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Rheinische Post: Kommentar: Fördergeld fürs sichere Heim

Es hört sich so leicht an: Einfach die Türen
und Fenster aller Wohnungen und Häuser in NRW mit effektiver
Sicherheitstechnik ausstatten und schon würde sich das Einbruchsland
Nummer eins in Deutschland ins einruchssicherste Bundesland
verwandeln. So leicht, wie es sich anhört, ist es natürlich nicht.
Eine Einbruchschutzverordnung, in der alle Eigentümer verpflichtet
werden, ihre Immobilien mit einheitlichen Standards gegen Einbrecher
zu schützen, dürfte kaum umsetzbar sein – auch wenn es vom Prinzip
her richtig wäre. Denn anders als etwa die Rauchmelderpflicht ist ein
wirkungsvoller Tür- und Fensterschutz mit hohen Kosten verbunden.
Woher nehmen, wenn nicht stehlen, kann man in dem Zusammenhang
passenderweise fragen. Dem Land dürften die finanziellen Mittel
fehlen. Und Eigentümer kann man nicht dazu verpflichten, so
kostspielige Maßnahmen aus der eigenen Tasche zu bezahlen, zumal es
viele Menschen gibt, die sich das überhaupt nicht leisten können.
Vielmehr sollte man darüber nachdenken, finanzielle Anreize zu
schaffen. Wer sein Haus einbruchssicher machen will, sollte vom Staat
– ähnlich wie beim Kauf eines Elektroautos – finanziell gefördert
werden.

www.rp-online.de

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 30. Mai 2017.

Tags:

Categories: Politik & Gesellschaft

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