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Schiele-Reloaded im Leopold Museum: Jubiläumsschau startet durch- BILD

Das Leopold Museum zeigt mit der Ausstellung EGON
SCHIELE. DIE JUBILÄUMSSCHAU – RELOADED hundert Jahre nach dem Tod
des Künstlers die ungebrochene Aktualität von Schieles Schaffen. Auf
Einladung von Leopold Museum-Direktor Hans-Peter Wipplinger wählte
das Kuratorenteam Verena Gamper und Diethard Leopold neun Positionen
internationaler zeitgenössischer Kunst für punktuelle \“Injektionen\“
innerhalb der Jubiläumsschau. Zu sehen sind Arbeiten von Louise
Bourgeois (FR/US), Tadashi Kawamata (JP/FR), Jürgen Klauke (DE),
Sarah Lucas (UK), Chloe Piene (US), Rudolf Polanszky (AT), Maximilian
Prüfer (DE), Elisabeth von Samsonow (DE/AT) und Fiona Tan (IDN/NL).

Die von Diethard Leopold und Hans-Peter Wipplinger kuratierte
Ausstellung EGON SCHIELE. DIE JUBILÄUMSSCHAU bildet einen
wesentlichen Beitrag zum \“Wiener Moderne\“-Themenjahr. Statt dem
ursprünglich für 4. November vorgesehenen Finale startet die
Ausstellung noch einmal durch und geht, nicht zuletzt aufgrund des
großen Publikumszuspruchs, in die Verlängerung. Durch die
RELOADED-Interventionen erfährt die Jubiläumsschau außerdem eine
signifikante Modifikation und wird um spannende Zwiegespräche
zwischen dem Werk Schieles und Positionen der Gegenwartskunst
erweitert.

\“Rund 400.000 Gäste besuchten seit Ende Februar 2018 EGON SCHIELE.
DIE JUBILÄUMSSCHAU, die vorerst erfolgreichste Ausstellung des
Leopold Museum. Nur hier hat man die Möglichkeit, die Entwicklung
dieser bahnbrechenden Künstlerpersönlichkeit der Moderne anhand von
Werken höchster Qualität und Dichte nachzuvollziehen. Die präzise
Auswahl von zeitgenössischen Kunstwerken der RELOADED-Interventionen,
die mit Werken von Schiele in einen spannenden Dialog treten,
unterstreicht Virulenz, Dialogpotential und Zeitlosigkeit dieses
zentralen Künstlers des Museums.\“ Hans-Peter Wipplinger, Direktor

Die präsentierten Werke knüpfen auf vielfältige Weise an Schieles
zentrale Themen und Motive an. Die Selbstreflexionen und
Körperbefragungen, Darstellungen von Frauen, das ambivalente
Mutterbild, das Thema Spiritualität, Landschaften, Städtebilder oder
ausdrucksstarke Porträts des Protagonisten der Wiener Moderne werden
durch die Gegenüberstellung von zeitgenössischer Kunst neu
aufgeladen.

Zwtl.: Die Dialoge

\“Die kuratierten Dialoge beruhen auf konkreten Bezugnahmen oder
auf persönlichen Assoziationen, beziehen sich auf einzelne Werke oder
fußen auf korrespondierendem Interesse, bestärken oder konturieren
einander. Gemein ist den neun inszenierten Zwiegesprächen, dass sie
der inhaltlichen Nähe gegenüber der formalästhetischen den Vorzug
geben und einen neuen Blick auf Schieles Schaffen ermöglichen.\“
Verena Gamper und Diethard Leopold, KuratorInnen

Monumentalen Gemälden wie der Schieles Jenseitsvorstellungen
verbildlichenden Entschwebung oder den \“Eremiten\“ mit ihren
?Gestalten gleich einer (?) Staubwolke?, werden eine transparente,
nahezu schwebende Skulptur und eine materialbetonte Gemäldearbeit des
Wieners RUDOLF POLANSZKY gegenübergestellt. JÜRGEN KLAUKES
Fotoarbeit, in denen der Körper des Künstlers zur Projektionsfäche
von Identitäten wird, begegnet Schieles vielfältigen, expressiven
Selbstinszenierungen. Die Erfahrung mit der eigenen, kranken Mutter
übersetzt LOUISE BOURGEOIS in zwischen Intimität und Monstrosität
changierende Figurationen. Vom ambivalenten Verhältnis Schieles zu
seiner eigenen Mutter zeugt die fortwährende Auseinandersetzung mit
dem Mutter-Sujet.

Auf die spirituelle Komponente in Schieles ?uvre reagiert
ELISABETH VON SAMSONOW mit einer eigens für die Ausstellung
konzipierten Installation, welche theosophische Einflüsse im Werk
Schieles aufgreift. Die exzentrischen Introspektionen der
US-Amerikanerin CHLOE PIENE treffen auf Egon Schieles variantenreiche
Frauenbilder, in denen die Grenzen zwischen Porträt und
Selbstdarstellung bisweilen zu verschwimmen scheinen. Die Britin
SARAH LUCAS antwortet auf die Einladung zur Ausstellung mit einer
neuen, extra für die Ausstellung produzierten Arbeit, einer Version
ihrer provokanten \“Bunnies\“, mit denen sie den männlichen Blick
demaskiert.

Die mystische Rabenlandschaft Schieles begegnet MAXIMILIAN PRÜFERS
Triptychon Crow, welches die Spuren neuen Lebens, die aus einem sich
zersetzenden Tierkadaver entstehen auf der Bildoberfläche festhält.
Fragile Architekturen thematisiert der in Paris lebende Japaner
TADASHI KAWAMATA, indem er existierende Gebäude in
Versuchsanordnungen mit Holzlatten verkleidet. Diesen Prototypen
werden Schieles menschenleere Städtebilder, wie etwa Häuserbogen II,
gegenübergestellt. Im letzten, Schieles Porträts gewidmeten Bereich
der Ausstellung werden historische Fotografien japanischer
Schulmädchen auf Monitoren gezeigt. Sie sind Teil der Arbeit The
Changeling der in Amsterdam lebenden Künstlerin FIONA TAN. Diesen
standardisierten Aufnahmen stellt Tan ein einzelnes durch eine in
verschiedene fiktive Rollen schlüpfende Erzählstimme kommentiertes
Porträtfoto gegenüber, das die Formbarkeit und Instabilität von
Identität vorführt.

Zwtl.: Festliche Eröffnung der Ausstellung

Zur Eröffnung der Ausstellung, die den Gästen von Direktor
Hans-Peter Wipplinger und den KuratorInnen Verena Gamper und Diethard
Leopold präsentiert wurde, folgten die KünstlerInnen Elisabeth von
Samsonow, Chloe Piene und Maximilian Prüfer, Walter Vopava, der
deutsche Botschafter Johannes Haindl, Andreas Werner, Florian Reiter
(gelitin), Peter Sandbichler, Hans Kupelwieser, GD Josef Ostermayer
(Sozialbau AG, designierter Vorstand, Leopold Museum), die
Leopold-Museum Vorstandsmitglieder Helmut Moser, Elisabeth Leopold
und Werner Muhm, Alfred Weidinger (Direktor des Museum der bildenden
Künste Leipzig), Kunsthändler Yves Macaux, Theaterwissenschaftlerin
Monika Meister, Allan Janik (Universität Innsbruck), Biennale Venedig
Kommissärin Felicitas Thun-Hohenstein, Gabriele Langer (Kaufmännische
Direktorin, Leopold Museum), Belvedere-Kurator Franz Smola, Antonia
Hoerschelmann (Kuratorin, Albertina), Sammler Martin Lenikus, die
GaleristInnen Elisabeth und Klaus Thoman, Heike Curtze, Andrea
Jünger, Katharina Husslein, Michael Beck und Ute Eggeling (Beck &
Eggeling), Deniz Pekerman, Andreas Huber (Galerie Crone) und Philipp
Konzett, Natalie Hoyos (Sammlung Deutsche Telekom), Willi Dorner und
Lisa Rastl, Juliane Feldhoffer (Kunst im öffentlichen Raum NÖ),
Musiker Rudolf Leopold, Susanne Rohringer, Designerin und
Klimt-Nachfarin Brigitte Huber-Mader und ihre Familie, Steuerberater
Roland Schmidt, Thomas Mondl und Leopold Birstinger (Freundeverein
Leopold Museum), u.v.m.

[Ausführliche Presseunterlagen]
(https://www.ots.at/redirect/schiele)

Weitere Bilder zur Eröffnung in der [APA-Fotogalerie]
(https://www.apa-fotoservice.at/galerie/15647)

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM /
Originalbild-Service sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Leopold Museum-Privatstiftung
Mag. Klaus Pokorny und Veronika Werkner, BA
Presse/Public Relations
0043 1 525 70 – 1507 bzw. 1541
presse@leopoldmuseum.org
www.leopoldmuseum.org

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/573/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS – WWW.OTS.AT ***

Original-Content von: Leopold Museum, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 30. September 2018.

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Categories: Kunst & Kultur

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