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Rheinische Post: Kommentar: Die Gewalt ist zurück

Eine junge Frau stirbt in der nordirischen
Stadt Londonderry durch einen Schuss, der vermutlich von einem
irischen Nationalisten abgefeuert wurde. Die blutige Gewalt in
Nordirland ist damit zurück, noch bevor es zum EU-Austritt
Großbritanniens gekommen ist. Selbst ohne Brexit zeigt sich: Der seit
Jahrzehnten schwelende Konflikt zwischen irisch-katholischen
Nationalisten und protestantischen Unionisten kann jederzeit wieder
aufbrechen. Der sinnlose Mord an der jungen Journalistin bringt eine
neue Qualität der Gewalt. Er macht nur allzu deutlich, dass es keinen
harten Brexit und keine scharfe Grenze zwischen dem EU-Mitglied
Irland und dem zu Großbritannien gehörenden Nordirland geben darf.
Würden die Schlagbäume zurückkehren, würden sich beide Teile wieder
voneinander entfremden. Deshalb darf es nicht zum ungeordneten Brexit
ohne Vertrag kommen. Die EU handelt gleichwohl richtig: Der im
Unterhaus umkämpfte Backstop, der eine offene, \“grüne\“ Grenze
sichert, muss unverhandelbar bleiben. Die Brexiteers agieren
fahrlässig, weil sie die Rückkehr des Konflikts bewusst in Kauf
nehmen.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 19. April 2019.

Tags:

Categories: Politik & Gesellschaft

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