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Sommerzeit ist Wespen- und Bienenzeit: Wann ein Stich gefährlich werden kann

 

Ein Frühstück auf dem Balkon, ein Eis im Park oder ein Picknick am See: Im Sommer kommen sich Menschen, Wespen, Bienen und Hornissen besonders häufig nahe. Für die meisten ist ein Stich schmerzhaft, aber harmlos. Doch für Insektengiftallergikerinnen und -allergiker kann ein Stich binnen weniger Minuten zu einem medizinischen Notfall werden – bis hin zur lebensbedrohlichen schweren allergischen Reaktion (Anaphylaxie). In Deutschland sind schätzungsweise bis zu 2,5 Millionen Menschen von einer Insektengiftallergie betroffen.[1]

\“Entsprechend wichtig ist eine Aufklärung über Alarmzeichen, Erste Hilfe bei einer Anaphylaxie und welche Vorsichtsmaßnahmen Betroffene treffen sollten\“, sagt Dr. med. Andreas Kleinheinz, Chefarzt undÄrztlicher Direktor der Elbe Kliniken Buxtehude, Facharzt für Dermatologie und Venerologie.

Wespen, Bienen und Hornissen setzen ihren Stachel zum Beispiel ein, wenn sie sich durch eine spontane Bewegung eines Menschen bedroht fühlen und sich per Stich\“wehren\“wollen. Bei einem solchen Insektenstich kann das Immunsystem bestimmte Bestandteile des Giftes als besonders bedrohlich einstufen und Antikörper gegen das Insektengift produzieren – eine sogenannte Sensibilisierung, die zunächst keine allergische Reaktion zur Folge hat. Wird eine sensibilisierte Person erneut von dieser Insektenart gestochen, können die sogenannten IgE-Antikörper durch Aktivierung von Immunzellen eine allergische Reaktion auslösen.\“Die Antikörper erkennen beim nächsten Kontakt mit dem Allergen die Fremdstoffe sofort und aktivieren die Mastzellen, die daraufhin Botenstoffe freisetzen und eine anaphylaktische Reaktion initiieren können – meist innerhalb weniger Minuten\“, erklärt Dr. Kleinheinz.

Insektenstich mit Folgen: Alarmzeichen einer Anaphylaxie

Die Symptome einer Anaphylaxie sind vielfältig und können schnell auftreten:[2]

– Nesselsucht, Rötung oder Juckreiz der Haut
– Anschwellen der Lippen, des Rachens, der Zunge, Hände oder Füße
– Engegefühl im Hals, Heiserkeit oder Schluckbeschwerden
– Atemprobleme, Kurzatmigkeit, Keuchen oder Husten
– Herzrasen
– Schwindelgefühl oder Ohnmacht
-Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall
– Blasse oder kaltschweißige Haut
– Gefühl der Verwirrung oder Unruhe

Was im Notfall zu tun ist: Sechs Erste-Hilfe-Maßnahmen

Folgende Maßnahmen helfen im Ernstfall:

– Den Notruf 112 wählen und mitteilen, dass eine Anaphylaxie vermutet wird.
– Nach einem Notfallset bei der oder dem Betroffenen suchen, denn falls eine Insektengiftallergie bekannt ist, wurde diesärztlich verordnet. Das darin enthaltene Adrenalin (als Autoinjektor (Pen) oder Adrenalin-Nasenspray) sofort verabreichen.
– Die betroffene Person flach hinlegen und die Füße hochlagern.
– Bei Herzstillstand: Herzdruckmassage durchführen.
– Bei Atemnot oder Erbrechen: Person aufrecht hinsetzen und ruhig halten.
– Bei Bewusstlosigkeit: Person in stabile Seitenlage bringen.

Im Ernstfall zählt jede Minute. Schnelles und entschlossenes Handeln ist entscheidend, um Zeit zu gewinnen, bis der Rettungsdienst eintrifft.

Für einen entspannten Sommer: Sicherheit durch Vorbereitung

\“Menschen mit bekannter Insektengiftallergie sollten ihr Notfallset immer griffbereit aufbewahren und unterwegs jederzeit mit sich führen\“, rät Dr. Kleinheinz. Im Alltag hilft es zudem, Getränke im Freien abzudecken, Speisen nicht offen stehenzulassen und auf das Barfußlaufen über Wiesen sowie stark duftende Parfüms oder Kosmetika zu verzichten, um Wespen und Co. nicht verstärkt anzulocken. Darüber hinaus können Ärztinnen und Ärzte Betroffene beraten, ob eine spezifische Allergie-Immuntherapie (AIT) für sie infrage kommt. Die AIT, auch Hyposensibilisierung genannt, stellt die einzige ursächliche Behandlung der Insektengiftallergie dar. Dabei werden kontrolliert steigende Mengen des auslösendenAllergens verabreicht. Auf diese Weise lernt das Immunsystem, das Insektengift zu tolerieren, sodass allergische Reaktionen auf Insektenstiche deutlich abgeschwächt werden oder ganz ausbleiben.[3]

Weitere Informationen zu Allergien und Behandlungsoptionen stehen auf www.allergiecheck.de zur Verfügung.

[1] Ruëff F. et al., Diagnose und Therapie der Bienen- und Wespengiftallergie – S2k-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI), Allergologie 2023; 46(10):649-689. (Die Zahl wurde auf die Einwohnerzahl Deutschlands hochgerechnet.)

[2] Ring, J., Leitlinie zu Akuttherapie und Management der Anaphylaxie – Update 2021. Allergologie, 44(5), 356- 388.

[3] Pfaar O et al., Allergol Select 2022; 6: 167-232

Pressekontakt:

Sarah Mag
ALK-Abelló Arzneimittel GmbH
Unternehmenskommunikation
E-Mail: sarah.mag@alk.net

Original-Contentvon: ALK-Abelló Arzneimittel GmbH, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 6. Juli 2026.

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Categories: Allgemein

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