Start der Bewerbungsphase für den ESG Transparency Award 2026

Die ESG-Berichterstattung in Europa befindet sich derzeit in einer Phase strategischen Reifung sowie der tiefgreifenden Integration in die Unternehmenspraxis samt messbarer Perfomance. Dieüber einen längeren Zeitraum anhaltende signifikante Transformationsphase der europäischen ESG-Regulatorik fand am 18. März 2026 mit dem Inkrafttreten der Omnibus-I-Änderungen ihren vorläufigen Abschluss. Diese haben zum Ziel, die Nachhaltigkeitsberichterstattung und unternehmerische Sorgfaltspflichten zu vereinfachen sowie administrative Belastungen zu verringern.
Nachdem die Schwellenwerte für die verpflichtende Berichterstattung deutlich angehoben wurden und die Zahl der berichtspflichtigen Unternehmen deutlich gesunken ist, wirken die in diesem Prozess entstandenen Diskussionen unter ESG-Verantwortlichen hinsichtlich der Auswirkungen auf Transparenz, Vergleichbarkeit und der strategischen Bedeutung von Nachhaltigkeitsinformationen in Entscheidungsprozessen in Unternehmen nach. Eine konsequente Einbindung von ESG in die eigenen Geschäftsprozesse sowie die Weiterentwicklung der eigenen ESG-Berichterstattung bieten Unternehmen jedoch die Möglichkeit, sich gegenüber deneigenen Stakeholder-Gruppen vertrauenswürdig und transparent zu positionieren. Durch eine objektive Einschätzung der Transparenz der ESG-Berichterstattung sowie eine Einordnung in einen Branchen-Benchmark werden Stakeholder wie Investoren, Geschäftspartner und aktuelle sowie potenzielle Mitarbeitende dazu befähigt, fundierte Entscheidungen über das mit dem ESG Transparency Award ausgezeichnete Unternehmen zu treffen.
Die Grundlage des ESG Transparency Awards bildet der ESG Transparency Evaluation Standard, das von der EUPD Group entwickelte Bewertungsmodell zur objektiven Beurteilung der Transparenz, Nachvollziehbarkeit und strukturellen Qualität von ESG-Berichterstattung. Der Standard integriert zentrale europäische und internationale Rahmenwerke wie CSRD, ESRS, GRI, UN Global Compact und SDGs sowie weitere anerkannte Leitlinien und Best Practices. Er umfasst über 350 gewichtete Kriterien in fünf Bewertungsclustern (Transparency, Environmental, Social, Governance und Regulatory Landscape). Der ESG Transparency Evaluation Standard wird jährlich auf Basis aktueller regulatorischer Entwicklungen, wissenschaftlicher Erkenntnisse und marktrelevanter Best Practices überprüft und aktualisiert. Das ESG Transparency Committee (ESG TC), das unabhängige Gremium bestehend aus führenden ESG-Verantwortlichen Europas, deren Unternehmen im Rahmen des ESG Transparency Awards für die herausragende Qualität und Transparenz ihrer ESG- und Nachhaltigkeitsberichterstattung ausgezeichnet wurden, ist ebenfalls an derWeiterentwicklung des Standards beteiligt und bringt die Perspektive der Berichtspraxis ein. Über diese Mitwirkung hinaus tragen die Mitglieder des ESG TC zur fundierten Einordnung, Bewertung und Weiterentwicklung des europäischen ESG-Regulierungsrahmens bei, wie durch das erst kürzlich veröffentlichteDiskussionspapierzu den Omnibus-I-Änderungen unter Beweis gestellt.
\“Transparenz ist der Gradmesser glaubwürdiger Nachhaltigkeit\“, sagte Lou Kaiser, Head of ESG bei der EUPD Group.\“Ein Nachhaltigkeitsbericht sollte nicht nur zeigen, was ein Unternehmen erreichen möchte, sondern nachvollziehbar machen, wie Fortschritte gemessen werden, wo Herausforderungen liegen und welche Verantwortung tatsächlich übernommen wird. Genau diese Qualität der ESG Berichterstattung macht der ESG Transparency Award sichtbar.\“
Am 24. November 2026 wird der ESG Transparency Award auf dem ESG Summit im Rahmen der European Sustainability Week an die Leading Companies verliehen. Die Preisverleihung findet wie auch in den Vorjahren im Steigenberger Icon Grandhotel&Spa auf dem Petersberg bei Bonn statt.
Weitere Informationen zum ESG Transparency Award 2026, zum Evaluierungsstandard sowie zum Bewerbungsprozess sind unterhttps://esg-transparency-award.de/einsehbar.
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