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Transaktionen im Gesundheitsmarkt: Private Equity treibt den Boom voran

Hohe Dynamik durch großes
Konsolidierungspotenzial // Finanzinvestoren suchen vor allem nach
Investments im Bereich der Pflege und der ambulanten Versorgung // Im
stationären Sektor überwiegen strategische Zusammenschlüsse

Der Markt für Fusionen und Übernahmen im Gesundheitssektor
entwickelt sich dynamisch: Das Jahr 2018 war durch zahlreiche
Transaktionen im deutschen Gesundheitswesen geprägt. Insbesondere ist
die Zahl der Transaktionen mit Beteiligung von Private-Equity-Firmen
deutlich gestiegen. Diese Käufergruppe sucht gezielt nach Investments
im Bereich der Pflege und der ambulanten Versorgung. Das ist Ergebnis
des \“Transaktionsmonitors Gesundheitswesen\“ der Wirtschaftsprüfungs-
und Beratungsgesellschaft PwC.

\“Die steigenden Ausgaben im Gesundheitswesen, die alternde
Bevölkerung und die weiterhin anhaltende Niedrigzinsphase machen
Investments im Healthcare-Sektor besonders attraktiv\“, sagt Michael
Burkhart, Leiter des Bereichs Gesundheitswirtschaft bei PwC. \“Hinzu
kommt, dass der Gesundheitsmarkt weitgehend unabhängig von
konjunkturellen Schwankungen ist und noch ein großes
Konsolidierungspotenzial bietet. Dadurch werden wir auch in diesem
Jahr weiterhin ein sehr dynamisches Transaktionsumfeld erleben.\“

Pflegeeinrichtungen: Der Konsolidierungstrend hält weiter an

Besonders stark ist der Trend zur Marktkonsolidierung im Bereich
der Pflege. Die wichtigsten Transaktionen waren 2018 der Kauf von
Alloheim durch Nordic Capital von Carlyle, die Übernahme von DOREA
durch die französische Groupe Maisons de Famille und der Erwerb von
compassio durch die Schönes Leben Gruppe (Waterland). \“Damit haben es
zahlreiche Private-Equity-Investoren unter die
Top-30-Pflegeheimbetreiber geschafft. Sie sind sehr gut aufgestellt,
so dass sie die Konsolidierung des deutschen Pflegemarktes weiter
vorantreiben werden\“, kommentiert Alexander von Friesen, Partner und
M&A-Experte bei PwC Deutschland.

Sehr groß ist auch die Nachfrage nach Pflegeheimimmobilien. Als
Investoren waren im vergangenen Jahr etwa die Unternehmen Aedifica,
Deutsche Wohnen und Confinimmo besonders aktiv. \“Die hohe Nachfrage
sorgt dafür, dass die Investitionsvolumina steigen und die
Renditeerwartungen sinken\“, so von Friesen.

Niedergelassene Leistungserbringer: Fokus auf der Intensivpflege

Ähnlich dynamisch wie in der Pflege entwickelt sich der
Transaktionsmarkt auch im Bereich der ambulanten Versorgung. Die
größten Deals des vergangenen Jahres wurden im Bereich der
Intensivmedizin geschlossen: So übernahm Advent mit der Deutschen
Fachpflege Gruppe 23 ambulante Pflegedienste. Ebenso gelang GHO
Capital Partners die Übernahme der Linimed-Gruppe, eines führenden
Anbieters von ambulanter Intensivpflege mit 44 deutschen Standorten.

Großes Interesse zeigen die Investoren auch am Ausbau von
Medizinischen Versorgungszentren (MVZ). Das gilt insbesondere für den
Bereich der Zahnmedizin: So ist allein von September 2017 bis
September 2018 die Zahl von vertragszahnärztlichen MVZ in der Hand
von Private-Equity-Firmen um 79 Prozent gestiegen. \“Wir müssen jetzt
abwarten, wie sich das neue Terminservice- und Versorgungsgesetz
(TSVG), das der Bundestag Mitte März beschlossen hat, auf die
Medizinischen Versorgungszentren auswirkt. Für die Zentren ergeben
sich dadurch erhebliche Einschränkungen, die auch Konsequenzen für
den M&A-Markt haben werden\“, prognostiziert Michael Burkhart.

Krankenhäuser: Strategische Zusammenschlüsse dominieren

Weniger dynamisch zeigt sich der Transaktionsmarkt im stationären
Sektor: Vereinzelte Käufe und Übernahmen von Krankenhäusern und
Fachkliniken ergaben sich vor allem durch strategische
Zusammenschlüsse und vereinzelte insolvenzgetriebene Trägerwechsel,
so etwa die Übernahme der insolventen Paracelsus-Klinikkette durch
den Schweizer Finanzinvestor Porterhouse. \“Obwohl Krankenhäuser vor
großen Herausforderungen stehen, blieben 2018 Privatisierungen aus.
Wir beobachten aber, dass kommunale Träger sich ebenso wie
freigemeinnützige Einrichtungen vermehrt zusammenschließen\“,
erläutert von Friesen.

Rehabilitationseinrichtungen: Moderate M&A-Aktivität

Ein ähnlich verhaltenes Bild zeichnet sich auch im Subsektor der
Rehabilitationseinrichtungen ab. Die größte Transaktion im letzten
Jahr war die Übertragung von 38 Reha-Einrichtungen von Fresenius
Helios auf Fresenius Vamed. Aufmerksamkeit in der Branche zog auch
der strategische Erwerb von Inoges durch die Celenus Kliniken auf
sich. Die Branche erwartet den Verkauf des Klinikbetreibers MEDIAN,
dem größten Betreiber im deutschen Rehamarkt.

Den Transaktionsmonitor finden Sie zum kostenlosen Download unter:
www.pwc.de/transaktionengesundheit

Über PwC:

PwC betrachtet es als seine Aufgabe, gesellschaftliches Vertrauen
aufzubauen und wichtige Probleme zu lösen. Mehr als 250.000
Mitarbeiter in 158 Ländern tragen hierzu mit hochwertigen,
branchenspezifischen Dienstleistungen in den Bereichen
Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Unternehmensberatung bei. Die
Bezeichnung PwC bezieht sich auf das PwC-Netzwerk und/oder eine oder
mehrere der rechtlich selbstständigen Netzwerkgesellschaften. Weitere
Details unter www.pwc.com/structure.

Pressekontakt:
Julia Wollschläger
PwC Communications
Tel.: (0211) 981 – 5095
E-Mail: julia.wollschlaeger@pwc.com

Original-Content von: PwC Deutschland, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 24. April 2019.

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Categories: Finanzen, Gesundheit & Medizin

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