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Rheinische Post: Kommentar / Potemkinscher Tod = Von Ulrich Krökel

Das irrwitzige Geschehen rund um die angebliche
Ermordung des kremlkritischen Journalisten Arakdi Babtschenko in Kiew
lässt die meisten Beobachter fassungslos zurück – zumindest im
Westen. Aber selbst wer mit den Finten und Finessen postsowjetischer
Geheimdienste einigermaßen vertraut ist, deren Methoden zwischen
Kaltblütigkeit, Dreistigkeit und Bauernschläue schwanken, kann sich
nach den Ereignissen nur im falschen Film wähnen. Ein vorgegaukelter,
ein potemkinscher Tod: In der EU wird man sich fragen, ob auf ein
Land, dessen Behörden zu solchen Taschenspielertricks greifen,
dauerhaft Verlass sein kann. Die naheliegende Antwort lautet: Nein.
Der ukrainische Geheimdienst SBU hat dem eigenen Staat einen
Bärendienst erwiesen. Und das gilt völlig unabhängig davon, ob der
SBU tatsächlich einen von russischer Seite angeheuerten
Auftragskiller enttarnt hat. Wenn, wie der SBU behauptet, die Aktion
seit Monaten lief, dann war die unwürdige Schau, bei der nicht einmal
seine Familie eingeweiht war, erst recht überflüssig.

www.rp-online.de

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 30. Mai 2018.

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Categories: Politik & Gesellschaft

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