Solides Baujahr 2025: Starke Branche, bereit für drängende Aufgaben

\“Das Bauhauptgewerbe hat ein insgesamt solides Jahr hinter sich. Während die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland nur schleppend verläuft, wuchs das Bauhauptgewerbe real um rund 2,5 Prozent. Das ist ein klares Signal, dass sich die Baubranche trotz vieler Hindernisse als einer der Stabilitätsanker der deutschen Wirtschaft weiter behaupten kann. Unddas muss sie auch, denn die drängenden Aufgaben von Wohnungsbau über Infrastruktur und Energiewende müssen gebaut werden. Unsere Betriebe stehen dafür bereit.
Wachstumsimpulse gab es aus einzelnen Bereichen des Tiefbaus. Treiber waren Großprojekte zum Umbau der Energieinfrastruktur, zur Sanierung der Schienenwege, zum Ausbau des ÖPNV und zum Breitbandausbau.
Der Straßenbau dagegen lief enttäuschend. Wegen der späten Verabschiedung des Bundeshaushaltes und der Umgliederung von Haushaltsmitteln ins Sondervermögen blieben die Order bis ins vierte Quartal deutlich unter dem Vorjahresniveau. Insgesamt stieg der Umsatz im Tiefbau um 11 Prozent, real ca. 9Prozent.
Hochbau weiter schwach
Der Wohnungsbau bleibt das Sorgenkind der Branche. Derüber drei Jahre andauernde Rückgang der Baugenehmigungen hat sich erwartungsgemäß in der Umsatzentwicklung niedergeschlagen (nominal ca. +1,0 Prozent, real ca. minus 2 Prozent). Zudem blieb die Umsatzentwicklung im Wirtschaftshochbau verhalten. Einerseits hat die schwache Konjunktur im Maschinenbau, der Automobilindustrie und der chemischen Industrie die Investitionsneigung in Wirtschaftsgebäude gebremst. Deutliche Impulse kamen demgegenüber aus dem Aufbau von Rechenzentren. Insgesamt kam der Hochbau nur auf ein nominales Umsatzwachstum von knapp zwei Prozent, real ein Rückgang um ca. 1,0 Prozent.
Umsatzprognose 2026: Plus 2,5 Prozent
Für 2026 rechnen wir mit einem realen Umsatzwachstum im Bauhauptgewerbe von 2,5 Prozent. Treiber der Entwicklung bleibt der Tiefbau, der nun zusätzliche Impulse aus dem Sondervermögen erhält. Im Wohnungsbau ist der Tiefpunkt der Nachfrage durchschritten. Baugenehmigungen und Order haben hier auf niedrigem Niveau wieder Fuß gefasst. Das reicht aber noch nicht, um auf die benötigten gut 300.000 Wohnungen zu kommen. Die Sonderabschreibung sollte auf den EH-55-Standard abgesenkt werden, so wie es bei der degressiven AfA bereits gilt und bei der KfW-Förderung verankert werden muss.
Beschäftigte
Schon im vergangenen Jahr konnte der Beschäftigtenstand erfreulicherweise gehalten werden. Nach ca. 916.300 Beschäftigten 2024 waren im Bauhauptgewerbe 2025 ca. 923.000 Beschäftigte an Bord. Die Zahl der Auszubildenden steigt erfreulich weiter an.
Die steigende Nachfrage im Tiefbau hat dieses Wachstum möglich gemacht. Die Bauwirtschaft steht bereit, den Kapazitätsaufbau fortzusetzen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.\“
Alle Zahlen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes und eigenen Berechnungen. Die Zahlen gelten für sämtliche Betriebe des Bauhauptgewerbes.
Pressekontakt:
Iris Rabe
Leiterin Abteilung Kommunikation und Presse
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