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\“Unendlich kostbar\“/ Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zur Bedeutung der Grundrechte

Zum 70. Jahrestag der Verkündung und des
Inkrafttretens des Grundgesetzes haben der EKD-Ratsvorsitzende,
Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, und Irmgard Schwaetzer, Präses
der Synode der EKD, die Bedeutung der Grundrechte als Basis der
freiheitlichen Demokratie in Deutschland gewürdigt.

\“\’\’\’\’Die Würde des Menschen ist unantastbar.\’\’\’\‘: Dieser erste Satz des
Artikel 1 ist unendlich kostbar. Entstanden aus der Erfahrung von
Leid, Tod und Verzweiflung, die von deutschem Boden ausgingen, hält
er die Menschenwürde als zentralen Wert fest. Staatliche Gewalt, die
diesen Wert nicht schützt, sondern missachtet, verliert alle
Legitimität. Das macht der zweite Satz unmissverständlich klar\“,
unterstrich Bedford-Strohm die grundlegende Bedeutung des Artikels 1
des Grundgesetzes. \“Dieser Absatz gilt allen Menschen. Zugleich ist
er tief in der jüdisch-christlichen Tradition verwurzelt: Der Mensch
ist zum Bilde Gottes geschaffen, davon erzählt die biblische
Schöpfungsgeschichte. In jedem Menschen begegnet uns also das
Ebenbild Gottes. Wer Menschen aufgrund ihrer Herkunft, ihres Glaubens
oder ihres Geschlechts abwertet, leugnet diese Kostbarkeit des
Einzelnen als Bild Gottes. Die jüdisch-christliche Tradition ernst zu
nehmen, heißt also: sich auf die Seite der Menschenwürde und des
Grundgesetzes zu stellen.\“

Irmgard Schwaetzer betonte, die Religionsfreiheit stehe nicht
zufällig zu Beginn des Grundrechtekatalogs in Artikel 4: \“Sie ist ein
zentrales Menschenrecht. Seine Religion frei bekennen und ausüben zu
können, gehört zur Würde des Menschen dazu\“, so Schwaetzer. In der
Demokratie spielten die Religionen eine wichtige Rolle: \“Demokratie
kommt ja nicht aus ohne Werte – ganz im Gegenteil. In den Normen des
Grundgesetzes sind diese Werte bereits verankert. Die Beziehung des
Begriffs der Menschenwürde zur jüdisch-christlichen Tradition zeigt
das ganz deutlich. Darauf kann eine wertebasierte Demokratie gut
aufbauen.\“

Bereits im April hatten sich die Evangelische Kirche in
Deutschland und die Deutsche Bischofskonferenz in einem Gemeinsamen
Wort mit dem Titel \“Vertrauen in die Demokratie stärken\“ zur Lage der
Demokratie in Deutschland geäußert. Das Gemeinsame Wort \“Vertrauen in
die Demokratie stärken\“ ist als Broschüre in der Reihe \“Gemeinsame
Texte\“ (Nr. 26) erschienen und kann unter www.ekd.de unter https://ww
w.ekd.de/ekd_de/ds_doc/gemeinsame_texte_26_demokratie_2019.pdf
heruntergeladen oder bestellt werden.

Hannover, 21. Mai 2019

Pressestelle der EKD

Katharina Ratschko

Pressekontakt:
Carsten Splitt
Evangelische Kirche in Deutschland
Pressestelle
Stabsstelle Kommunikation
Herrenhäuser Strasse 12
D-30419 Hannover
Telefon: 0511 – 2796 – 269
E-Mail: presse@ekd.de

Original-Content von: EKD Evangelische Kirche in Deutschland, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 21. Mai 2019.

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