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Rheinische Post: Kommentar / Putins Jalta = Von Matthias Beermann

Eines ist jetzt schon gewiss: Über die Zukunft
Syriens entscheiden nicht die Syrer, sondern ausländische Mächte.
Allen voran der Iran und Russland, die Diktator Baschar al Assad mit
massiver militärischer Unterstützung vor dem Sturz bewahrt haben.
Doch für die Schützenhilfe wollen sie in Moskau und Teheran belohnt
werden. Und weil auch die Türkei über die Nachkriegsordnung in Syrien
mitbestimmen will, hat sich das Nato-Mitglied den beiden
Interventionsmächten angeschlossen. Zu dritt trifft man sich heute in
Sotschi, wo Russlands Präsident Wladimir Putin als Gastgeber eine Art
syrisches Jalta-Treffen veranstaltet. Eine Konferenz, bei der es
freilich nicht um Menschenrechte oder Demokratie geht, sondern um die
Aufteilung der Beute. Russland will seinen wieder herbeigebombten
Einfluss im Nahen Osten sichern. Der Iran arbeitet an der Vollendung
des „Schiitischen Halbmonds“, der vom Persischen Golf über den Irak,
Syrien und den Libanon bis zum Mittelmeer reichen soll. Und die
Türkei will einen Kurdenstaat verhindern. Das alles wird nur zu einem
führen: dem nächsten Krieg.

www.rp-online.de

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 21. November 2017.

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