Veganuary: Worauf es bei pflanzlichem Hundefutter wirklich ankommt

Tipp 1: Auf relevante Nährstoffe achten
Bei der Ernährung von Hunden ist nicht der Fleischanteil ausschlaggebend, sondern eine ausgewogene Versorgung mit allen wichtigen Nährstoffen, also mit Proteinen, essenziellen Aminosäuren, Vitaminen und Mineralstoffen. Eine pflanzliche Hundeernährung kann demnach funktionieren, wenn es sich um geprüfte Alleinfuttermittel handelt, die keine zusätzlichen Ergänzungen erfordern. Gerade für Hunde mit Unverträglichkeiten gegenüber bestimmten tierischen Proteinen können pflanzliche Rezepturen eine gut verträgliche Alternative darstellen.
\“Unsere Auswertung zeigt, dass eine pflanzliche Ernährung für Hunde grundsätzlich möglich ist, wenn das Futter alle relevanten Nährstoffe enthält. Entscheidend ist dabei die Zusammensetzung\“, erklärt Dr. Christine Jensen, Mitautorin der Studie.
Tipp 2: Futterumstellung schrittweise durchführen
Beim Wechsel zu einer pflanzlichen Fütterung ist eine schrittweise Umstellung über mehrere Tage hinweg empfehlenswert. Ideal ist es, den Anteil des neuen Futters langsam zu erhöhen, um die Verdauung und Akzeptanz des Hundes nicht zu überfordern. Konkret kann dies wie folgt aussehen: Zu Beginn werden etwa ein Viertel des neuen Futters mit drei Vierteln des bisherigen Futters gemischt. Danach folgt eine Übergangsphase von circa einer Woche. Gut verdauliche pflanzliche Proteinquellen wie Kartoffeln, Erbsen oder Linsen eignen sich besonders für diese Übergangsphase, da sie für viele Hunde magenfreundlich sind.
Tipp 3: Individuelle Bedürfnisse beachten
Grundsätzlich kann eine pflanzliche Ernährung für ausgewachsene, gesunde Hunde geeignet sein, sofern es sich um ein vollwertiges Alleinfuttermittel handelt. Für Welpen, trächtige oder säugende Hündinnen sowie Tiere mit besonderen gesundheitlichen Anforderungen sollte eine Futterumstellung jedoch nur in Rücksprache mit tierärztlichem Fachpersonal erfolgen.
Auch im Fachhandel spielt die Beratung eine zentrale Rolle. Hundehalterinnen und -halter suchen typischerweise gezielt nach Orientierung bei der Fütterung ihres Hundes. Transparente Informationen zu Nährstoffprofilen, Fütterungsempfehlungen und Zielgruppen sind daher entscheidend.
\“Viele Menschen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, haben Hunde und stehen bei der Fütterung vor einer Herausforderung: Einerseits möchten sie bewusst mit tierischen Produkten umgehen, andererseits wollen sie ihren Hund bestmöglich versorgen\“, sagt Rafael Rybandt, Head of Brand Marketing bei Green Petfood.\“Unsere Produkte, darunter\“VeggieDog Potato&Pea\“oder\“VeggieDog Red Lentil\“, können einen guten Einstieg bieten, weil sie als vollwertige Alleinfuttermittel konzipiert sind und alle wichtigen Nährstoffe enthalten.\“
Veggie-Day als niedrigschwelliger Einstieg
Der Veganuary muss nicht zwangsläufig mit einer vollständigen Futterumstellung verbunden sein. Für viele Hundebesitzerinnen und -besitzer kann ein gelegentlicher fleischfreier Fütterungstag der erste Schritt sein. So lässt sich testen, ob und wie gut das Tier pflanzliche Rezepturen annimmt, ohne den Speiseplan dauerhaft umzustellen. Rybandt erklärt:\“Auch wenn der Veganuary offiziell nur einen Monat dauert, lassen sich die Impulse für eine bewusste Fütterung das ganze Jahr über nutzen.\“
Über die Studie
Die Untersuchung\“Nutritional adequacy of plant-based dry dog food available in Germany\“wurde von Dr. Christine Jensen (food family Agency GmbH&Co. KG), Jule Tschiskale (AGROLAB LUFA GmbH) und Prof. Dr. Ingrid Vervuert (Universität Leipzig) im Rahmen des ESVCN-Kongresses 2025 in Leipzig vorgestellt. Für die Untersuchung wurden sieben kommerzielle, als vollwertig deklarierte, pflanzliche Trockenfuttermittel auf ihre Nährstoffgehalte geprüft und mit den Empfehlungen der FEDIAF (European Pet Food Industry Federation) abgeglichen.
Categories: Allgemein
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