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Solider Jahresauftakt am deutschen Hotelinvestmentmarkt – Eklatanter Angebotsmangel macht Forward Deals noch begehrter

Zwei Merkmale charakterisieren den deutschen
Hotelinvestmentmarkt immer deutlicher: Käufe von Projektentwicklungen
mangels Angebots an Bestandsimmobilien sowie das Ausbleiben großer
Portfoliotransaktionen. Mit sieben Prozent unter dem Jahresauftakt
des Vorjahres erreicht das Transaktionsvolumen im ersten Quartal 2019
592 Mio. Euro. Für den Fünfjahresschnitt ist ein Minus von fünf
Prozent zu bilanzieren, deutlich positiv fällt der Vergleich nur mit
den Entwicklungen seit 2009 aus (+40%). \“Allenfalls solide kann man
das Transaktionsvolumen in den ersten drei Monaten bezeichnen,
limitiert im Wesentlichen durch einen eklatanten Angebotsmangel. Die
aktuell vorherrschenden Rahmenbedingungen, innerhalb derer sich auch
die Immobilienmärkte insgesamt zu bewähren haben, haben bis dato aber
noch keine Schleifspuren hinterlassen. Auch verharren die Renditen
auf niedrigem Niveau\“, so Stefan Giesemann, Executive Vice President
der JLL Hotels & Hospitality Group.

Zwischen Januar und Ende März 2019 wurden insgesamt 18
Einzeltransaktionen mit einem Volumen von ca. 496 Mio. Euro (Q1 2018:
21 mit 458 Mio. Euro) verzeichnet. Dies entspricht einem leichten
Zuwachs von ca. acht Prozent. Darunter waren immerhin acht Verkäufe
im Projektstadium. Die durchschnittliche Transaktionsgröße aller
registrierten Transaktionen lag bei 29 Mio. Euro und damit 30 Prozent
über dem Niveau von 2018 (Q1 2018: ca. 22 Mio. Euro).

Zu den größten Einzeltransaktionen zählt u.a. die Veräußerung des
Holiday Inn Mannheim als Teil einer gemischtgenutzten
Projektentwicklung an eine Kapitalverwaltungsstelle aus München. Das
Büro- und Hotelgebäude \“No. 1\“ wurde in einem Forward-Sale für 100
Mio. Euro verkauft. Verkäufer war die Consus Real Estate, für die JLL
beratend tätig war.

Nur zwei Portfoliotransaktionen mit einem Gesamtvolumen von 95
Mio. Euro waren im ersten Quartal zu notieren (Q1 2018: drei mit 115
Mio. Euro).

Deutsche Investoren zeichneten für knapp 70 Prozent des gesamten
Transaktionsvolumens verantwortlich, entsprechend 405 Mio. Euro und
16 Transaktionen. Unter den ausländischen Anlegern waren Österreicher
zweimal, Luxemburger sowie Singapurer jeweils einmal vertreten. Mit
einem Volumen von rund 400 Mio. Euro (zehn Transaktionen) bleiben
institutionelle Investoren die aktivste Investorengruppe, gefolgt von
Immobiliengesellschaften mit knapp 100 Mio. Euro bei fünf
Transaktionen.

\“Wir sind guter Dinge, dass der Hotelinvestmentmarkt in
Deutschland robust bleibt. Zahlreiche Transaktionen befinden sich
schon in der Due Diligence und werden aller Voraussicht nach in den
kommenden Wochen abgeschlossen. Die Volumina der fünf Vorjahre werden
im laufenden Jahr mit prognostizierten ca. 3,5 Mrd. Euro allerdings
nicht mehr erreicht. An dem Trend, dass viele Investoren ihr Kapital
für Hotel-Projektentwicklungen einsetzen, wird sich auch 2019 nichts
ändern. Allerdings: auf der einen Seite sind die Investoren bei
langfristigen Forward Deals vorsichtiger geworden bzw. möchten das
Baurisiko durch das Vorliegen einer Baugenehmigung und eines
Generalunternehmer-Vertrages idealerweise minimieren. Anderseits sind
Projektentwickler daran interessiert, möglichst früh den Exit zu
suchen – ein nicht so leichtes Unterfangen bei weiter steigenden
Baukosten und hohen Grundstückspreisen\“, so Giesemann abschließend.

*Die Hotels & Hospitality Group von JLL, Germany, berücksichtigt
Einzeltransaktionen mit einem Investitionsvolumen von mindestens 5
Mio. Euro sowie Portfoliotransaktionen mit Objekten ausschließlich in
Deutschland. Ebenso enthalten sind deutsche Hotels, die als Teil von
grenzüberschreitenden Portfolioverkäufen veräußert werden.

Pressekontakt:
Dorothea Koch, Tel. 069 2003 1007, dorothea.koch@eu.jll.com

Original-Content von: Jones Lang LaSalle SE (JLL), übermittelt durch news aktuell

Posted by on 11. April 2019.

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Categories: Finanzen, Hotel & Gaststätten

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