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RNZ: Butterwegge: Baukindergeld ist fehlgeleitete Subvention

Der Kölner Armutsforscher Christoph Butterwegge
hat die Einigung der Koalition beim Baukindergeld als \“fehlgeleitete
Subvention\“ kritisiert. \“Diese Maßnahme ist ein Schritt in die
falsche Richtung\“, sagte Butterwegge der Rhein-Neckar-Zeitung
(Heidelberg, Donnerstagausgabe). \“Sie fördert Familien, die
zusätzliches Geld größtenteils vermutlich gar nicht brauchen.\“ Diese
führe zu Mitnahmeeffekten, so Butterwegge. \“Man erreicht damit gerade
nicht jene Familien, die in Ballungsräumen kaum noch bezahlbaren
Wohnraum finden.\“

Als Mittel gegen den Mangel an Wohnraum forderte Butterwegge mehr
Investitionen in den sozialen Wohnungsbau. \“Genossenschaftlicher und
kommunaler Wohnungsbau muss wieder stärker gefördert werden\“, sagte
er. Die von der Regierung zugesagten zusätzlichen Mittel von 500
Millionen Euro seien \“nur ein Tropfen auf den heißen Stein\“.

Butterwegge kritisierte auch die Beschlüsse zur
Familienentlastung. \“Damit kann man keine Armut bekämpfen\“, sagte er.
Da das Kindergeld auf Transferleistungen angerechnet wird, komme die
Erhöhun bei \“den Familien, die es am dringendsten brauchen\“, nicht
an. \“Es ist auch sozial ungerecht, dass Besserverdienende auf den
höheren steuerlichen Kinderfreibetrag zurückgreifen können\“, sagte
Buttewegge. \“Dadurch bekommen sie für ihr Kind etwa 1000 Euro mehr im
Jahr als Normal- oder Geringverdiener.\“

Pressekontakt:
Rhein-Neckar-Zeitung
Dr. Klaus Welzel
Telefon: +49 (06221) 519-5011

Original-Content von: Rhein-Neckar-Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 28. Juni 2018.

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Categories: Vermischtes

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