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Tag der Pflege: Jede fünfte Pflegekraft hat ausländische Staatsangehörigkeit // BA-Presseinfo Nr.16

 

Deutschland ist in der Pflege zunehmend auf ausländische Fachkräfte angewiesen. Das zeigen aktuelle Zahlen anlässlich des Tages der Pflege.

\“Knapp zwei Millionen Pflegekräfte halten tagtäglich die medizinische und pflegerische Versorgung am Laufen. Mittlerweile hat fast jede fünfte Pflegekraft eine ausländische Staatsangehörigkeit, sie sind eine unverzichtbare Stütze. Um die Pflege zu stärken, müssen die inländischen Potentiale weiter erschlossen und gleichzeitig ausländische Fachkräfte für die Pflege gewonnen werden\“, sagt Vanessa Ahuja, Vorständin Internationales der Bundesagentur für Arbeit, anlässlich des Tages der Pflege am 12. Mai.

Beschäftigungswachstum vor allem durch ausländische Beschäftigte

In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Pflegeberufen um 22 Prozent auf insgesamt 1,76 Millionen gestiegen. Die Branche ist deutlich stärker gewachsen als im Durchschnitt aller Beschäftigten. Auf Krankenhäuser und Kliniken entfallen rund 734.000 beschäftigte Pflegekräfte und rund 843.000 auf ambulante und stationäre Pflege.

Das Wachstum wird zunehmend von ausländischen Arbeitskräften getragen. Seit dem Jahr 2015 ist ihre Zahl um 256.000 auf aktuell 353.000 Beschäftigte gestiegen. Rund 20 Prozent der Beschäftigten in Pflegeberufen haben eine ausländische Staatsangehörigkeit. Zehn Jahre zuvor lag dieser Anteil noch bei rund sieben Prozent. In den Krankenhäusern und Kliniken ist der Anteil auf 17 Prozent gewachsen, in der ambulanten und stationären Pflege sogar auf 24 Prozent.

Aktuelle Daten der Bundesagentur für Arbeit zeigen einen wachsenden Anteil von Beschäftigten aus Drittstaaten, also Staaten außerhalb der EU. Die drei größten Gruppen stammen aus Bosnien und Herzegowina, der Türkei und Indien. Während diese Länder die höchsten Beschäftigungszahlen ausländischer Pflegekräfte aufweisen, zeigt sich bei syrischen Staatsangehörigen der prozentual stärkste Zuwachs: Seit 2015 ist ihre Zahl in den Pflegeberufen von 200 auf 9.300 Beschäftigte gestiegen und hat sich damit mehr als vervierzigfacht.

Fachkräftebedarf bleibt hoch

Neue Beschäftigte für die Pflege zu gewinnen, bleibt jedoch herausfordernd. In der Engpassanalyse der BA werden sowohl die examinierten Pflegefachkräfte als auch die Pflegeassistenzkräfte aufgeführt. Deutschlandweit kommen auf je 100 gemeldete Stellen für Pflegefachkräfte lediglich 57 arbeitslose Pflegefachkräfte.

Im vergangenen Jahr förderten die BA und die Jobcenter auch deswegen knapp 30.000 berufliche Weiterbildungen. Auch wenn das inländische Potential besser erschlossen wird, braucht es auch angesichts der demografischen Entwicklung ausländische Arbeitskräfte.

Das gilt auch, weil der Teilzeitanteil in den Pflegeberufenüberdurchschnittlich hoch ausfällt: Knapp die Hälfte der Pflegekräfte arbeitet in Teilzeit, gegenüber rund einem Drittel insgesamt. Dies ist nicht allein auf den hohen Frauenanteil von 81 Prozent zurückzuführen. Auch unter den männlichen Pflegekräften arbeitet nahezu jederDritte in Teilzeit. Bei allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Männern liegt der Teilzeitanteil bei 14 Prozent.

Pflegeberufe umfassen gebündelt Tätigkeiten in der Gesundheits- und Krankenpflege, der Fachkrankenpflege und der Altenpflege.

Weitere Informationen finden Sie im Bericht Blickpunkt Arbeitsmarkt: Arbeitsmarktsituation im Pflegebereich Mai 2026 (https://statistik.arbeitsagentur.de/DE/Statischer-Content/Statistiken/Themen-im-Fokus/Berufe/Generische-Publikationen/Arbeitsmarktsituation-in-Pflegeberufen.pdf?__blob=publicationFile&v=23)

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Posted by on 8. Mai 2026.

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