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Saarbrücker Zeitung: Digitalministerin Bär hält Rohrpost im Kanzleramt für unverzichtbar

Trotz E-Mail und Computertechnik setzt auch
das Bundeskanzleramt immer noch auf ein Rohrpostsystem. Wie die
\“Saarbrücker Zeitung\“ (Samstag) berichtet, hält ausgerechnet die
Staatsministerin für Digitales, Dorothee Bär (CSU), die Rohrpost
offenbar für unverzichtbar.

Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der
FDP hervor. Laut Zeitung schreibt Bär darin: \“Eine kostengünstigere
Form der Übermittlung ist bis zur Einführung der elektronischen Akte
im Bundeskanzleramt nicht vorhanden.\“ So seien im Jahr 2019 \“bisher
circa 2400 Vorgänge monatlich per Rohrpost übermittelt\“ worden.

Als Alternative, rechnet Bär vor, käme nur eine Übermittlung durch
drei zusätzliche Boten in Betracht. Die Personalkosten dafür würden
dann aber 137.000 Euro betragen. Die Wartungs- und
Instandsetzungskosten der Rohrpostanlage seien demgegenüber deutlich
geringer.

Seit 2014 wurden demnach pro Jahr zwischen 9000 und 12.000 Euro
für die Erhaltung des weit verzweigten Systems im Kanzleramt
ausgegeben. Die FDP sieht darin einen Beleg, dass die Bundesregierung
in Sachen Digitalisierung kein Konzept hat. \“Dass mit Dorothee Bär
gerade die Staatsministerin für Digitalisierung sagt, dass die
antiquierte Rohrpost quasi alternativlos sei, lässt tief blicken\“,
sagte Parlamentsgeschäftsführer Marco Buschmann der Zeitung. Anstatt
Innovationen und Chancen zu nutzen, verharre die Bundesregierung in
alten Strukturen.

Pressekontakt:
Saarbrücker Zeitung
Büro Berlin

Telefon: 030/226 20 230

Original-Content von: Saarbrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 20. April 2019.

Tags:

Categories: Politik & Gesellschaft

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