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Rheinische Post: Kommentar / Die Königsmacher = Von Florian Rinke

Es gibt einen Namen für das, was der japanische
Telekomkonzern Softbank macht: die Königsmacher-Strategie. Über einen
100 Milliarden Dollar schweren Fonds investiert das Unternehmen so
hohe Beträge in Digitalunternehmen, dass diese so viel Schlagkraft
gegenüber Konkurrenten entwickeln, dass der Markt praktisch tot ist.
So lief es etwa beim Berliner Start-up Auto1 (Wirkaufendeinauto.de),
das 460 Millionen Euro bekam. Nun steigt Softbank beim
Zahlungsabwickler Wirecard ein – nicht über den Fonds, aber das Ziel
dürfte ähnlich sein.

Wirtschaftsminister Peter Altmaier wurde heftig kritisiert für
seine Pläne, mit staatlicher Hilfe nationale Großkonzerne zu
schaffen. Zurecht. Dennoch bleibt die Frage, wie es gelingen kann,
große europäische Champions aufzubauen, die letztlich nicht
ausschließlich von Kapital aus den USA oder Asien finanziert sind und
über die Aufsichtsräte von diesen Investoren dominiert werden.
Europas Zukunft sind nicht nur alte Industriekonzerne, sondern auch
junge Tech-Unternehmen wie Wirecard und Auto1. Wir brauchen eine
schnelle Antwort.

www.rp-online.de

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 24. April 2019.

Tags:

Categories: Politik & Gesellschaft

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