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RTL/n-tv-Trendbarometer / Forsa Aktuell: Motivierungsgrad bei Wählern von AfD, Grünen und CSU am höchsten – Union und Grüne verlieren jeweils 1 Prozentpunkt

Mehrheit empfindet Wahlwerbung als \“wenig ansprechend
und wenig verständlich\“

Das Ergebnis der Europawahl wird in starkem Maße davon abhängen,
wie sehr die Parteien ihre Bundestags-Wähler dazu bewegen können, sie
erneut zu wählen. Im aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometer ist der
Mobilisierungsgrad bei AfD, Grünen und CSU eine Woche vor der Wahl am
höchsten. Von den Bundesbürgern, die bei der Bundestagswahl 2017 AfD
gewählt haben, geben 79 Prozent an, auch für das Europaparlament AfD
wählen zu wollen. Jeweils 72 Prozent der Wähler von Grünen und CSU
erklären, sie wollten am kommenden Sonntag genauso abstimmen wie im
September 2017. Deutlich schwächer ist der Mobilisierungsgrad derzeit
bei der CDU (57%), bei SPD und Linken (jeweils 51%) und am
schlechtesten bei der FDP (34%).

Die Wahlwerbung der Parteien für die Europawahl wird von den
meisten Deutschen eher schlecht bewertet. Im RTL/n-tv-Trendbarometer
beurteilen 60 Prozent der Bundesbürger die Wahlwerbung als \“wenig
ansprechend und wenig verständlich\“. 31 Prozent finden die Plakate,
Anzeigen und TV-Spots \“ansprechend und verständlich\“. Am negativsten
urteilen Befragte mit Hauptschulabschluss (73%), am wenigsten
ablehnend die Anhänger der CSU (46%).

52 Prozent bewerten Wegfall der Sperrklausel als \“Schwächung der
Demokratie\“

Für die Europawahl gibt es in Deutschland – im Unterschied zu
vielen anderen europäischen Ländern – nach einem Urteil des
Bundesverfassungsgerichts keine \“Sperrklausel\“. Parteien müssen also
keinen Mindestanteil von Stimmen erlangen, um ins Parlament
einzuziehen. Im aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometer bewerten 52 Prozent
der Bundesbürger den Wegfall der Sperrklausel als \“Schwächung der
Demokratie\“. Das sehen vor allem Anhänger der CDU (71%), der CSU
(63%) und der SPD (62%) so. 25 Prozent der Deutschen betrachten die
Wahl ohne Sperrklausel und die damit ermöglichte Kandidatur von über
40 Parteien als \“Stärkung der Demokratie\“. Diesem Urteil schließen
sich vor allem Anhänger der AfD (45%), der Linken (46%) und der
sonstigen Parteien (52%) an.

Mehr als 30 Splitterparteien kandidieren für das Europaparlament.
Zwei Drittel der Wahlberechtigten (67%) sind überzeugt, dass die
Kandidaten dieser Parteien überwiegend aus den \“Randgruppen der
Gesellschaft\“ stammen. Nur 18 Prozent verorten diese Parteivertreter
in der gesellschaftlichen Mitte.

Dennoch werden einige dieser Splitterparteien durchaus
wahrgenommen. Außer den Freien Wählern werden im aktuellen
RTL/n-tv-Trendbarometer sieben Splitterparteien am häufigsten
genannt: Die Partei, Tierschutz, ÖDP, Piraten, Die Humanisten, Volt
und die Lucke-Partei LKR. Außerdem werden auch noch mehrfach genannt
Die Grauen, Familien-Partei, Bündnis C, Demokratie in Europa, Die
Violetten, Graue Panther, Neue Liberale und NPD.

CDU/CSU und Grüne verlieren / SPD und Linke legen zu

Da Union und Grüne im aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometer gegenüber
der Vorwoche jeweils einen Prozentpunkt verlieren, käme Schwarz-Grün
derzeit im Bund nur noch auf eine knappe \“Kanzlermehrheit\“ von 48
Prozent. SPD und Linke gewinnen jeweils einen Prozentpunkt. Die Werte
der übrigen Parteien bleiben unverändert.

Wenn jetzt Bundestagswahlen wären, ergäbe sich folgende
Stimmverteilung: CDU/CSU 29 Prozent (Bundestagswahl 32,9%), SPD 16
Prozent (20,5%), FDP 8 Prozent (10,7%), Grüne 19 Prozent (8,9%),
Linke 9 Prozent (9,2%), AfD 13 Prozent (12,6%). 6 Prozent würden sich
für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2%). 22 Prozent aller
Wahlberechtigten sind derzeit unentschlossen oder würden nicht wählen
(Nichtwähler 2017: 23,8%).

forsa-Chef Prof. Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL:
\“Das Ergebnis der Europawahl dürfte nicht den aktuellen Wahlabsichten
bei einer Bundestagswahl entsprechen. Die zum Vergleich zur
Bundestagswahl zu erwartende deutlich niedrigere Wahlbeteiligung, die
Summe der kandidierenden Parteien, die relativ geringe Bekanntheit
der Spitzenkandidaten sowie die Überlagerung der Europawahl durch
lokale Wahlen in zehn Bundesländern sind verantwortlich dafür, dass
die Stimmen bei der Europawahl nicht den aktuellen Parteipräferenzen
entsprechen werden.\“

Die Meldungen sind mit der Quellenangabe RTL/n-tv-Trendbarometer
frei zur Veröffentlichung. Die Daten zur Parteipräferenz wurden vom
Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa vom 13. 5. – 17. 5. 2019
im Auftrag der Mediengruppe RTL erhoben. Datenbasis: 2.503 Befragte.
Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte. Die
Einschätzungen zur Europawahl wurden vom Markt- und
Meinungsforschungsinstitut forsa vom 15.5. – 17. 5. 2019 im Auftrag
der Mediengruppe RTL ermittelt. Datenbasis: 1.200 Befragte.
Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte.

Ansprechpartner bei forsa: Dr. Peter Matuschek, Telefon 030 –
62882442

Pressekontakt:
Lisa von Söhnen
Mediengruppe RTL Deutschland
Kommunikation n-tv
Tel.: 0221-45674102
E-Mail: lisa.vonsoehnen@mediengruppe-rtl.de

Original-Content von: Mediengruppe RTL Deutschland, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 20. Mai 2019.

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