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TÜV Rheinland: Auf Reparaturmängel bei Windschutzscheiben achten / Reparaturen nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich / Trübe Flecken als Indiz für Reparaturmängel

Selbst kleinste Steinchen können beim Aufprall auf
eine Windschutzscheibe erhebliche Schäden anrichten. Dank spezieller
Reparaturverfahren hat dies für Fahrzeughalter aber nicht automatisch
den Austausch der Scheibe zur Folge. \“Jedoch werden diese Verfahren
nicht immer richtig angewendet. Es kommt vor, dass Fahrzeuge mit
reparierten Windschutzscheiben trotzdem durch die Hauptuntersuchung
fallen\“, berichtet Thorsten Rechtien, Kfz-Experte bei TÜV Rheinland.
Grund sind häufig trübe Flecken um die zuvor beschädigten Bereiche –
durch mangelhafte Reparaturarbeiten hervorgerufen. Denn für diese
Arbeiten schreibt der Gesetzgeber vor, dass die Durchsicht durch die
reparierte Stelle klar, lichtdurchlässig und möglichst
verzerrungsfrei bleiben muss. \“Ist dies nicht der Fall, sollten
Autofahrer die Reparatur beanstanden\“, rät Rechtien.

Schäden im Fernsichtfeld dürfen nicht repariert werden

Generell können Windschutzscheiben auch nur dann repariert werden,
wenn der Durchmesser der Einschlagsstelle nicht größer als fünf
Millimeter ist und Innenscheibe sowie Kunststofffolie keinerlei
Beschädigungen aufweisen. Zudem dürfen entstandene Sprünge nicht
länger als 50 Millimeter sein und nicht im Scheibengummi enden.
Schäden im Fernsichtfeld, einem knapp 30 Zentimeter breiten Streifen
auf der Fahrerseite, dürfen ebenfalls nicht repariert werden – hier
ist der Austausch der Scheibe zwingend notwendig.

Nur Kaskoversicherungen übernehmen die Kosten

\“Ob Reparatur oder Austausch – Fahrzeughalter müssen auch bei
kleinsten Schäden möglichst schnell handeln\“, sagt Rechtien.
Schließlich können diese die Sicht des Fahrers beeinträchtigen oder
zum Riss der Scheibe führen. Um Kosten zu sparen, ist die Reparatur
dem Scheibenwechsel vorzuziehen. Da Spurhalteassistenten und andere
Sensoren auf Kameras hinter der Frontscheibe basieren, erfordern ein
Scheibentausch und die damit verbundene Kalibrierung der Kameras
moderne Diagnosegeräte und größte Präzision. Je nach Hersteller und
Fahrzeugtyp kostet der Scheibenaustausch so zwischen 600 und 1.300
Euro, eine Reparatur ist hingegen ab 120 Euro möglich. Kosten, für
die eine Kaskoversicherung aufkommt, eine Haftpflichtversicherung ist
hingegen nicht ausreichend.

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Wolfgang Partz, Presse, Tel.: 0221/806-2290
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Original-Content von: TÜV Rheinland AG, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 21. Juni 2019.

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Categories: Vermischtes

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