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Rheinische Post: Kommentar / Reiche sollen zahlen = VON MARTIN KESSLER

Der rot-rot-grüne Senat wird die Abschaffung
der Kita-Gebühren sicher als soziale Großtat feiern. Denn es passt zu
linker Rhetorik, den Besuch aller Bildungseinrichtungen von der
Krippe bis zum Universitätsexamen gebührenfrei zu halten. Mag man für
Schule und Hochschule noch gute Gründe finden – den Besuch der Kita
grundsätzlich umsonst zu gewähren, ist für Land und Kommunen teuer,
ungerecht und ökonomisch wenig effizient. Gerade wenn beide
Elternteile gut verdienen, sind Kitas wertvoll. Muss einer der
Partner wegen fehlender Betreuung zu Hause bleiben, fällt der
Verdienstausfall höher aus als bei Durchschnittsverdienern. Da ist es
fair, dass Reiche mehr für die Kita zahlen. Zugleich müssen viele
Kommunen tiefer in die Tasche greifen. Das Geld für die Kita-Kinder
der Reichen müssen sie sich auch bei ärmeren Bürgern besorgen. Zudem
sind Kita-Gebühren für Kommunen ein Anreiz, mehr in die frühkindliche
Ausbildung zu investieren. Gerade Gutverdiener dürften eher auf die
Kita-Qualität achten als auf ein gebührenfreies Angebot. Davon
profitieren auch die übrigen Kinder.

www.rp-online.de

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 30. Juli 2018.

Tags:

Categories: Politik & Gesellschaft

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