sichtbares Zeichen der Inklusion:

In diesem Jahr dürfen die Kölsch Funke rut-wieß vun 1823 e.V. zum ersten Mal die Schull- un Veedelszöch unterstützen. Die Idee dazu entstand im vergangenen Jahr. Hier hatten die Roten Funken am Rosenmontag erstmalig einen Inklusionswagen in ihren Zug integriert. Aufgrund der sehr positiven Erfahrungsollte das Thema Inklusion im Sinne der Nachhaltigkeit unbedingt fortgeführt werden.
So wurde diese Idee dem Vorsitzendem des Vereins Freunde und Förderer des kölnischen Brauchtums e.V., Bernhard Conin, während der Kötterbüchsaktion der Roten Funken vorgetragen. In seiner Vorstandssitzung im vergangenen Jahr stimmte der Verein diesem Vorschlag zur Unterstützung der Veedelszöch mit großer Freude zu.
Dank der„Tandem Stiftung Burkhard Zülow“, die den Umgang zwischen Menschen mit und ohne Einschränkungen fördert und zum ersten Mal an den Veedelszöch teilnimmt, haben Mitglieder, die aufgrund ihrer Behinderung bisher nicht am Zug teilnehmen konnten, jetzt die Möglichkeit, auf den Tandems bei den Veedelszöch dabeizusein. Ermöglicht haben das die Roten Funken gemeinsam mit der in Neuss ansässigen Tandem Stiftung. Spontan meldeten sich 30 Funken, inaktive Funken und Förderer, um dieses besondere Projekt zu unterstützen. David Zülow, Mitglied des Stiftungskuratoriums und Roter Funke, sagt: „Wir freuen uns darauf, Menschen mit Handicap die Chance zu geben, live bei den Schull– und Veedelszöch als aktive Teilnehmer dabei zu sein.“
15 Mitglieder aus den jeweiligen Vereinen– allesamt Karnevalisten mit körperlichen Einschränkungen – nehmen mit Tandems am Zug teil – mit besonderen Tandems, in denen man nicht hintereinander, sondern nebeneinander sitzt. So können sie – auf Augenhöhe mit ihren Mitfahrern – den Zug frei nach dem umgemünzten diesjährigen Motto „Mer fahre för Kölle“ erleben. Dr. Ludger Paas von den Roten Funken und Vorstandsmitglied, der die Aktion ehrenamtlich organisiert, betont: “Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Menschen aus dieser wunderbaren Stadt in ihrer Vielfältigkeit einen besonderen Dienst zu erweisen und die Teilnahme an den Schull- und Veedelszöch zu ermöglichen. Diese besondere Einbettung in die Mitte unserer Gesellschaft ist eine wichtige und vornehmliche Aufgabe. Inklusion als gelebte Normalität unserer Gesellschaft.“
Durch einen Spendenaufruf innerhalb der Roten Funken und einer großzügigen Sammelaktion auf der OSMAB-Sitzung können 150 vollgepackte Kamellebeutel und 1.000 Strüßjer zur Verfügung gestellt und die Teilnehmer der Roten Funken mit für diesen besonderen Anlass gefertigten Jacken ausgestattet werden.
Einige Eckdaten zur„Tandem Stiftung Burkhard Zülow“:
Der Neusser Unternehmer Burkhard Zülow verzichtete anlässlich seines 60. Geburtstages auf persönliche Geschenke. Stattdessen sammelte er Spenden, damit Schüler mit und ohne Einschränkungen gemeinsam Sport treiben können. Sein Ziel war es, dass sie Hemmungen und Berührungsängste abbauen und stattdessen erfahren, dass jeder Mensch etwas kann und Stärken hat.
Das erste Projekt war zugleich Namensgeber der Initiative:“Tandem – Integration behinderter Menschen durch Sport”. Tandems wurden angeschafft, auf denen die Sportler nicht hintereinander, sondern nebeneinander sitzen und so gemeinsame sportliche Erfolge erleben. Im September 2010 wurde aus der Initiative Tandem die „Tandem Stiftung Burkhard Zülow“. Das Herzstück aller Aktivitäten bleibt der „Tandem-Tag“, das inklusive Sport- und Familienfest jeweils am ersten Samstag im Mai auf Gut Gnadental in Neuss.
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