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Rheinische Post: Problematische Rettung Kommentar Von Gregor Mayntz

Die Dresdner Flüchtlingshelfer waren 2015 schon
auf der Balkanroute aktiv, widmeten sich dann den in Griechenland
Gestrandeten und haben sich nun den Bootsflüchtlingen im Mittelmeer
verschrieben. Aus ihrer Sicht ist das nur konsequent. Es bekommt
jedoch schon einen schlechten Beigeschmack, wenn sie nach dem Prinzip
Geld gegen gutes Gewissen um Spenden werben. Es gibt keinen Zweifel
daran, dass jeder Mensch verpflichtet ist, einen Ertrinkenden vor dem
Tod zu retten. Doch prekär wird die Situation, wenn auch nur der
Verdacht entsteht, dass Verzweifelte sich gerade deswegen in
Lebensgefahr begeben, weil sie auf Retter setzen. Schlimm wird es,
wenn Wohlmeinende das Geschäft der Schleuser dadurch ankurbeln. Für
Innenminister Horst Seehofer (CSU) kommen diese publikumswirksamen
Rettungsaktionen zur Unzeit. Er will demonstrieren, dass Deutschland
mit harter Hand gegen illegale Migration vorgeht. Die Gegner dieses
Kurses können mit den Bootsflüchtlingen das Bild der Unmenschlichkeit
dagegensetzen. Beides verstärkt die Spaltung in der Gesellschaft.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 27. Juni 2018.

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Categories: Politik & Gesellschaft

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