Sektorkopplung gegen die Zukunftsblindheit: Neue Berliner GOOD MOBILITY FOUNDATION bricht das Schisma zwischen Bauen und Bewegen

\“Unsere Gesellschaft steht vor einer der größten Transformationen ihrer Geschichte: Wohnungsnot, Klimaanpassung, Mobilitätswende, dazu schwierige politische Prozesse. Entscheidungen, die kurzfristig in den kommenden Monaten und Jahren getroffen werden, bestimmen, wie Deutschland in fünfzig bis hundert Jahren aussehen wird. Bisherwerden Mobilität und Bauen in getrennten Welten, Ministerien und Regelwerken verhandelt. Die GMF tritt an, um diese künstliche Trennung aufzulösen: Mobilität ist essenzieller Teil des täglichen Erlebens. Die Mobilität soll die Infrastruktur formen, nicht anderseherum\“, so die beiden Gründer Kucz und Scheler.
GMF verspricht fokussierte Arbeit für das\“Übermorgen\“
Während die GMF als eigenständige Organisation strategisch und diskursiv am Feld von übermorgen arbeitet – durch die Produktion von Studien, Thesenpapieren und Interventionen in Gesetzgebungsverfahren -, kooperiert sie eng mit dem Good Mobility Council, der mit seinem System\“Certified Good Mobility\“die Qualität der Mobilität an Immobilien auszeichnet..
Zu den ersten konkreten Schritten der Foundation nach der Gründung im Juni gehört die Ausarbeitung von prägnanten Impulspapieren\“Mind Pieces\“für das Jahr 2026 – unter anderem zur gravierenden Mobilitäts-Lücke und der Immobilienfinanzierung. Zudem startet die Konzeption für eine umfassende Szenariostudie zur\“Zukunft von Mobilität und Immobilienwirtschaft 2034\“, die Ende 2026 veröffentlicht wird.
Stimmen zur Stiftungs-Gründung:
Manuel Ehlers, Geschäftsführer der Good Mobility Foundation // Experte für nachhaltige Immobilienfinanzierung:\“Wir betonieren heute immer noch Parkplätze für Autos, die wir bald nicht mehr besitzen wollen, und binden bis zu 50 Prozent der grauen Energie eines Neubaus in Tiefgaragen. Das ist Zukunftsblindheit. Die wirtschaftlichen Risiken durch veraltete Stellplatzsatzungen oder mangelhafte ESG-Kriterien sind für Banken und Investoren real. Wir werden als Stiftung den Finger in diese Wunde legen und zeigen, was unter den Bedingungen von morgen überhaupt noch finanzierbar ist.\“
Dr. Meike Niedbal, Vorsitzende des Stiftungsbeirats // Bahn-Managerin a.D.&Staatssekretärin a.D. für Mobilität in Berlin:\“Es klafft eine massive Lücke zwischen dem politischen Wunsch nach lebenswerten Quartieren und der harten Verwaltungswirklichkeit. Wenn Landesbauordnungen mehrere Dekaden alt sind, bleibt der Klimavollzug aus. Wir müssen im Hier und Jetzt an die Umsetzung herangehen. Ein Hebel ist etwa die Schulwegsicherheit an unseren 33.000 Schulen: Wer Schulbau und Erschließung intelligent verknüpft, nimmt Eltern den alltäglichen Auto-Stress und schafft echte Lebensqualität.\“
Dr. Gereon Uerz, Stiftungsbeirat // Nachhaltigkeits-Experte für Immobilien&Mobilität:\“Der Zugang zu angemessenem Wohnraum und adäquater Mobilität darf kein Privileg sein – beides sind grundlegende Menschenrechte. Aktuell sehen wir jedoch eine tiefe soziale Ungerechtigkeit und den systematischen Ausschluss vieler Gruppen. Wenn bezahlbarer Wohnraum vom öffentlichen Nahverkehr abgeschnitten ist oder die gebaute Umweltdurch fehlende Barrierefreiheit den Alltag blockiert, spaltet das unsere Gesellschaft. Wir müssen Wohnungsbau und Infrastruktur von Anfang an inklusiv und resilient zusammendenken, um echte Teilhabe für alle Menschen zu sichern.\“
Prof. Dr. Stephan Rammler, Wissenschaftlicher Gründungsdirektor // Mobilitäts-&Zukunftsforscher:\“Wir befinden uns im Jahrhundert der Resilienz. Klimaextreme und demografische Verschiebungen stellen alternde Infrastrukturen akut infrage. Wie widerstandsfähig ein Gebäude oder ein Quartier über die nächsten 50 Jahre bleibt, entscheidet sich an der Schnittstelle von Bewegung und Ort. Die Foundation wird mit fundierter Wissenschaft und klaren Zukunftsszenarien die dringend notwendige Debatte über Resilienz-Designs in die Breite tragen.\“
Reiner Müller, Stiftungsbeirat // Internationaler Projektentwickler für Immobilien:\“Weg von der Immobilie als statischen Klotz – hin zu vernetzten Quartieren. Wir können es uns nicht mehr leisten, Gebäude zu bauen und die Erschließung erst im Nachgang mitzudenken. Das Prinzip Mobilität bestimmt die Form gehört in die Köpfe der Bauwirtschaft. Noch scheitern weitsichtige Konzepte an veralteter Bauplanung und behördlichen Dogmen. Als Teil der Stiftung bringe ich den ungeschönten Praxisbezug großer Bauvorhaben ein, um das Schisma zwischen Bauen und Bewegen aufzubrechen. Eine echte Verknüpfung der Sektoren ist heute nicht nur ökologisch notwendig, sondern wirtschaftlich hochgradig attraktiv.\“
Über die Good Mobility Foundation (GMF)
Die Good Mobility Foundation ist ein im Juni 2026 gegründeter, gemeinnütziger Think Tank mit Sitz in Berlin. Die Stiftung behandelt die Schnittstelle von Mobilität, Immobilien und Infrastruktur als integriertes Feld, um Qualität, Wertstabilität, Klimaresilienz und soziale Gerechtigkeit im deutschsprachigen Raum zu sichern.
Pressekontakt:
Anne Jacobs
Leiterin Kommunikation&Public Affairs
Good Mobility Foundation gGmbH
Charlottenstr. 2; 10969 Berlin
a.jacobs@goodmobility.org
www.goodmobility.foundation
Original-Contentvon: Good Mobility Council GmbH&Good Mobility Foundation gGmbH,übermittelt durch news aktuell
Categories: Allgemein
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