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SOS-Kinderdörfer warnen: Sudan droht 2026 weiter abzustürzen / Hunger, Flucht und Gewalt rauben Kindern die Zukunft

 

Die SOS-Kinderdörfer warnen vor einer weiteren Eskalation der Kinderkrise im Sudan im Jahr 2026. Das Land steht an der Spitze der IRC Emergency Watchlist 2026 – ein Überblick zu den 20 schlimmsten humanitären Krisen weltweit. Über 15 Millionen Menschen sind auf der Flucht, Schätzungen sprechen von bis zu 150.000 Todesopfern. Mehr als 20 Millionen Menschen leiden an akuter Ernährungsunsicherheit, in mehreren Regionen wurde bereits eine Hungersnot festgestellt.

Seit fast drei Jahren liefern sich die sudanesische Armee unter General Abdel Fattah al-Burhan und die RSF-Miliz unter Mohamed Hamdan Dagalo (Hemeti) einen erbitterten Machtkampf. Die Zivilbevölkerung zahlt den Preis dieses Konflikts – staatliche Strukturen sind weitgehend kollabiert, ganze Regionen von Versorgung abgeschnitten.

\“Die Einschätzung internationaler Krisenanalysen bestätigt, was unsere Kolleginnen und Kollegen täglich erleben\“, sagt Boris Breyer, Pressesprecher der SOS-Kinderdörfer weltweit.\“Sie berichten von permanenter Angst und Entbehrung. Kinder wachsen inmitten von Hunger, Gewalt und Unsicherheit auf. Für viele von ihnen sind die Schäden bereits irreversibel, körperlich wie seelisch. Jahre von Hunger, Gewalt und Flucht hinterlassen Spuren, die sich nicht einfach ausgleichen lassen. Jetzt geht es darum zu verhindern, dass dieser Konflikt noch mehr Kindheiten dauerhaft zerstört.\“

Millionen sind von akuter Mangelernährung betroffen, viele leben nach wiederholter Flucht in überfüllten Unterkünften ohne ausreichenden Zugang zu sauberem Wasser, Gesundheitsversorgung oder Schutz. Schulen bleiben geschlossen oder wurden zerstört, ganze Bildungsjahre gehen verloren.\“Kinder sind Gewalt und tiefgreifenden Traumata ausgesetzt. Trotz ihrer bemerkenswerten Resilienz können sie diese Krise nicht allein bewältigen\“, sagt Limia Ahmed, stellvertretende Leiterin der SOS-Kinderdörfer im Sudan.\“Ohne Zugang zu Nahrung, Sicherheit, psychosozialer Unterstützung und Bildung bleiben ihre Zukunftschancen massiv gefährdet.\“

Ahmed sagt:\“Das Verheerendste ist, dass wir gerade erleben, wie Kindern systematisch ihre Zukunft genommen wird\“.\“Wenn sie jahrelang ohne Bildung aufwachsen oder mangelernährt bleiben, sind die Schäden oft dauerhaft – für sie selbst und für die Zukunft des Landes.\“

Trotz der dramatischen Lage setzen die SOS-Kinderdörfer ihre Arbeit unter schwierigsten Bedingungen fort. Kinder in der Obhut der Organisation erhalten weiterhin familiennahe Betreuung, Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und psychosozialer Unterstützung. Darüber hinaus unterstützen die SOS-Kinderdörfer besonders gefährdete Familien mit Nahrungsmitteln, Schutzangeboten und Programmen, die verhindern sollen, dass Kinder von ihren Familien getrennt werden.

Doch humanitäre Hilfe allein reicht nicht aus.\“Kinder müssen ins Zentrum der internationalen Reaktion rücken\“, fordert Boris Breyer.\“Ernährung, Bildung und psychosoziale Unterstützung sind keine Zusatzleistungen, sie sind lebensrettend. Gleichzeitig braucht es dringend sicheren und ungehinderten humanitären Zugang sowie politische Anstrengungen für einen sofortigen Waffenstillstand.\“

Die internationale Gemeinschaft dürfe nicht zulassen, dass das Leid sudanesischer Kinder zur Normalität werde.\“Resilienz allein reicht nicht\“, so Breyer.\“Sudanesische Kinder haben Mut und Stärke bewiesen. Was ihnen fehlt, sind Schutz, Perspektiven und verlässliche Unterstützung. Jede Verzögerung vertieft den Schaden für eine ganze Generation.\“

Pressekontakt:

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Boris Breyer
Pressesprecher SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 0160 – 984 723 45
E-Mail: boris.breyer@sos-kd.org
www.sos-kinderdoerfer.de

Original-Content von: SOS-Kinderdörfer weltweit e.V., übermittelt durch news aktuell

Posted by on 12. Februar 2026.

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Categories: Allgemein

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