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Rheinische Post: Kommentar / Die ausgestreckte Hand = VON VERENA KENSBOCK

Man kann es so sehen: Düsseldorf, Köln und Bonn
reichen mit ihrem Angebot, weitere Flüchtlinge aufzunehmen, der
Bundesregierung die Hand. Wie einem gefallenen Kind, das am Boden
liegt, die Knie aufgeschürft, und nicht weiß wohin. Dass die
Rheinstädte heute freiwillig zusätzliche Hilfe anbieten können, war
in den vergangenen drei Jahren kaum vorstellbar. In der Hochzeit der
Flüchtlingskrise waren die Städte selbst an ihre Grenzen gekommen.
Die ausgestreckte Hand zeigt: Die Lage hat sich entspannt, seit 2017
kommen immer weniger Flüchtlinge, die Infrastruktur ist aber
vorhanden. So haben die Städte heute sogar genug Kraft, zusätzlich zu
helfen. Mit ihrem offenen Brief an die Bundeskanzlerin haben die
Oberbürgermeister Stärke bewiesen, aber auch Menschlichkeit und
Haltung in einer zuweilen unmenschlichen Diskussion. Offenbar bleibt
es aber vorerst bei der ausgestreckten Hand – einem Signal. Näher,
gar mit einem konkreten Angebot, kommen Düsseldorf, Köln und Bonn
nicht heran. Ihre Haltung müssen sie beweisen, wenn die
Bundesregierung die Hand ergreift.

www.rp-online.de

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 27. Juli 2018.

Tags:

Categories: Politik & Gesellschaft

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