Aufgaben sein?
Die Aufgabe lautet: Junior Consultant im Bereich Finacial Services. Die genaue Tätigkeit ist die Beratung von Banken im Bereich Marktrisikocontrolling als Schnittstelle zwischen Fachabteilung und IT Abteilung. Aufgabe wird sein die Auswirkungen regulatorischer Anforderungen fachlich zu bewerten um dann seitens der IT Architektur Verbesserungen zu implementieren.

Was hat Ihnen rückblickend am besten am Master-Studium gefallen, was glauben Sie macht den Studiengang besonders?
Praxisbezug durch cases, enge Betreuung durch Dozenten bei der Thesis, Netzwerk der hdwm, Wachstum der hdwm und Vielseitigkeit der Studiengänge

Hier die Fragen an Marco Yurtseven

Worüber haben Sie Ihre Masterarbeit geschrieben?
Meine Masterthesis widmete sich dem Thema „Welche Chancen und Risiken entstehen durch die digitale Transformation anhand von SAP Leonardo?“. Der Schwerpunkt dieser Thesis lag vor allem in der Konzipierung neuer Strategien von Unternehmen, dessen Anforderungen und Probleme sich aus der schriftlichen Befragung ergeben haben. So soll beispielsweise dargestellt werden, mit welchen Methoden und technologischen Voraussetzungen Unternehmen in neue Geschäftsfelder eindringen können, die als Folge der Digitalisierung 4.0 entstanden sind. Um die Strategien zu verdeutlichen, wurden praxisnahe Beispielen gegeben. So wurde nach Unternehmen recherchiert, die bereits SAP Leonardo im Einsatz haben und bereits erste Erfolge dadurch erzielen konnten.

War die Masterarbeit bei Ihrem zukünftigen Arbeitgeber oder sogar bei einem Partnerunternehmen?
Die Masterarbeit habe ich in Zusammenarbeit mit der SAP SE geschrieben. Mein direkter Betreuer war \“Giuseppe Carboni“ – Industry Demand Manager.

Hat Ihnen die Masterarbeit beim Einstieg bei Ihrem Arbeitgeber geholfen?
Sowohl das Studium, wie auch die Thematik der Masterthesis, haben mir beim Einstieg in den neuen Job als Prozessberater bei der SAP geholfen. So konnte ich mir dank des IT-Schwerpunkts im Masterstudium technologische Fachkenntnisse aneignen. Neben der theoretischen Fachkompetenz, nehme ich vor allem auch die zahlreichen Diskussionen über disruptive Technologien und digitale Geschäftsmodelle mit. Genauso prägend bleiben Themen wie Data Science und Prozessmanagement, von denen ich in meiner neuen Tätigkeit profitieren kann.

In welchem Unternehmen werden Sie jetzt einsteigen? Wie lautet Ihre Stellenbezeichnung und was werden Ihre Aufgaben sein?
Mein erster Job wird bei SAP Deutschland SE & Co.KG sein. Meine genaue Stellenbezeichnung bei der SAP Deutschland SE & Co.KG lautet: „Business Processes Associate Consultant“. Als Prozessberater ist es meine Aufgabe den Kunden zu erklären, wie Produkte im Fine-Tuning konfiguriert werden müssen, um aus einem Standardprodukt, ein auf die individuellen Bedürfnisse des Kunden angepasstes Produkt zu erstellen. Des Weiteren sind Prozessberater der SAP für die Wissensvermittlung zuständig, sodass der Kunde den Gebrauch unserer Software erlernt. Idealerweise soll zum go-live eines Produktes der Kunde alles über die neue Softwarelösung wissen und keine offenen Fragen mehr haben. Wenn doch, helfen wir dem Kunden gerne weiter.

Was hat Ihnen rückblickend am besten am Master-Studium gefallen, was glauben Sie macht den Studiengang besonders?
Rückblickend möchte ich noch hinzufügen, dass der praxisnahe Bezug unserer Hochschule, dem Lehrauftrag einen großen Zusatznutzen bietet. Unsere Dozenten haben nicht nur einen Lehrauftrag gegenüber uns Studenten, sondern gehen noch größtenteils weiteren Berufen in der Wirtschaft nach. So konnten wir an praxisnahen Beispielen lernen und bestehende Herausforderungen durch zahlreiche Diskussionen und Anregungen lösen. Des Weiteren hat mir die Zusammensetzung der Studiengänge gefallen. Durch die eher klein gehaltenen Kurse, entsteht ein direkter Dialog zwischen Student und Dozent. Bei Fragen, konnte man sich somit ohne Probleme an den Dozenten wenden, der sich die Zeit genommen hat, wichtige Informationen detaillierter zu durchsprechen. Abschließend bleibt zu erwähnen, dass der Masterstudiengang ideal für Berufstätige ist, da großen Wert darauf gelegt wird, dass die Studenten neben dem Studium weiterhin arbeiten und sich somit um Ihre Zeit nach dem Studium kümmern können.

Posted by on 30. Mai 2018.

Tags:

Categories: Bilder, Bildung & Beruf

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