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RTL/n-tv-Trendbarometer: Union hat weiter größtes Wählerpotential – Grüne mit mehr potentiellen Anhängern als die FDP – Debatte über Özil und Wetter wichtiger als die Flüchtlingsfrage

Grüne erobern die gesellschaftliche Mitte

Aus den politischen Turbulenzen der vergangenen Monate gehen die
Grünen als größte Gewinner hervor: Für das RTL/n-tv-Trendbarometer
hat forsa die derzeitigen Wählerpotentiale der im Bundestag
vertretenen Parteien ermittelt. Zusätzlich zu der aktuellen
Wahlabsicht haben die Wahlberechtigten angegeben, welche Parteien
ihnen außerdem wählbar erscheinen. Die Grünen würden derzeit sicher
von 10 Prozent der Wahlberechtigten gewählt – aber 24 Prozent können
sich darüber hinaus auch vorstellen, den Grünen ihre Stimme zu geben.
Die Grünen erreichen damit ein Gesamtpotential von 34 Prozent –
genauso viel wie die SPD und sehr viel mehr als die FDP (22%). 36
Prozent der SPD-Wähler vom September 2017, 31 Pro¬zent der Wähler der
Linkspartei, aber auch 22 Prozent der Unions- und 15 Prozent der
FDP-Wähler halten es für möglich, bei einer Bundestagswahl \“grün\“ zu
wählen. Die Linkspartei erreicht ein Wählerpotential von 21 Prozent.

Über das größte Wählerpotential verfügen in diesem Sommer
gleichwohl nach wie vor die Unionsparteien (41%), trotz der Schwäche
der CSU (bundesweit nur 6%). Von den CDU-Wählern könnten sich 29
Prozent vorstellen, der CSU ihre Stimme zu geben, wenn sie auch
außerhalb Bayerns wählbar wäre. Würde die CDU auch in Bayern
antreten, würden sie 58 Prozent der bisherigen CSU-Wähler bei einer
Bundestagswahl wählen. Das geringste Wählerpotential hat derzeit die
AfD. 10 Prozent aller befragten Wahlberechtigten würden sie derzeit
wählen, für weitere 6 Prozent ist eine Wahl der AfD \“vielleicht
möglich oder durchaus denkbar\“. Bemerkenswert: 22 Prozent des
AfD-Potentials ist in Bayern zu Hause – obwohl Bayern nur 15 Prozent
der deutschen Gesamtbevölkerung ausmacht und die CSU-Führung das
Potential der AfD an sich selbst binden wollte.

forsa-Chef Prof. Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL:
\“Nach der Bundestagswahl ist es den Grünen gelungen, ihr
Wählerpotential weit über die bisherige Kernwählerschaft hinaus zu
verbreitern. Das liegt an der Schwäche der übrigen Parteien, aber
auch an der zunehmend pragmatischen Politik der Grünen und an ihrem
als glaubwürdig empfundenen Personal (wie Cem Özdemir oder Robert
Habeck). Die Partei wird heute von vielen in der gesellschaftlichen
Mitte für wählbar gehalten. Und sie beginnt, die FDP nach deren Viele
enttäuschenden Abbruch der Jamaika-Sondierungen als bürgerliche
Alternative abzulösen.\“

AfD verliert

Im aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometer gewinnen Union und FDP
gegenüber der Vorwoche (je +1%punkt), Linke und AfD verlieren (je
-1%punkt). Von den beiden \“Schwesterparteien\“ würde die CDU derzeit
wieder so viele Stimmen erhalten wie bei der letzten Bundestagswahl
(26,8%), während die CSU nur noch auf 5 Prozent käme (Bundestagswahl:
6,2%). Eine Bundestagswahl hätte derzeit folgendes Ergebnis: CDU/CSU
32 Prozent (Bundestagswahl 32,9%), SPD 18 Prozent (20,5%), FDP 9
Prozent (10,7%), Grüne 13 Prozent (8,9%), Linke 9 Prozent (9,2%), AfD
14 Prozent (12,6%). 5 Prozent würden sich für eine der sonstigen
Parteien entscheiden (5,2%). 25 Prozent der Wahlberechtigten sind
unentschlossen oder würden nicht wählen (Nichtwähler: 23,8%).

forsa-Chef Prof. Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL:
\“Die AfD kann ihr hohes Niveau von bis zu 16 Prozent nicht halten,
weil ihr das Haupt-Thema abhandengekommen ist. Den Bundesbürgern sind
derzeit die Wetterlage, die Waldbrände, die Debatte über Özil und die
dramatische Weltpolitik sehr viel wichtiger als die
Flüchtlingsfrage.\“

Bei einer Direktwahl der Kanzlerin/des Kanzlers würden Angela
Merkel und Andrea Nahles je einen Prozentpunkt gewinnen, Olaf Scholz
einen Prozentpunkt verlieren. Beim Duell Nahles gegen Merkel würden
14 Prozent für Nahles und 49 Prozent für Merkel stimmen. Beim Duell
Scholz gegen die Kanzlerin würden 22 Prozent für Scholz und 42
Prozent für Merkel stimmen.

Die Meldungen sind mit der Quellenangabe RTL/n-tv-Trendbarometer
frei zur Veröffentlichung.

Die Daten zur Parteien- und Kanzlerpräferenz und zu den
Wählerpotentialen der Parteien wurden vom 23. bis 27. Juli 2018 vom
Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag der
Medi-engruppe RTL erhoben. Datenbasis: 2.505 Befragte. Statistische
Fehlertoleranz: +/-2,5%punkte.

Pressekontakt:
Alessia Maier
Mediengruppe RTL Deutschland, Kommunikation n-tv, Telefon 0221 –
45674103
Ansprechpartner bei forsa: Dr. Peter Matuschek, Telefon 030 –
62882442

Original-Content von: Mediengruppe RTL Deutschland, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 30. Juli 2018.

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