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Verbandsumfrage 2021: Der Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft e.V. mit klaren Wünschen und Forderungen

Das vergangene Jahr war für viele Vereine und Verbände ausgesprochen schwierig und belastend, die Wünsche sind entsprechend groß und vielfältig.

Was wünscht sich der Verein 2021 am meisten?

„Wir wünschen uns, dass Afrika bei der Beschaffung von Impfstoffen und der Verabreichung dieser an die Menschen nicht vergessen wird. Schließlich würden wir uns freuen, wenn Afrika auch mit einer neuen Bundesregierung weiter im Fokus der deutschen Politik bleibt und diese verstärkt auf die Stärkung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit setzt.“

Die Corona-Pandemie beeinträchtigt alle Bereiche unserer Gesellschaft – auch Vereine und Verbände sind gefordert, sich auf die neuen Bedingungen einzustellen.

Welche Auswirkungen hatte die Corona-Pandemie auf das Verbandsleben?

„Mit dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie im März 2020 mussten wir unsere größte Veranstaltung, das Deutsch-Afrikanische Energieforum zwar absagen, konnten unser umfangreiches Veranstaltungsangebot aber kurzfristig der neuen Lage anpassen. Ab April 2020 fanden so alle Veranstaltungen digital statt. Insgesamt konnten wir 82 Veranstaltungen im zurückliegenden Jahr durchführen. Diese wurden von mehr als 3.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern besucht. Zum digitalen Veranstaltungsangebot gehörten branchen- und länderspezifische Foren, kleinere Formate wie Arbeitskreise zum Thema Gesundheit und erstmals auch digitale „Delegationsreisen“ nach Afrika.“

Die Politik hat entscheidenden Einfluss auf Verbände und Vereine. Umso wichtiger ist es, dass Politiker die Forderungen und Meinungen wahrnehmen und darauf eingehen.

Welche Forderungen hat der Verband an die Politik?

„Der Afrika-Verein fordert, dass das geplante Lieferkettengesetz nicht dazu führt, dass sich deutsche Unternehmen aus herausfordernden Märkten in Afrika zurückziehen. Selbst kleine und mittelständische Unternehmen einer umfassenden Haftungspflicht für Investitionen in Afrika auszusetzen, ist in der aktuellen Situation kontraproduktiv. Zweitens fordern wir, dass sich die deutsche Politik von der Konzentration auf die reine Entwicklungspolitik verabschiedet und Afrika viel mehr als bisher als Handelspartner ansieht. Dafür sollte die Etablierung der gerade gestarteten innerafrikanischen Freihandelszone unterstützt werden. Gleichzeitig fordern wir, dass Europa die unübersichtlich vielen Handelsverträge mit Afrika auf eine neue Basis stellt und eine neue Partnerschaft mit unserem Nachbarkontinent einläutet.“

Ohne die Wirtschaft könnten viele Verbände und Vereine gar nicht überleben, gleichzeitig leisten die ehrenamtlich Aktiven einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft – ein konstruktives Miteinander ist gefragt.

Was fordern Sie von der deutschen Wirtschaft?

„Weiterhin mit uns zusammen die Möglichkeiten in Afrika erkennen und Pionierarbeit zu leisten. Die Möglichkeiten sind vorhanden und wir freuen uns über jedes Unternehmen, welches diese sieht und trotz aller Widrigkeiten bereit dazu ist, in den Zukunftsmarkt zu investieren. Unterschiedliche Märkte bieten erhebliches Potential, sei es – ganz aktuell – im Gesundheitsbereich, in der Infrastruktur und bei der Energiegewinnung. Gleichzeitig bietet die innerafrikanische Freihandelszone eine Chance für die deutsche Wirtschaft, Produktionsstätten in Afrika aufzubauen, am Aufbau einer Weiterverarbeitenden Industrie mitzuwirken und Teil des Wachstumsmarktes Afrika zu werden.“

Vereine und Verbände stärken die Zivilgesellschaft, sind aber auf deren Mitwirkung angewiesen.
Die Forderungen an die Zivilgesellschaft sind:

„Es ist und bleibt weiter unverzichtbar, dass zivilgesellschaftliche Akteure auf die Probleme in den afrikanischen Ländern aufmerksam machen und die Versäumnisse deutscher und europäischer Politik gegenüber den Menschen in Afrika aufzeigen. Gleichzeitig würden wir uns wünschen, wenn die zivilgesellschaftlichen Akteure in Zukunft mehr über die dynamischen Veränderungen in vielen afrikanischen Ländern berichten würden, die der deutschen Öffentlichkeit dabei helfen würden, ein komplexeres Bild von Afrika zu bekommen. Der Kontinent ist im Umbruch und es gibt sehr viele positive Entwicklungen, von denen in Deutschland leider noch viel zu wenige Leute informiert werden.“

Quelle: www.verbandsbuero.de/verbandsumfrage/antwort-afrika-verein-der-deutschen-wirtschaft/

Verbandsbüro.de empfiehlt: Potenzial der Verbandsumfrage unbedingt ausschöpfen

Wenn Sie als Verband oder Verein an dieser Umfrage teilnehmen und Forderungen formulieren, dann versickert dies nicht in irgendwelchen Statistiken: Es geht vielmehr darum, auf konkrete Fragen auch ernsthafte Antworten von den zuständigen Entscheidungsträgern zu erhalten. Mit einem Wort: Die Umfrageergebnisse bestimmen das Arbeitsprogramm für das Jahr! Je früher eine Forderung eingebunden werden kann, desto größer ist die Chance, dass sich weitere Vereine oder Verbände damit identifizieren und anschließen. Mit wachsender Teilnehmerzahl steigt wiederum die Relevanz dieser Verbandsumfrage – und damit die Aufmerksamkeit in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Die aktuelle Umfrage läuft noch bis Ende Februar / Anfang März. Schon jetzt können die von Vereinen und Verbänden angesprochenen Gruppen reagieren, allerdings geschieht dies nur zögerlich. Deswegen werden die relevanten Gruppen direkt kontaktiert, um die gewünschten Antworten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft einzufordern. Dabei ist nicht zu unterschätzen, dass in diesem Jahr nicht nur Bundestagswahlen anstehen, sondern darüber hinaus auch in fünf Bundesländern ein neues Parlament gewählt wird. Hier eröffnet sich Politikern also die Möglichkeit, sich bereits jetzt klar zu positionieren. Auf der anderen Seite können sich Unternehmen mit den in der Regel ehrenamtlich organisierten Vereinen und Verbänden über konkrete Unterstützungsmaßnahmen und Zielsetzungen austauschen – eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Hier geht es zur Umfrage: www.verbandsbuero.de/verbandsumfrage/

Posted by on 23. Januar 2021.

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Categories: Vermischtes

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