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Rheinische Post: Kommentar / Firmen müssen umdenken = VON BIRGIT MARSCHALL

Wenn Kinder klein sind, kann in der Regel ein
Elternteil nur Teilzeit arbeiten. Meistens ist es die Mutter. Werden
die Kinder größer, wollen und müssen viele Mütter ihre Arbeitszeit
ausweiten. Tun sie es nicht, wird ihr Rentenanspruch kaum über dem
Sozialhilfeniveau liegen. Doch viele Frauen verharren im Teilzeitjob,
man nennt es auch Teilzeitfalle. Um den Rückweg zu erleichtern, hat
die SPD das Rückkehrrecht von Teil- in Vollzeit durchgesetzt. Der
Staat kann aber das Ende der Teilzeitfalle nicht verordnen. Es wird
auf einen gesellschaftlichen Mentalitätswandel ankommen, um den hohen
Anteil der Teilzeitjobs bei erwerbstätigen Frauen (55 Prozent!) zu
verringern. Zu viele Unternehmen (mehr als die Hälfte!) hängen noch
der antiquierten Auffassung an, Teilzeitjobs und flexible
Arbeitszeiten seien moderner Unfug. Da Deutschland aber die
Fachkräfte ausgehen, haben immer mehr Firmen ein Interesse daran,
qualifizierte Mütter an sich zu binden und ihnen den Wiedereinstieg
in einen Vollzeitjob anzubieten. Insofern dürfte sich auch das
Problem, dass zwei Drittel aller Mütter in kleineren Betrieben
arbeiten, die das Rückkehrrecht nicht tangiert, von selbst erledigen.

www.rp-online.de

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 27. Juli 2018.

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Categories: Politik & Gesellschaft

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