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„T-Online“-Chef Florian Harms: „Dieses Tempo war ich aus meiner Vergangenheit nicht gewohnt“

„T-Online“-Chefredakteur Florian Harms
genießt die neue Freiheit jenseits seines früheren Arbeitgebers, dem
Spiegel-Verlag. „Dieses Tempo war ich aus meiner Vergangenheit nicht
gewohnt“, schwärmt der frühere „Spiegel Online“-Chefredakteur über
die Arbeit bei der Ströer-Tochter „T-Online“ im Interview mit dem
„medium magazin“ (Ausgabe 6/2017). „Wir können uns hundertprozentig
auf das digitale Produzieren fokussieren und müssen keine Rücksicht
auf ein begleitendes Printprodukt nehmen, das einen völlig anderen
Rhythmus hat, dem man nichts wegnehmen möchte oder nicht vorgreifen
möchte.“

Harms und „Spiegel Online“ hatten sich im Dezember 2016 getrennt.
Seit dem 1. September dieses Jahres leitet er den Berliner Newsroom
von „T-Online“. Dort will er „natürlich auf Nachrichten setzen und
Meinung, aber zusätzlich Erklärformate für unsere unterschiedlichen
Plattformen und Kanäle entwickeln“, sagte Harms dem Branchenmagazin
weiter. Seine Redaktion – darunter ehemalige Redakteure von „Spiegel
Online“, „Handelsblatt“ und „Bild“ – werde künftig etwa 70
Mitarbeiter haben. Als die Redaktion noch in Darmstadt saß und zur
Deutschen Telekom gehörte, hatte sie noch etwa 100 Mitarbeiter.
Ströer hatte „T-Online“ komplett übernommen und die bisherige
Redaktion aufgelöst – allerdings nicht IT, Marketing und Verwaltung.
„T-Online“ wird unter anderem auf sogenannte Info-Walls ausgespielt,
die Ströer etwa in Hauptbahnhöfen betreibt.

Das aktuelle „medium magazin“ widmet seine Titelgeschichte den
journalistischen „Riesen unter dem Radar“ und blickt dafür neben
„T-Online“ auch auf das News-Angebot „Upday“, das Axel Springer
exklusiv für Smartphones von Samsung produziert. Springer beschäftigt
für „Upday“ derzeit 50 Journalisten, die Angebote für 17 europäische
Länder produzieren. Im Oktober wischten sich „Upday“-Nutzer laut
IVW-Statistik durch 3,6 Milliarden Karten, die kurze
News-Zusammenfassungen anzeigen.

„Upday“-Produktchef Jan-Eric Peters bringt seine Nachrichten auch
auf Samsung-Uhren und auf den ersten Kühlschränken mit Bildschirmen
des südkoreanischen Herstellers werden „Upday“-Nachrichten ebenfalls
bereits angezeigt. Apps für Fernseher sind ein Thema, ebenso
Sprachsteuerung für smarte Lautsprecher. Künftig könnte „Upday“ zudem
in vernetzte Autos Einzug halten: zum koreanischen
Samsung-Konglomerat gehört unter anderem die US-Roboterauto-Firma
Harman.

„Weil Nutzerzahlen und Umsätze jeden Monat wachsen, hat der
weitverbreitete Medien-Blues hier keinen Einfluss auf die Stimmung“,
sagte Peters dem „medium magazin“ – auch wenn die Frage, inwieweit
„Upday“ auch im Werbemarkt erfolgreich sein könne, zum jetzigen
Zeitpunkt noch nicht final zu beantworten sei.

Im Schnitt klicken Nutzer zu etwa fünf Prozent auf den
weiterführenden Link und landen so etwa auf „Spiegel Online“, beim
„Handelsblatt“ oder der „Süddeutschen“, denn: „Upday“ verweist nicht
nur auf die Titel aus dem eigenen Springer-Konzern. Bei
Top-Geschichten leitet „Upday“ so je bis zu 100.000 Besucher auf die
Nachrichtenseiten und ist damit ein immer wichtigerer
Traffic-Lieferant.

Der Beitrag „Riesen unter dem Radar“ von Jens Twiehaus ist
erschienen im „medium magazin“ 6/2017 (Seite 16-22). Die Ausgabe ist
dem Themenschwerpunkt „Zukunft der Medien“ gewidmet. Das Heft ist
digital im iKiosk verfügbar und kann gedruckt einzeln gekauft oder
abonniert werden. Blick ins Heft:
http://mmbeta.de/medium-magazin-062017/

Pressekontakt:
Annette Milz, Chefredakteurin „medium magazin“,
redaktion@mediummagazin.de

Original-Content von: Medienfachverlag Oberauer GmbH, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 22. November 2017.

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Categories: Internet, Vermischtes

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