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RTL/n-tv-Trendbarometer / Forsa-Aktuell: SPD bei 11 Prozent – Wenig Vertrauen zu Kühnert als Parteichef

Grüne weiterhin auf Platz 1 / SPD fällt hinter AfD
auf Platz 4 zurück

Im aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometer verliert die SPD einen
Prozentpunkt und erreicht 11 Prozent, den niedrigsten seit 1949
gemessenen Wert. Sie ist derzeit nur viertstärkste Partei in
Deutschland, hinter den Grünen (27%), der CDU/CSU (24%) und der AfD
(13%). AfD und FDP haben sich gegenüber der Vorwoche um jeweils einen
Prozentpunkt verbessert, die sonstigen Parteien verlieren einen
Prozentpunkt. Bei Grünen, Union und Linkspartei ändert sich nichts.

Wenn derzeit ein neuer Bundestag gewählt würde, würden nur noch
5,6 Millionen Wahlberechtigte sozialdemokratisch wählen. Bei der
letzten Bundestagswahl haben 9,5 Millionen SPD gewählt, bei der
Bundestagswahl 1998 20,2 Millionen.

Beim akademischen Nachwuchs, den Studenten und Schülern, liegen
die Sozialdemokraten momentan mit 8 Prozent nur auf Rang 5 – hinter
den Grünen (51%), der Union (10%) sowie der FDP und der Linkspartei
(jeweils 9%).

Wenn jetzt Bundestagswahl wäre, würden sich die Wähler wie folgt
entscheiden: CDU/CSU 24 Prozent (Bundestagswahl 32,9%), SPD 11
Prozent (20,5%), FDP 9 Prozent (10,7%), Grüne 27 Prozent (8,9%),
Linke 8 Prozent (9,2%), AfD 13 Prozent (12,6%). 8 Prozent würden sich
für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2%). 18 Prozent aller
Wahlberechtigten sind derzeit unentschlossen oder würden nicht wählen
(Nichtwähler 2017: 23,8%).

Bundesbürger bedauern Niedergang der SPD

59 Prozent der Bundesbürger würden es \”persönlich bedauern, wenn
die SPD in der Bedeutungslosigkeit verschwinden würde\”. 36 Prozent
wäre das egal. Laut RTL/n-tv-Trendbarometer ist das Bedauern über den
Niedergang der SPD besonders groß bei über 60-Jährigen (76%),
SPD-Anhängern (98%), früheren SPD-Wählern (67%) aber auch bei
Anhängern der Union (66%) und der Grünen (70%). Allerdings glauben
nur wenige Bundesbürger, dass die SPD sich von ihrer Schwäche erholen
könnte. 69 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass die
Sozialdemokraten das verloren gegangene Vertrauen in absehbarer Zeit
nicht zurückgewinnen können. Dieser Auffassung sind auch 21 Prozent
der SPD-Anhänger. Von den früheren SPD-Wählern haben sogar 72 Prozent
(das sind 17,4 Millionen Wahlberechtigte) die Hoffnung aufgegeben,
die SPD könnte wieder erstarken

Könnte der Juso-Chef Kevin Kühnert die SPD aus ihrem Stimmungstief
führen? 56 Prozent der Bundesbürger trauen ihm das nicht zu. 23
Prozent halten Kühnert für geeignet, neuer SPD-Chef zu werden, 21
Prozent haben dazu keine Einschätzung. Auch die SPD-Anhänger und die
früheren SPD-Wähler setzen nur zu einem Viertel ihr Vertrauen in den
Juso-Vorsitzenden.

Könnte Oskar Lafontaines Vorschlag, die SPD mit der Linkspartei zu
vereinigen, den Sozialdemokraten helfen? 30 Prozent halten das für
einen guten Vorschlag, 58 Prozent sind dagegen. Mehrheitlich dafür
sind lediglich die Anhänger der Linkspartei (67%), 60 Prozent der
SPD-Anhänger und 63 Prozent der früheren SPD-Wähler dagegen lehnen
die Idee ab.

forsa-Chef Prof. Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL:
\”Die SPD hat Millionen früherer Wähler politisch heimatlos gemacht.
Viele dieser früheren Wähler würden an sich gerne der SPD wieder ihre
Stimme geben, können dies aber nicht, weil sich die SPD seit Jahren
eher um die Seele der wenigen Mitglieder, nicht aber um die der
vielen verlorenen Wähler kümmert. Auch die aktuelle Diskussion um
Urwahl, Doppelspitze, etc. sind vereinsinterne Debatten, die die
große Mehrheit der Wähler nicht interessieren.\”

Die Meldungen sind mit der Quellenangabe RTL/n-tv-Trendbarometer
frei zur Veröffentlichung. Die Daten zur Parteipräferenz wurden vom
Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa vom 11. 6. – 14. 6. 2019
im Auftrag der Mediengruppe RTL erhoben. Datenbasis: 2.001 Befragte.
Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte. Die Daten zur
Einschätzung der SPD wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut
forsa vom 12. 6. – 14. 6. 2019 im Auftrag der Mediengruppe RTL
erhoben. Datenbasis: 1.505 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/-
3 Prozentpunkte.

Pressekontakt:
Kommunikation n-tv
Alessia Gerkens
alessia.gerkens@mediengruppe-rtl.de
+49 221 456-74103

Ansprechpartner bei forsa
Dr. Peter Matuschek
+49 30 62882442

Original-Content von: Mediengruppe RTL Deutschland, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 15. Juni 2019.

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Categories: Vermischtes

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