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Rheinische Post: Kommentar / Scheitern im Quadrat = Von Jochen Wittmann

Alle politischen Karrieren, lautet ein Diktum
des britischen Politikers Enoch Powell, \“enden im Versagen\“. Das Ende
von Theresa May dagegen bedeutet ein Scheitern im Quadrat. Angetreten
als kompetent geltende Politikerin, steht sie nach knapp drei Jahren
im Amt als jemand da, dem nicht nur nichts glückte, sondern der auch
alles schlimmer gemacht hat. Zum Schluss führte sie eine
Zombie-Regierung an, der gar nichts mehr gelang.

Jetzt steht das Land vor einem Scherbenhaufen. Ihren noch zu
bestimmenden Nachfolger mahnte May in ihrer Rücktrittserklärung, eine
Konsenslösung beim Brexit zu finden. Das klingt wie Hohn aus dem Mund
einer Frau, die viel zu lange jeden politischen Kompromiss abgelehnt
hatte und deren Trickserei und Taktiererei die Grundlagen zerstört
hat, um Konsens zu ermöglichen.

Dabei hat sie recht. Ohne Einlenken auf beiden Seiten geht es
nicht. Doch die Chancen, dass sich ein moderater Nachfolger von May
finden ließe, sind gering. Wahrscheinlicher ist, dass der größte
Brexit-Schreihals das Rennen machen wird.

www.rp-online.de

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2627

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 24. Mai 2019.

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Categories: Politik & Gesellschaft

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