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Sahara-Hitze da – heimische Wildtiere bleiben cool

Deutsche Wildtier Stiftung: Wozu lange Löffel,
Propeller-Flügel und ein sanftes Gemüt jetzt gut sind. Und: wie viel
Liter Wasser pro Tag brauchen Wildtiere?

\“Nach Gewittern und Unwettern wird es im Süden und Osten
Deutschlands bis zu 40 Grad heiß\“, warnen die Meteorologen. Da
stöhnen nicht nur die Menschen, auch die Wildtiere machen jetzt
\“gaaaaaanz langsam\“. Cool bleiben – das ist nun die Devise der
Waldbewohner! Dabei ziehen sie zusätzlich den einen oder anderen
Evolutionstrick aus dem Nähkästchen, weiß die Deutsche Wildtier
Stiftung.

Rehe legen sich ab

Rehe stehen kurz vor der anstrengenden Paarungszeit – da geht es
ohnehin in die Vollen. Sie, die jetzt noch in einer sehr \“chilligen\“
Stimmung sind und im Wald langsam herumbummeln, legen sich bei Hitze
im Schatten des Waldes faul ab. In den kühleren Abend- und
Morgenstunden geht es dann gemächlich auf Futtersuche.

Wildschweine belegen Naturbäder

So ein Waldbad ist herrlich erfrischend: Das sind die feuchten
Suhlen und seichten Teiche, die im Wald zu finden und vom letzten
Regen noch gefüllt sind. Da die Sauen immer im Familienverbund
zusammen sind – Tanten, Schwestern, Nichten – treffen sich ganze
Familien am kühlenden Nass. Das können bis zu 30 Tiere sein – alles
hört dabei auf die Kommandos der Leitbachen, sie führen die
Badegesellschaften an.

Der Fuchs bleibt im Bau

Er macht\’\’\’\’s richtig und legt eine lange Siesta ein – nachmachen,
wenn möglich! Bei großer Hitze verbringen Füchse den Tag im
schattigen Bau oder graben sich Erdmulden, wobei die oberste warme
Erdschicht entfernt wird. Wie Hunde hecheln sie dabei die Wärme über
die Zunge weg.

Hummeln werden zum \“Ventilator\“

Hummeln bleiben bei Hitze am Nest – die Brut darf nicht
austrocknen! Ihre Flügel nutzen sie jetzt wie Propeller – und
erzeugen so durch hochtouriges Flügelschlagen einen Hauch Abkühlung.

Junge Feldhasen profitieren vom inneren \“Wassertank\“

Hasen geben die Körperwärme über ihre langen Löffel ab, ruhen in
einer kleinen Kuhle auf der Wiese. Bei jungen Hasen, die noch gesäugt
werden, dient das Fett in der Muttermilch im Sommer als eine Art
innerer \“Wasserspeicher\“. Da beim Abbau von 1 Gramm Fett im
Tierkörper 1,1 Gramm Wasser entstehen, haben Junghasen auch in
trockenen Jahreszeiten Wasser verfügbar, mit dem sie – beispielsweise
durch Hecheln und Einspeicheln – eine Überhitzung vermeiden können.

Infobox: Wie viel Liter Wasser brauchen Wildtiere am Tag?

– Reh: ein bis zwei Liter; Wasser wird zum großen Teil über
pflanzliche Nahrung und das Naschen im Morgentau aufgenommen.
– Hirsch: bis zu zehn Liter am Tag; Wasseraufnahme erfolgt durch
\“Schöpfen\“ aus Tümpeln, Wasserläufen und Teichen und durch das
Fressen pflanzlicher Nahrung.
– Wildschweine um die zwei bis drei Liter. Wildschweine ziehen sich
in den Wald an schattige Wasserstellen zurück. In heißen Zeiten kann
das Anlegen von Suhlen Abhilfe schaffen – weniger um zu saufen, als
um sich abzukühlen.

Pressekontakt:
Jenifer Calvi, Deutsche Wildtier Stiftung, Christoph-Probst-Weg 4,
20251 Hamburg,
Telefon 040 9707869-14, Fax 040 9707869-19,
jcalvi@dewist.de, www.DeutscheWildtierStiftung.de

Original-Content von: Deutsche Wildtier Stiftung, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 25. Juni 2019.

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Categories: Vermischtes

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