Trade-Based Money Laundering (TBML): Seminar zu handelsbasierter Geldwäsche und Compliance-Anforderungen

Handelsbasierte Geldwäsche nutzt unter anderem Preis-, Mengen- oder Qualitätsmanipulationen bei Warenlieferungen, gefälschte Handelsdokumente oder komplexe internationale Handelsstrukturen. Hinzu kommen Risiken durch Sanktionen, Embargos sowie grenzüberschreitende Geschäftsbeziehungen. Unternehmen sehen sich dadurch mit steigenden Anforderungen an Transparenz, Dokumentation und Risikobewertung konfrontiert.
Besonders relevant ist das Thema für Organisationen, die im internationalen Handel, in der Exportfinanzierung oder im Zahlungsverkehr tätig sind. Aber auch Unternehmen außerhalb des klassischen Finanzsektors geraten zunehmend in den Fokus, wenn sie Teil globaler Liefer- und Wertschöpfungsketten sind. Internationale Empfehlungen sowie aufsichtsrechtliche Erwartungen beeinflussen dabei die Ausgestaltung von Geldwäsche- und Compliance-Systemen maßgeblich.
Herausforderungen für Compliance- und Risikomanagement
Die Identifikation von TBML-Risiken erfordert eine enge Verzahnung von Compliance, Geldwäscheprävention, operativen Geschäftsbereichen und interner Revision. Auffälligkeiten lassen sich häufig nur durch die Kombination verschiedener Informationen erkennen – etwa aus Kundenprofilen, Handelsdokumentationen, Transaktionsdaten oder Lieferkettenanalysen.
Zu den typischen Risikofaktoren zählen ungewöhnliche Preisgestaltungen, nicht plausible Zahlungsströme, gefälschte Unterlagen, Abweichungen bei Transportwegen oder Geschäftspartner mit erhöhtem Risikoprofil. Gleichzeitig gewinnen Screening-Verfahren, KYC-Prozesse sowie die Berücksichtigung von Sanktions- und Embargovorschriften an Bedeutung. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Verdachtsfälle rechtssicher zu bewerten und angemessene Maßnahmen innerhalb ihrer Kontroll- und Überwachungsstrukturen umzusetzen.
Inhalte des Seminars
Im Seminar werden unter anderem folgende Themen behandelt:
– Grundlagen und Erscheinungsformen der handelsbasierten Geldwäsche
– Abgrenzung zu traditionellen Geldwäschemethoden
– Aktuelle internationale Empfehlungen und regulatorische Entwicklungen
– Risiken im Zusammenhang mit Sanktionen, Embargos und Dual-Use-Gütern
– Kundenbezogene und transaktionsbezogene Risikofaktoren
– Red Flags und Indikatoren für TBML-Fälle
– KYC-Profilierung und Integration in AML-/CTF-Programme
– Screening- und Monitoring-Verfahren
– Bearbeitung von Verdachtsfällen und praktische Fallbeispiele
– Internationale Aspekte und grenzüberschreitende Zusammenarbeit
– Analyse komplexer Verdachtsfälle im Rahmen einer interaktiven Fallarbeit
Der fachliche Schwerpunkt liegt auf der praktischen Umsetzung wirksamer Präventions- und Kontrollmaßnahmen im Unternehmensalltag.
Für welche Zielgruppen das Thema relevant ist
Das Seminar richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Geldwäscheprävention, Betrugsprävention, Compliance, Recht, Zahlungsverkehr, Exportfinanzierung, International Banking sowie Interne Revision. Angesprochen werden insbesondere Personen, die mit der Bewertung geldwäscherechtlicher Risiken, der Umsetzung regulatorischer Anforderungen oder der Überwachung internationaler Geschäftsbeziehungen betraut sind.
Referentin
Monica Pennetti ist Anti-Geldwäsche- und Compliance-Expertin in Zürich. Sie verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in den Bereichen Regulierung und Compliance, unter anderem in leitenden Funktionen sowie in der Beratung regulierter Finanzdienstleister. Zu ihren Schwerpunkten zählen Geldwäscheprävention, Compliance-Management sowie die Implementierung entsprechender Kontroll- und Risikomanagementprozesse.
Das Seminar„Trade-Based Money Laundering (TBML): Handelsbasierte Geldwäsche – Umsetzung in der Praxis“ findet am 13. Oktober 2026 als Online-Veranstaltung statt.
Categories: Allgemein
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